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Zinn-Giessen

Zuletzt bearbeitet am 01. März 2014
Zinn-Giessen

Man giesst Zinn in Gips- oder Sepienformen, dabei entstehen Zinnfiguren.


Material

Gipsplatten:

  • Zinn *
  • Gasbrenner
  • Pfännchen oder Saucenschöpflöffel (keine Bleigiesspfänchen!) *
  • Gips oder Gipsplatten
  • ev. Gipsformen *
  • Schraubenzieher
  • Grosse Nägel
  • Andere Gegenstände um ein Negativ in eine Gipsplatte zu kratzen
  • Schraubzwinge
  • Arbeitshandschuhe
  • Seitenschneider
  • Feilen
  • Schleifpapier (240)

Sepien: (Tintenfischrücken)

  • Zinn *
  • Sepien (ist Tintenfischrücken, erhältlich im Zoofachgeschäft)
  • Pfännchen oder Saucenschöpflöffel (keine Bleigiesspfänchen!) *
  • Gasbrenner
  • Klebeband
  • Feile
  • Schleifpapier (240)
  • Schmuckvorlagen: Ringe, Anhänger oder ähnliches (werden nicht beschädigt)
  • Arbeitshandschuhe
  • Seitenschneider

Optional:

  • Akkuschrauber und Bohrer
  • Lederbänder

 

Hinweise:

* in manchen Bastelshops erhältlich. Dort gibt es auch Giesformen, Giesspulfer und Polierwatte.

Zinn kann man auch in der Brockenstube besorgen in Form von Zinngefässen.


Vorbereitung

Gipsplatten:

Die Gipsplatten werden gegossen oder ev. kann man die auch kaufen.

Wenn man sie giesst kann man z.B. aus Lego® Duplo™ Formen bauen. Diese legt man dann auf eine gipsbeständige Ebene z.B. auf eine geschliffene Granitplatte (kein Backpapier, das fängt sich an zu wellen). In die Formen giesst man nun den angemachten Gips. Versucht danach vorsichtig an den Förmchen zu rütteln, so das die Luftbläschen entweichen, aber der Gips nicht aus den Formen heraus läuft. Dadurch halten die Platten nachher besser beim Zinngiessen. Nach dem der Gips fest ist, können die Formen entfernt werden und dann müssen sie mindestens fünf Tage trocknen. Sie müssen nicht nur trocknen, sondern staubtrocken sein, ansonsten wird die verbleibende Flüssigkeit in der Form beim Giessen schlagartig entweichen und die Gipsform wird zerspringen.

Pro Kind sind 2 Gipsplatten vorzusehen.

 

Sepien:

Keine


Bilder zu den Gipsformen


Negativ herstellen

Gipsplatten:

Mit Schraubenzieher und Nägel kann man das Negativ in den Gips einkratzen. Dabei muss man auch eine Kerbe vom Rand zur Form kratzen, diese dient als Einguss für den Zinn. Wenn die Form fertig ist, wird sie mit der Schraubzwinge auf eine flache Gipsplatte gepresst. Da dies eine recht staubige Angelegenheit ist, empfiehlt es sich das draussen zu machen.

 

Sepien:

Bei zwei Sepien müssen die Flächen gerade geschliffen werden, so dass sie aufeinander passen. Die Vorlage wird nun einfach zwischen diese beiden Flächen genommen und diese werden zusammen gepresst, so dass die Vorlage einen Abdruck in den Sepien hinterlässt. Bevor man die Vorlage heraus nimmt, schleift man die Kanten der Sepien so ab, das man danach noch weiss, wie die Sepien aufeinander liegen. (z.B. Abschleifen und eine Kerbe rein feilen.) Die Sepien werden nun auseinander und die Vorlage heraus genommen. Mit der Feile wird nun eine Kerbe vom Rand zur Form gemacht. Diese sollte aussen ein bisschen grösser sein als bei der Form. Diese dient als Einguss für den Zinn. Danach werden diese zwei Sepien wieder passend aufeinander gelegt und mit Klebeband zusammen geklebt.


Bilder zu den Negativen


Giessen

Der Zinn wird über dem Gasbrenner im Pfännlein erhitzt bis es flüssig ist und danach in die Formen gegossen. Diese müssen dann ca. fünf Minuten abkühlen.

 

Vorsicht mit Feuer!

Bei diesem Vorgang müssen die Handschuhe getragen werden! Das flüssige Zinn ist mindestens 232°C heiss!


Bilder zum Giessen


Nachbearbeitung

Sobald das Zinn abgekühlt ist, kann man die Formen langsam auseinander nehmen. Der Kegel muss mit dem Seitenschneider abgeschnitten werden. Danach kann mit der Feile und dem Schleifpapier das Zinnstück verschönert werden. Es gibt auch sehr feine Wolle, mit der man das Zinnteil schön glänzend hin bekommt.

Danach kann man zum Beispiel mit einem Bohrer ein Loch hinein bohren und das Zinnteil mit einem Lederbändel versehen, so kann es als Halskette verwendet werden.


Bilder


Gefahren

Das Zinngiessen bringt auch gewisse Gefahren mit sich, besonders der Umgang mit flüssigem Zinn!

Vorsicht mit dem Gasbrenner:

  • Verbrennungsgefahr! --> Hanschuhe tragen!
  • Explosionsgefahr! --> Nur im Freien benützen!
  • Entflammbarkeit von Gegenständen! --> Vergewissern, das der Gasbrenner sicher und fest auf einer nicht brennbaren Unterlage steht!

Vorsicht mit dem umgang mit flüssigem Zinn:

  • Verbrennungsgefahr! --> Handschuhe Tragen
  • Explosionsgefahr! --> Nur komplet ausgetrockenete Gipsformen benützen!

Die Gipsformen müssen wiklich 100% trocken sein, weil sonst das Wasser schlagartig verdunstet und somit viel mehr platz benötigt. Das hat zur Folge, das die formen explosionsartig zerbrechen können.


Bildnachweis

  • Titelbild: Zur Verfügung gestellt von ML3000. (ml.3000 (at) hotmail.com)
  • Bilder zu den Gipsformen: Zur Verfügung gestellt von ML3000. (ml.3000 (at) hotmail.com)
  • Bilder zu den Negativen: Zur Verfügung gestellt von ML3000. (ml.3000 (at) hotmail.com)
  • Bilder zum Giessen: Zur Verfügung gestellt von ML3000. (ml.3000 (at) hotmail.com)
  • Bilder: Zur Verfügung gestellt von ML3000. (ml.3000 (at) hotmail.com)

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Die Autoren: Admin, AnjaFritz, JSHoefe, ML3000, Ramba
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