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Stille Zeit mit Martin Luther

Zuletzt bearbeitet am 17. Dezember 2014
Stille Zeit mit Martin Luther

 

Tips zur Stillen Zeit

Denkanstösse von Martin Luther


Stille Zeit

mit Denkanstössen von Marin Luther

Anstelle eines Vorwortes „Die Bibel will sich nicht in die Auslegung dessen, der sie studiert, verwandeln lassen. Sie will umgekehrt dem, der sie studiert, ihren Inhalt und Willen beibringen.“ (Luther) „Die Sache, die Summe der Schrift, ist aber nichts anderes als das Evangelium von der Rechtfertigung des Sünders, das Luther aus der Schrift als Gottesstimme gehört hat und das ihn aus der Hölle des Gesetzes herausgerissen und zu neuem Leben geschaffen hat. Darum fragt Luther bei jeder Stelle der Schrift zuerst, welches Licht vom Evangelium her auf sie fällt, ob hier von der Gnade oder vom Zorn Gottes die Rede ist; dann erst fragt er nach dem Wortsinn, wie er sich aus der Fremdsprache ergibt. Luther hat damit die Schrift nicht vergewaltigt, sondern sie als das genommen, was sie sein will: Zeugnis der Offenbarung, Gottes Stimme. So geht Luther als Hörender durch die Schrift; die Bäume ihres Riesenwaldes werfen ihm, der sie schüttelt, ihre Früchte zu. Überall weiss Luther sich selbst angesprochen; er kämpft und leidet, jubelt und jauchzt, stirbt und siegt mit den Erzvätern und Propheten, mit den Aposteln und Blutzeugen; er ist immer zugleich der Sünder und der Gerechtfertigte, der Angefochtene und der wunderbar Getröstete, der Erliegende und der Aufgerichtete. Aus der ganzen Schrift tönt ihm die Verheissung auf Christus und die Erfüllung in Christus entgegen;...“ (H. Fausel, D. Martin Luther, hänssler, S. 218) Möge der Herr Dir diese Woche in ähnlicher Weise durch sein einzigartiges Wort neu begegnen.
Anmerkung: Es lag mir viel daran, dich am Leben Luthers und seinem Glauben Anteil nehmen zu lassen. Deshalb die vielen Zitate. Eigentlich müsstest Du Dich zuerst einigermassen in die politischen und religiösen (Miss-) Zustände der damaligen Zeit versetzen, um die gewaltige Veränderung zu erfassen. Doch lege primär Wert auf das Hören in den Bibeltext und auf das Reden des Heiligen Geistes – erst dann nimm Dir Zeit für das andere. Wenn Du das tust von ganzem Herzen und begierig nach IHM trachtest, wird auch in Deinem Leben eine Reformation stattfinden. „Es gibt kein grösser Ding, als dass wir glauben können, dass Gott mit uns redet. Wenn wir das glaubten, so wären wir schon selig.“ (Luther) Was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. Um unsere Schuld (Sünde) zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz Für uns verbluten lassen. Röm. 3,24-25


Eine ganze Woche

  1. 1

    Sonntag: Wo finde ich einen gnädigen Gott

    Luther führte als junger Student wie die meisten seiner Zeit ein ausgelassenes Leben. Bis zu dem Tag, als ihn ein Blitzschlag beinahe traf. Von diesem Zeitpunkt an suchte er Gott zu gefallen. Kurzerhand trat er in ein Kloster und kasteite sich bis zum Äussersten. Verzweifelt suchte er einen „gnädigen“ Gott! Seine Sündenlast beraubte ihn jeglicher Ruhe und Freude. Doch auf einmal öffnete ihm Gott die Augen beim Studium des Römerbriefes (Röm. 1,17): „Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.“

     

     Lies Röm. 6,1-14

     

    • Hast Du diese wunderbare Befreiung in Deinem Leben erfahren? Erinnerst Du Dich an die Erlösung, als Deine Seele das qualvolle Gefängnis verlies, als Du von Deiner Gottlosigkeit, von Deiner Rebellion gegen Gott, von der Grossmacht Sünde, von Satan und seinen Peinigern befreit wurdest? 
    • Wo stehst Du heute? Worauf baust Du Deine Gerechtigkeit? Wie zeigt sich das in Deinem Alltagsleben, in Deinen Gefühlen, in Deinem Willen, in Deinen Beziehungen, in Deinem Denken und Handeln? (siehe auch Tabelle von N. Anderson im Anhang)
    • Worauf baust Du Deine Gerechtigkeit? – Etwa auf Deine Gemeindezugehörigkeit, Dein Jungscharleitersein, Dein mehr oder weniger gutes Leben oder ... (vgl. Phil. 3,7-9) Was ist mit Glaube gemeint? Stimmst Du mit Luther überein: „Die zwei gehören zusammen, Glaube und Gott.“ Und „Das, woran du dein Herz hängst und worauf du dich mit deinem Leben verlässt, das ist eigentlich dein Gott. So dass einen Gott haben nichts anderes ist als das, worauf du vollkommen vertraust.“

     

     

    „Die „Gerechtigkeit Gottes“ war Luther nicht unbekannt, aber er „hasste“ dieses Wort mitsamt dem Gott, „der gerecht ist und Sünder und Ungerechte bestraft“. Vor ihm konnte er ja nie zur vollkommenen Lebensgewissheit gelangen.“ ... „Das brachte mich fast zur Raserei. Im Gewissen war ich völlig verunsichert. Obwohl es mir alles andere als Freude bereitete, schlug ich mich wieder und wieder mit diesem Wort (Röm. 1,17) herum. Ich wollte auf jeden Fall herausbekommen, was Paulus meint. Da endlich: Gott erbarmte sich! Nach tage- und nächtelangem Nachsinnen kam es mir: Ich entdeckte, wie die Worte miteinander zusammenhingen und wie sie deshalb verstanden werden mussten. „Die Gerechtigkeit Gottes wird im Evangelium offenbar, wie geschrieben steht: „Wer gerecht ist, der lebt aus dem Glauben“. Jetzt verstand ich, was „Gerechtigkeit Gottes“ heisst: sie ist das Geschenk, das den Menschen gerecht macht, deshalb kann er im Glauben an Gott leben. Und genau dieser verborgene Zusammenhang wird im Evangelium offenbar.“1

     

  2. 2

    Montag: Von der Freiheit eines Christenmenschen

    „Kein Papst, kein Bischof, ja überhaupt kein Mensch hat das Recht, einem Christen nur ein einziges Wörtchen vorzuschreiben.“2

     

    Es dauerte nicht lange und das „gemeine Volk“ wandte diese Aussagen falsch an. Es kam zum blutigen Bauernaufstand gegen alle Obrigkeiten unter der Führung des „Schwärmers“ Thomas Müntzers. Falsch verstandene Freiheit – gibt es sie bei uns? Eins rauchen, eins trinken, ein bisschen Sex, die (Strassen-) Gesetze nicht so ernst nehmen, ... - STOP – wir wollen ja keine Moralpredigten! Wir sind freie, aufgeklärte Christen und keine weltfremden Frömmler.

     

    Lies Röm. 8,1-17 genau:

     

    Wovon (oder wovon nicht)

    Wodurch (oder wodurch nicht)      ... bist DU als Gottes Kind befreit?

    Wozu (oder wozu nicht)

     

    „Der Unterschied zwischen der begrenzten Freiheit des Ich-Menschen und der vollen Freiheit des Christ-Menschen ist der Unterschied in der Bindung. Während der Ich-Mensch Freiheit als Bindungslosigkeit anstrebt und dabei doch an sich gebunden bleibt, weiss der Christ-Mensch, dass er an Christus gebunden ist. Gerade darin erkennt er seine Freiheit: den rettenden Zugang zur Gewissheit des Lebens. Während das erste traurige Wirklichkeit ist, ist das zweite beglückendes Geschehen: „Wenn das kein selten fröhlicher Handel ist! Der reiche, einzigartige, aufrichtige Bräutigam Christus heiratet die arme, verachtete, verirrte Hure. Er befreit sie damit aus ihrem Elend und eröffnet ihr neues Leben.“3 

     

    „Die Freiheit versetzt den Menschen, der das Leben im Christusglauben findet, ins „Paradies“. Mitten in der höllischen Welt mit ihren verteufelten Zwängen lebt der Christ-Mensch in der Freiheit, zu der ihn Gott geschaffen hat. Er deckt die zwanghaften Verteufelungen auf und lernt, die Welt – einschliesslich seiner selbst – mit den Augen Gottes zu sehen. Die lebensbeherrschenden Massstäbe von Gut und Böse haben für ihn nicht den Rang eines Mittels, mit der das Leben herrschaftlich meistern könnte. Er behauptet das Leben nicht in strengen Regeln und unerbittlichen Gesetzen. Aber auch nicht in wohl abgegrenzten Freiräumen. Er steht durch den Glauben in liebevoller Einheit mit dem Leben, das ihm durch Christus eröffnet ist. Sicherung des Daseins und zufriedenstellende Lebensgestaltung sind für ihn nicht die Hauptsorgen, die ihn ständig verunsichern. Er weiss, dass sein Leben in Gottes Treue und Fürsorge seine letzte Sicherheit hat. Der Christ-Mensch muss sich nicht erst entwickeln, denn er hat schon alles: Freiheit.“4

     

    „Der Christ-Mensch ist frei zum Dienst am Mitmenschen. Er muss dabei nicht von einer Gesetzesforderung getrieben werden, und er verfolgt mit seiner Nächstenliebe kein Programm der Weltverbesserung. Er wird zum Handeln nicht von einer Idee der Nächstenliebe gezwungen. ER kann auf die Not des Mitmenschen völlig frei-willig eingehen.“5

     

    „Siehe, das ist die rechte geistliche, christliche Freiheit, die das Herz frei macht von allen Sünden, Gesetzen und Geboten,

    welche alle andere Freiheit übertrifft wie der Himmel die Erde.

    Gott gebe uns, dass wir diese Freiheit recht verstehen und behalten.“ (Luther)

     

    Restliche Wochentage, siehe PDF-Datei


Einleitung


8 Tage lang


Quellennachweis

Inhalt und Bild:

copyright: www.besj.ch


Die Autoren: Irmgard, Ramba
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