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Ziel der Jungschar

Zuletzt bearbeitet am 27. Juni 2014
Ziel der Jungschar

 

 

- Wohin wollen wir die Kinder "führen" - sie wissen den Weg nicht!
- Was ist "Führen / Leiten"? Wie macht man das? 

 


Ziel

  • Kinder für Jesus gewinnen (Evangelisation) und ihnen helfen, im Glauben zu wachsen (Jüngerschaft).
  • die Kinder dort erreichen, wo sie SIND, wo ihre Bedürfnisse und Lebensfragen sind!
  • Kinder befähigen und ermutigen, selber Missionare zu sein
  • Kinder ganzheitlich fördern, damit sie zu belastbaren und verantwortlichen Mitgliedern der Gemeinde und Gesellschaft werden
  • Kindern helfen, Sinn und Freude im Leben zu entdecken

Was erwarte ich von einem guten Leiter?

Brainstorming: Eigenschaften eines Leiters:

  • Autorität
  • Fürsorge
  • Vorbild
  • Organisierenkönnen
  • Verantwortung
  • Vorangehen
  • Fairness
  • und vieles mehr! = Hoher Anspruch

    = Große Anforderungen an mich als Person: mein Einsatz, mein Charakter, meine Gaben, mein Können, mein Wissen ... entscheiden darüber, was in meiner Arbeit wie geschieht.
    Die Persönlichkeit des Leiters ist für die Jungschararbeit entscheidender als das Programm!

    Aber ACHTUNG! Kein Leistungsdruck! Erinnere Dich an Deine Identität in Christus:
    Nicht was Du leistest, bestimmt wer Du bist – sondern wer Du bist, bestimmt was Du tust. So auch beim Leiten.

     

Grundsätzliches allgemein

Leitung unter Gottes Führung und in Gottes Auftrag

"Leiten" ist nicht nur ein Thema in der Gemeinde oder in der Jungschar - überall in der Welt, in Management und Geschäftsleben, in pädagogischen Berufen... sind fähige Leiter gefragt und werden ausgebildet.
Und es ist interessant, wie viele ihrer Leiterschaftsprinzipien bereits in der Bibel stehen!!

Wenn wir Christen von Leitung sprechen, dann unterscheidet uns von ihnen aber eines grundlegend: wir rechnen mit GOTT.

Das besondere an "geistlicher Leiterschaft" ist das Wissen um diese Tatsache:

Über jeglicher menschlicher Autorität steht noch die Autorität Gottes.

Die Bibel bezeugt Gott als Schöpfer des gesamten Universums, der dadurch sichtbar wird, daß er die Weltgeschichte lenkt und das Leben des einzelnen Menschen leitet. Ihm als der endgültigen Macht ist jeder Mensch und jede Autorität in allem Tun verantwortlich und Rechenschaft schuldig.

Wer im biblischen Sinne "Christ" ist, empfindet diese "Macht" über sich jedoch nicht als Drohung, sondern als Zuspruch von Sicherheit und Geborgenheit. Er weiß, daß sein Leben nicht ziellos einem blinden Schicksal ausgeliefert ist: es steht unter Gottes Schutz und Leitung.
Er kann in all der Not und dem Leid dieser Welt darauf vertrauen, daß kein noch so mächtiger Mensch je das letzte Wort haben wird: Gott gerät nichts aus der Hand oder den Augen.

Und darum kann ich als Christ meine Leitungsaufgaben in der Jungschararbeit niemals unabhängig von Gott sehen. Gott hat mir diese Verantwortung für die Kinder anvertraut und ich muß meine Leitungsposition als Dienst gegenüber Gott und denern verstehen.
Meine Hauptaufgabe als Jungscharleiter ist es, in der Abhängigkeit von Gott zu leben und zu leiten und meinen Dienst stets auf die dafür notwendigen Grundlagen zu überprüfen (s.u.)!

Leitung als "lernbare Technik"

Die Fähigkeit zum Leiten wird keinem Menschen angeboren - auch wenn Typ, Temperament und Talent eine Rolle spielen. Sie ist nicht "ganz plötzlich da“, sondern ist etwas, das entsteht, wächst und ständig überprüft und entwickelt werden muß.
Für gute Leiterschaft gibt es gewisse Techniken, die lernbar sind. Sie hat darum vor allem mit Wissen, Fähigkeiten und Haltung zu tun.

  • Wissen läßt sich durch Information und Lernen aneignen (z.B. Kurse, Bücher,...).
  • Um Fähigkeiten zu erwerben, ist Übung notwendig - bei vielen Bereichen der Leiterschaft reicht bloßes Wissen nicht aus (z.B. Rhetorik, Motivationsfähigkeit, Überblick ...).
  • Haltung ist eine Sache der inneren Einstellung und Überzeugung - diese zu verändern, ist schwerer als Wissen zu erweitern und Fähigkeiten zu trainieren!

Unsere Haltung den Kindern gegenüber bestimmt, was aus ihnen wird:

Sehe ich die Kids als "Problemfälle" oder als "Hoffnungsträger"??

Meines Erachtens ist die Haltung die wichtigste der drei Bereiche. Denn eine Haltung von Liebe und Anteilnahme gleicht so manche Fehler und "Fettnäpfchen" wieder aus.

"Struktur"

Die klassische "Pyramidenstruktur" (Leiter an der Spitze, unter ihm, in hierarchischen Ebenen, die Mitarbeiterschaft) ist heute längst überholt. Sie klärt zwar die direkten Zuständigkeiten, aber nicht, was sich genau zwischen den verschiedensten Personen abspielt...
Die Organisation wäre besser darzustellen als ein Kreis, von dessen Mitte aus der Leiter in der Lage ist, Zusammenhänge zu überblicken, in alle Richtungen zu wirken und die verschiedensten Anliegen voranzutreiben.

Voraussetzung dafür ist ein gutes Vertrauensverhältnis zu seinen direkt zugeordneten Verantwortlichen!


Wichtige Eigenschaften

Hoffnung und Vision

"Die 'Seher' waren es, die ihre jeweilige Generation
am stärksten und nachhaltigsten beeinflußt haben. Männer, die mehr und weiter gesehen haben als andere: Männer des Glaubens, denn glauben heißt eine weite Schau haben." (O. Sanders)

Wer leiten will, darf nicht bei seinem derzeitigen Horizont stehenbleiben. Er muß mehr und weiter sehen, als andere.

Das gilt für:

  • unsere Vorgehensweisen, Methoden und Anordnungen:
    Prüfe immer vorher, was für Auswirkungen sie haben werden! 
  • unsere Sicht von den Kindern, mit denen wir es zu tun haben:
    Entwickele einen Blick für die Möglichkeiten, die in diesen Menschen stecken.
    "Weitsicht schließt Optimismus und Hoffnung ein" - wichtige Voraussetzungen, um andere positiv zu beeinflussen.
    Dazu gehört auch: 

Entschlußfreudigkeit:
Beim "Sehen" allein darf es nicht bleiben, es muß auch etwas unternommen werden.
Sehen  sammeln  prüfen  entscheiden  handeln.
Kein Leiter kann es sich leisten, aus Bequemlichkeit oder übertriebener Vorsicht fällige Entscheidungen hinauszuzögern.

  • "Gewöhnlich ist eine ehrliche, jedoch falsche Entscheidung besser als gar keine" (O. Sanders). 
  • Mut: "Mut hat, wer furchtsam ist, sich aber weigert, zu kapitulieren" (O. Sanders). 

Disziplin

Diese Eigenschaft kann man lernen. Sie ist eine Voraussetzung dafür, andere Leitungsqualitäten zu entwickeln bzw. voll auszuschöpfen.
Wir brauchen sowohl Disziplin gegenüber uns selbst (Selbstbeherrschung und -überwindung, Arbeit an meiner Persönlichkeit...) als auch gegenüber Autoritäten von außen (Gott, Hauptleiter, Mitarbeiter,...).
Das bedeutet: 

  • daß ich als Leiter mich nicht vor unangenehmen Situationen drücken darf. Ich mag davor zurückschrecken, sollte aber daran arbeiten, mich selbst zu überwinden und meinen eigenen  Schatten zu überspringen. 
  • daß ich von den Kindern, die ich führe, niemals etwas verlangen darf, was ich selbst nicht zu tun bereit wäre!

    So formuliert John Dawson seine "einfachste Definition" von Leiterschaft:
    "Jemand, der zuerst geht". 

Versagen können

Wenn ich als Leiter zuerst gehen soll, heißt das nicht, daß ich alles selber machen muß bzw. besser machen kann!
Meine Aufgabe liegt darin, die Fähigkeiten in anderen zu sehen, diese zu mobilisieren und den Überblick über die Aktivitäten aller Beteiligten zu behalten.

ACHTUNG! Vor allem aber darf von keinem Leiter Perfektion erwartet werden (weder von sich selbst, noch von anderen). Irren und Versagen sind menschlich, darum sind Enttäuschungen vorprogrammiert, wenn ich das Bild von Unbesiegbarkeit aufrecht erhalten will oder muß!

„Wir können nicht warten, bis wir komplett sind, um Menschen zu führen."

(J. Dawson)

Demut

Demut ist ein biblisches Prinzip, das zu den grundlegendsten des Glaubens an Jesus gehört. Es wurde am eindrücklichsten von ihm selbst gelehrt und gelebt.1
Jesus lebte nicht in erster Linie für sich, um für sich selbst Reklame zu machen oder Profit herauszuschlagen. Sondern dafür, Gott zu gehorchen und den Menschen zu dienen. Er sprach sich gegen den typisch menschlichen, tyrannischen Führungsstil aus und setzte den Akzent im extremen Gegenteil:

"Die Könige herrschen über die Völker wie Tyrannen, und die Machthaber unterdrücken, wen sie können. Aber gerade so darf es bei euch nicht sein. Wer groß sein will, der soll den anderen dienen, und wer der Erste sein will, der soll sich allen unterordnen.
Auch der Menschensohn [Jesus] ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen. Er kam, um selbst zu dienen und mit seinem Leben dafür zu bezahlen, daß viele Menschen aus der Gewalt des Bösen befreit werden." (Mt.20,25-28)

Dabei ist Demut aber nicht zu verwechseln mit Selbsthaß, Selbstkasteiung oder der krankhaften Sucht, es allen recht zu machen. Dagegen sprechen eindeutig Jesu Souveränität und Autorität, mit der er gerade der religiösen Führung des damaligen Israels entgegentrat.2
Die Souveränität, mit der er sich verhöhnen und Unrecht tun ließ, war niemals ein Zeichen von Schwäche oder Unsicherheit, sondern von seiner inneren Größe: er war sich selbst und seiner Autorität so sicher, daß ihm kein Angriff von außen etwas anhaben konnte.

Das machte ihn zu einem der größten Vorbilder für Leiter:
Wer sich seiner Autorität und Größe sicher ist, hat Machtdemonstrationen, Selbstbeweihräucherung und -rechtfertigung nicht nötig. Er kann es sich sogar leisten, die Bedürfnisse anderer über seine eigenen Wünsche zu stellen.



Quellennachweis:

Inhalt: ABÖJ, EK 2001 / IS

Titelbild: Clipart mit freundlicher Genehmigung des Verlages buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart - www.ejw-buch.de


Die Autoren: Irmgard
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