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Sommerlager: Mayflower - Go West (Siedler)

Zuletzt bearbeitet am 27. März 2015
Sommerlager: Mayflower - Go West (Siedler)

Hunger, Verfolgung, Perspektivlosigkeit war über Jahrhunderte ein Grund, das bekannte Europa zu verlassen und das neue Glück im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu suchen. Siedler – mit dem etwas spannenderen Namen "Mayflower - Go West" bildet ein spannendes Thema für ein Jungscharlager oder Semesterprgramm. Hier finden sich einige Ideen inklusive Theater und geistlichem Konzept eines durchgeführten Sommerlagers.


Mögliche Geschichte

Die Gründe zum Auswandern konnten kaum unterschiedlicher sein: Es waren Täufer, die hier vielerorts verfolgt wurden, Goldgräber die nach ihrem Glück suchten, Straftäter, die sich nochmals etwas Freiheit wünschten, Geschäftsmänner, die in Amerika ihre Businessidee umsetzen wollten und einfach verarmte Bauern, die Hoffnungen in ein neues Leben in Amerika setzten. Als grosse Gemeinschaft machten sie sich auf und begaben sich mit dem Schiff auf die Ozeanüberfahrt. Ein Täufer wurde leider noch beim Betreten des Schiffes trotz seiner Tarnung festgenommen - als sich das mit Emmigranten besetzte Schiff bereits 50 Meter vom Ufer weg befand, versuchte sich der Täufer mit einem Sprung ins kalte Nass auch noch auf das Schiff zu bringen – zum Erstaunen der Besucher mitsamt allen Kleidern und Koffer.
Zum Erstaunen sämtlicher Kinder schwamm dann ebenderselbe Täufer im nächsten Hafen – in Amerika ein und wurde wieder freudig in der Gemeinschaft willkommen geheissen.

Statt an der Küste zu bleiben entschied sich die Gruppe weiter ins Landesinnere zu gehen, trotz des Wissens, dass dort Gefahr von Indianerstämmen drohe. Schlussendlich wurde ein wunderschöner Ort entdeckt und die Siedlergemeinschaft entschied sich, sich dort niederzulassen. Schnell fand man sich im neugegründeten Dorf sehr wohl, doch der Friede wärte nicht ewigs. Eines Morgens entdeckten sie einen mit Indianerpfeil befestigten Brief im Dorfzentrum. Die Siedler wurden aufgefordert, das neugefundene Land zu verlassen, es gehöre zum heiligen Indianerland. "Zu den Waffen und in den Kampf" war für viele die Devise. Doch ein tiefgehender Input unseres Dorfgeistlichen zeigte den Dorfvorstehern auf, dass Kampf nicht Jesu Antwort gewesen wäre. So entschieden sich die Dorfvorsteher trotz Widerstand aus eigenen Reihen, sich gegen den Kampf und wenn möglich für einen friedlichen Weg zu entscheiden. 

Nichtsdesto trotz machte sich in der Nacht eine Gruppe der älteren Jungscharkinder auf, um die Indianer anzugreifen. Doch statt sie anzugreifen wurden sie eingekesselt und gefangen genommen. Erbost über das fehlende Einverständnis erhielten die übriggebliebenen Siedler eine Nachricht und wurden zu einem Treffen mit den Indianern eingeladen. Die Indianer zeigten sich zuerst nicht willig, die gefangenen Siedler freizulassen. Erst als die Siedler die Indianer zu beschenken versuchten, kam immer wieder ein Gefangener frei. Schlussendlich opferten die Siedler ihr sämtliches Hab und Gut, sodass alle Siedler wieder frei waren. Freigekauft gingen sie dann wieder gemeinsam zurück zum Dorf.

Ohne Hab und Gut standen die Siedler aber vor einem neuen Problem: Was sollen sie essen? Alles was sie hatten, war nun in den Händen der Indianer. Zwar hatte ein verzweifelter Bauer am Abend eine Knolle ausgegraben und diese gegessen, doch sein Geschrei am nächsten Morgen deutet nicht darauf hin, dass diese Knolle tatsächlich essbar sein sollte. Erst nachdem die Knollen einige Minuten im Wasser gekocht wurde, schmeckten sie recht gut, sei es zum Frühstück mit Konfitüre, zum Mittagessen mit verschiedenem Käse oder zum Abendessen in lange Stäbchen geschnitten und im heissen Öl gebadet. Diese Wunderknolle – sie wurde dann Kartoffel genannt – rettete den Siedlern das Leben.

Mit vollem Bauch wurde den Siedlern aber noch etwas bewusst: Was nützt es wenn sie hier die Kartoffel haben, aber zuhause in Europa die Menschen teilweise am Verhungern sind. Die Dorfvorsteher entschieden deshalb, die Siedlung abzubrechen und zurück nach Europa zu gehen und dort in voller Freude und mit vollem Magen die Kartoffel zu predigen. Und so ging die bunte Gemeinschaft der Siedler zurück nach Europa und hat die Stärke der Kartoffel im ganzen Lande kund getan. 

Einige Teile dieser Lagergeschichte haben sich wohl so oder ähnlich zugetragen. Die Ideen können aber frei ergänzt und angepasst werden. Auf dem Blog lässt sich das Lager inklusive Fotos nachleben. 

Als Dateien zum Downloaden stehen das Geistliche Konzept und das Theaterhandbuch bereit.


Bewertung des Lagerthemas

Das Lagerthema ist frei von jeder bestehenden Geschichte und somit ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Besonders spannend ist, dass sehr viele Charakteren eingebaut werden können. Ebenfalls gut ist, dass viele Parallelen direkt ins Glaubensleben gezogen werden können und dass so Werte der Bibel selbst miterlebt werden.


Theaterkonzept und Geistliches Konzept


Quellennachweis

Titelbild, Theaterkonzept und Geistliches Konzept: Zur Verfügung gestellt durch die Jungschar Stami, Goldbrunnen und Kirche Bild, St.Gallen


Die Autoren: AnjaFritz, BunnyBugs
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