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Teeniearbeit - Hoffnungsorientierte Teeniearbeit

Zuletzt bearbeitet am 20. August 2014
Teeniearbeit - Hoffnungsorientierte Teeniearbeit

Wie die Leiter ihren Teenie sehen, darin liegt der Unterschied!

-   Problemorientierte Teeniearbeit

-   Hoffnungsorientierte Teeniearbeit

(Vollständiger Beschrieb siehe PDF-Datei)



1. Problemorientierte Teeniearbeit

Man spricht hier häufig von:
-       Problemalter
-       Problematische Beziehungen
-       Problematische Teeniefragen,...

Diese Fragen und Probleme bestimmen dann auch das ganze Programm und es ergibt zwangsläufig ein problemorientiertes Programm. Die Teenies werden als Menschen in einer schwierigen Lebensphase angesehen. Dabei wird die Psychologie manchmal ernster genommen als die Aussagen der Bibel. 

Das Programm wird oft konsumfreundlich dargeboten, oder man findet sich zum gemütlichen Zusammensein ein, ohne groß erkennbare Ziele.
Oft wird ein starres Programm durchgezogen. Man weiß genau, was man macht, meist nach Schema F. Die Leiter geben meistens den Ton an und sie sind häufig um einiges älter als die Teenies selbst.
Es sind auch meistens Gruppen die stark konsum-, gruppen- und programmorientiert sind. Dazu werden kaum Anstrengungen unternommen zu wachsen, oder Außenstehende zu erreichen. 


2. Hoffnungsorientierte Teeniearbeit

  • Begeisterte Leiter (Von den Teenies und ihren Ideen), die ihre Teenies als Chance für ihre Gemeinde sehen, nicht als Problemhaufen. Sie sehen in ihnen bereits die angehenden Gemeindeleiter, Werkverantwortliche, ... Sie nehmen die Anliegen, Ideen, Idole und Träume der Teenies auf und ernst, und versucht sie gemeinsam zu verwirklichen.
  • Teenies werden mit einbezogen, gefördert und gefordert, vielleicht auch mal überfordert. 
  • Leiter versuchen Lebensfreude zu vermitteln und über Hoffnung, statt über Probleme, Nöte, Fragen, ... zu reden. 
  • Oft wird die Projektmethode gewählt. Kreatives geschieht auch spontan, und die Leiter lassen viel Raum für die Gestaltung und schöpferischen Tätigkeiten der einzelnen Teenies. Gaben werden so bewusst gefördert und sie werden mit einbezogen. 
  • Arbeiten meist stark mitarbeitsorientiert und evangelistisch. Die Teenies werden an die Arbeit gestellt. Leitung geschieht meist in und durch ein Team, in das die Teenies oftmals eingebettet werden. 
  • Leiter sind überzeugt, dass ihre Teenies eine echte Herausforderung benötigen, da sie unter den Wohlstandsauswüchsen unserer Gesellschaft leiden. 
  • Man vertraut darauf, dass die Teenies auch für Gott leben, für ihn zeugen und Gebetserhörungen erleben können. Zu Jüngerschaft wird gezielt ermutigt, und Glaubenserfahrungen bleiben nicht aus. Praktische Jüngerschaft soll trainiert und gefördert werden. Im Gebetskampf werden sie angeleitet. 
  • Hoffnungsorientierte Arbeit heißt auch:
    - Wir sind noch nicht fertig. Wir wissen nicht alles, wir suchen aber den Willen Gottes und nicht fertige, neue Konzepte.
     - Profiliert, evangelistisch zu arbeiten und eine Sicht für Verlorene zu haben. Teenies durch Teenies erreichen!

• Hoffnungsorientierte Arbeiten sind meist wachsende, manchmal aber auch stark wechselnde Gruppen. Leiter sind überzeugt, dass Teenies für Abenteuer zu haben sind, auch mit Gott. Doch auch hier kann es Frustration geben.

Ich bin überzeugt:
Ein Aufbruch beginnt dort, wo eine von Gott gegebene Schau unter seiner Führung und aus seiner Kraft in die Tat umgesetzt wird.


3. Vierfache Ausprägung der hoffnungsorientierten Teeniearbeit

a) Eine Schau für Teenies ohne Jesus

Sehr wenige Menschen haben eine „Last“ für Teenies. Selbst Leiter unserer Teeniekreise haben keinen Blick für Außenstehende, kümmern sich lieber um ihre eigenen Schäfchen. Gott möchte, dass wir eine Last für einzelne Teenies bekommen, Teenies unserer Umgebung. Konkret beten, dass Gott einzelne ans Herz legt und um sie im Gebet ringen!

Fragen:

  • Beschäftigt es dich, dass so viele Teenies in Einkaufszentren, Bahnhöfen, Diskotheken, Spielsalons, ... rumhängen und nichts tun? 
  • Was hast du, Deine Gruppe/ Gemeinde im letzten Jahr unternommen, um außenstehende Teenies zu erreichen? 
  • Wie viele gemeindeeigene Teenies sind im letzten Jahr zum Glauben gekommen? 
  • Welchen konkreten Anstrengungen, Aktivitäten und Einsätze wurden unternommen,
    um Teenies mit dem Evangelium bekannt zu machen? 
  • Ist deine Gruppe offen für solche Leute von der Straße?
    Prüfe dich selbst, wie wichtig dir Teenies ohne Evangelium sind!
    Auch gemeindeeigene Teenies brauchen das Evangelium. Viele hängen sonst nach der Jungschar ab. Vorsicht! Teenies brauchen ganzheitliche Betreuung! Sie müssen immer wieder das Evangelium hören und konkrete Entscheidungen für Jesus treffen. Gerade in dem turbulenten Teeniealter brauchen sie Rückhalt, sonst drehen sie der Gemeinde den Rücken zu. Sie brauchen besonders viel Zuwendung, Unterstützung, Hilfe, Liebe, Geduld und Aufmerksamkeit! Daher darf die Teeniestunde nicht einfach nur Beschäftigung sein! 

b) Eine Schau für die Wichtigkeit der Beziehungen

Beziehungen sind wichtiger als Programme! Wir brauchen sehr viel Zeit für persönliche Beziehungen, Kontakte und evtl. Betreuung von jungen Menschen. Man ist nicht nur Teenieleiter während der Stunde, sondern die ganze Woche durch (24 h, 7 Tage die Woche)! Entweder ganz, oder gar nicht.
Ohne vordergründige missionarische Gedanken Beziehung zu den Teenies suchen. Zeit, Liebe, praktische Hilfe verschenken.
In Begegnungen und Beziehungen zu investieren heißt vorleben! Führen durch Vorbild ist und bleibt die beste und „ertragreichste“ Führungsart. Das kostet das ganze Leben. Der Leiter ist somit der Übersetzer der Theologie und der Prinzipien der Gemeindeleitung, auf die Stufe der Teenies. Er muss dabei die Inhalte der Theologie kennen und auch die Sprache der Teenies sprechen. Vor allem sollte er aber die Eigenarten, Stärken und Schwächen lieben. Ein 

Teenieleiter braucht viel Zeit und ein großes, offenes Herz für alle Nöte und Probleme der Teenie, die sich in der Spannung zwischen klaren Zielen und Teeniebedürfnissen bewegen. Teenies werden die Leiter immer wieder enttäuschen und frustrieren, doch auch überraschen und begeistern. In all dem dürfen wir nicht den hoffnungsvollen Blick verlieren.


c) Eine Schau für die Gabenförderung deiner Teenies 

Eine der schönsten Aufgaben des Teenieleiters ist es, die Gaben, die Gott als Schöpfer jedem Menschen geschenkt hat, zu entdecken, zu fördern und einzusetzen. Viel zu viele liegen brach!

Es geht nicht darum, nach Gaben zu suchen, sondern Programmarten und Methoden anzuwenden, welche die Gaben des einzelnen zum Vorschein bringen. Nicht so lange suchen, dass man darüber das Dienen vergisst.

Gaben sind dazu da, dem Wohl des Ganzen zu dienen. Mut, die Projektmethode einzusetzen, den hierdurch werden die Teenies herausgefordert zum Träumen, Ideen und Kreativität zu entfalten. Wir werden sehen, was alles in ihnen steckt! Ihnen viel zutrauen! Sie sind das Potenzial der zukünftigen Gemeinde!
Projektorientiert Arbeiten heißt, dass man mit den Teenies auf ein Ziel hinarbeitet, mit möglichst weitem Rahmen, in dem die Teenies möglichst viel selber gestalten können. Hierbei werden Gaben ernst genommen und können Entfaltung bewirken. Die Teenies spüren dabei und erleben, dass Gott die Gaben in sie hineingelegt hat, die sie einsetzen und fördern können. Der Gott, der ihnen diese Gaben geschenkt hat, der es so gut mit ihnen gemeint hat, zu vertrauen, das ist eine vertrauenswürdige Sache.
Wir müssen überzeugt sein, dass die Teenies selbst Verantwortung übernehmen können. Es braucht nicht ein hohes Alter, um Entscheidungen (auch geistliche) zu treffen. Es muss aber Raum da sein für Experimente, und den Teenies muss zugestanden werden, dass sie Fehler machen dürfen.


d) Eine Schau für profilierte Jüngerschaft 

Jesus will Jünger! Teeniearbeit muss Jüngerschaftsarbeit sein! Nicht nur auf Abenteuer, Erlebnis, Action, Konsum, ... ausgerichtet sein. Gott will nicht nur Mitglieder und Besucher, er will Jünger und Nachfolger von ihm! Hier möchten wir versuchen, deutliche Impulse zu geben. Dies soll und kann aber nicht einfach in einer Form eines Unterrichts geschehen, sondern müsste in einer Kombination mit gemeinsamem Leben und Erleben durchgeführt werden.
Gerade im geistlichen Bereich müssen Teenies vermehrt selbst Verantwortung übernehmen und treffen.

Teenies in den geistlichen Kampf einbeziehen, ist die beste Möglichkeit, sie gut durch die Pubertät zu bringen. Der geistliche Kampf beinhaltet tiefes Eindringen in Gottes Wort, profiliertes Bibelwissen, Anbetungszeiten, Ringen im Gebet, das Wissen ausleben und bewusst altersgemäß das Evangelium weitergeben.

Geistlicher Kampf kürzt „Pubertätsleiden“ ab und bringt Teenies schneller in eine neue Identität!

Jüngerschaft beinhaltet auch, für Jesus zu leiden und für ihn gerade stehen. Wenn wir wirklich wollen, dass möglichst viele Teenies in unserem Land mit dem Evangelium erreicht werden sollen, müssen wir die Teenies zurüsten, damit Teenies Teenies erreichen.
Teenies nicht abstempeln, da sie vielleicht nicht immer leicht zu „handhaben“ sind. Sie sind das Potenzial! Wir müssen sie über kreative und freudvolle Art und Weise anleiten und für

Jesus gewinnen, damit unser Missionsauftrag unter dieser kommenden Generation erfüllt wird.
Der Gruppendruck und das „in- sein“ ist dabei natürlich nicht einfach, doch wir sollten diese Herausforderung annehmen und uns ihr stellen.

Eine Mischung zwischen Programmen die Entspannen, Anleiten oder Beziehung suchen, um die Teenies zu fördern und zu fordern. Dabei nicht zu überfordern, das verlangt Weisheit, Fingerspitzengefühl und Kraft von Gott. Dabei ist das vorleben des Leiters sehr wichtig! Sind wir selbst bereit, die Jüngerschaft praktisch zu leben?

„Das überfordert mich aber“, denkst du jetzt sicher! Ja, doch wir sollen das auch nicht tun! Unsere eigene Kraft reicht nirgendwo hin. Aber Jesus möchte durch uns noch mehr tun als bisher. Nicht als Forderung, nicht aus Druck, sondern weil er uns liebt, weil er alle Teenies liebt. Er möchte die Gaben, die er in uns gelegt hat, nutzen, auch oder gerade besonders zum Wohl der Teenies in unserem Land.

Diese Inhalte sind da, um die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen, neue Ziele zu setzen und die Sicht für die eigene Arbeit und Teenies wo nötig zu korrigieren. Schritt für Schritt weitergehen.



Teenies brauchen immer wieder Höhepunkte wie:

-  Konzerte
-  Eislaufen
-  Lob- Preis- Gottesdienste
-  Evangelistische Abende
-  Beach- Party
-  Mega- Fünf- Kampf
-  ... 



Quellennachweis:

Inhalt: Juropa

Titelbild: Clipart mit freundlicher Genehmigung des Verlages buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart - www.ejw-buch.de


Die Autoren: Irmgard
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