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Mit dem Wikingerschiff auf den See

Zuletzt bearbeitet am 01. Februar 2016
Mit dem Wikingerschiff auf den See

Mit der Jungschar über die See fahren, Amerika entdecken und tolle Erlebnisse machen – wer träumte nicht schon einmal von den grossen Abenteuern Eiriks und Halvdans, Hroalds und Knútrs und wie sie alle hiessen. Ein Sommerlagerprogramm auf dem Lungernsee...

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Forum Heft-Artikel.


Wicky der Wikinger!

Er hatte ein Schiff, ein Schild, ein Schwert und ein Kämpferherz. Wer kennt ihn nicht, den kleinen, mutigen Wicky, den wohl bekanntesten Wikinger aller Zeiten, und sein Volk von Schiffsbauern! Mit der Jungschar diesem Volk nachzuspüren, das einmal im 9.-11. Jahrhundert halb Europa erobert hatte! Eine Woche mit vielen neuen Eindrücken wartet auf die Kinder.

Die Jungschar Sitterdorf startete voller Erwartungen und in prächtiger Montur an einem Samstagmorgen los. Jedes Kind, das an den Vor- bereitungs-Jungscharnachmittagen dabei gewesen war, trug stolz seinen Helm, seinen Schild, sein Schwert und den Wikingerrock.

Einstieg einmal anders

Erich der Rote liess durch ein Familienoberhaupt mitteilen, dass der Lagerplatz infolge Wassermangels nicht mit dem Schiff erreicht werden könne. Er empfahl deshalb den Lagerteilnehmern, zu Fuss ins Land der Wikinger zu gelangen. Die Kinder staunten nicht schlecht, als es nicht direkt zum nächsten Bahnhof ging. Unterwegs trafen sie einen Druiden an einem Feuer, dem sie gespannt zuhörten. Mit zauberhafter Stimme offenbarte er den weiteren Weg und dass dort «Hühner» seien für die hungrigen Mägen. Zwei Überfälle – ein erster auf einer Burg, wo den Kämpfern dann die versprochene Nahrung in etwas anderer Form in die Hände fiel, und ein zweiter in einem engen Bachtobel - liessen das Wikingerleben schon am ersten Tag Realität werden. Die Kinder rätselten, wann sie wohl den Zug besteigen würden, doch führten uns die Familienoberhäupter Olaf Tryggvason, Snjuve Täräng und Hägar Eriksson zuerst zu einem einsamen Waldstück. Wer hätte erwartet, schon am ersten Tag, und erst noch nicht weit weg von zu Hause zu biwakieren. Nach dem Eindunkeln erzählten und schwärmten die Familienoberhäupter von ihren Erlebnissen und verpackten darin manche Information von der Zeit der Wikinger. Anderntags galt es dann, das lang ersehnte, von Erich dem Roten regierte Land in der Innerschweiz zu erreichen.

Lagerleben

Im Gegensatz zu anderen Lagern hatten wir diesmal keine Story, die durch das ganze Lager führte. Trotz- dem war die Zeit mit anderen Aktivitäten wie Pfeilbogenbasteln, einen Ofen aus Steinen bauen, Brot backen, einem Turmbau, einem Wikingergelage und weiteren Workshops ausgefüllt. Da der See so nah war, genossen wir oft mit der ganzen Truppe das kühle Nass. Willkommene Abwechslungen zum Lagerleben waren auch die J+S Sportblöcke.

Das Wikingerschiff

Ein erster Höhepunkt in der Innerschweiz war sicher die Schiffstaufe mit anschliessender Fahrt auf dem Lungernsee. Unsere Leiter hatteneinen Weidling aus früherem Armeebestand zu einem richtigen Wikingerschiff mit Sitzbänken, Mast und einem Segel ausgebaut. Für die Kinder war es ein besonderes Erlebnis, an Bord dieses Schiffes zu sein und mit den Grossen mitzurudern oder sich vom Wind treiben zu lassen. Unser Schiff wurde die ganze Woche rege benützt. Für die Tageswanderung bildeten wir zwei Gruppen. Die erste Gruppe durfte zuerst mit dem Schiff den Lungernsee (4 km lang) überqueren, während die zweite Gruppe dem See entlang wanderte. Nach einer Brätel- und Badepause wurden die Rollen getauscht.

Technische Daten

  • Länge: 10 m, Breite: 1,6 m
  • Schiffsnummer: TG 8248
  • 8 Ruder
  • 1 Steuerruder am Heck 
  • ausgestattet mit 12 Wikinger- schildern
  • Zugelassen für max.12 Erwachse- ne, oder 3 Kinder für je 2 zugelassene Erwachsene

Mutprobe

Ja, ein wenig fürchteten sich die Jungschärler schon vor der nächtlichen Mutprobe. Jedes Kind wurde zuerst zum Druiden geführt, der allerhand unheimliche Fragen stellte, und der sogar Feuer spucken konnte. Danach wurden die Augen verbunden und jedes Kind wurde von zwei Leitern durchs Dickicht gelotst. Da mussten schleimige Sachen berührt werden, komische Geräusche kamen immer näher, nasse Schwämme flogen ins Gesicht und zum Schluss wurden die Kinder in ein zwischen die Bäume gespanntes Sprungtuch geworfen. Doch die lachenden Gesichter verrieten nachher, dass alles halb so schlimm gewesen war.

Geistliches Konzept

Vorbereitung im Gebet:

Einige Wochen vor dem Lager hat- ten wir die Idee, unsere Gemeinde mit einem Zahnbürsteli mit dem Aufdruck «Jungschar-SOLA» zu beschenken. So wurden die Gemeindemitglieder jedes Mal beim Zähneputzen ans SOLA erinnert und motiviert, für unsere Anliegen aus dem Gebetsbrief zu beten. Den Kindern gaben wir im Lager dann auch ein lässiges Zahnbürsteli ab.

Hot talk - Gottesdienst und Input

Unsere Stille Zeit - wir nannten sie diesmal «Hot talk» - und die täglichen Inputs waren aufeinander aufgebaut.

So begannen wir die Woche im Hot talk mit eher grundliegenden Themen wie:

  •  Gott ist heilig (1. Chronik 13)
  • der Herr sieht das Herz an (1. Samuel 16)
  • Gott oder der Kaiser (Markus.12, 13-17)
  • Jesu Liebe (Johannes 13, 35+35).

Gegen Ende des Lagers sahen wir uns die Botschaft des Paulus über den Sportler auf der Rennbahn an (1. Korinther 9, 24- 27).

Am Samstag sprachen wir über Hindernisse in der Jüngerschaft (Lukas 9, 57-62)

In unserem Gottesdienst nahmen wir die Stillung des Sturmes durch, was sich gut mit den Wikingern und ihren Seefahrten verknüpfen liess.

Das Gleichnis vom Knecht mit dem verborgenen Schatz (Matthäus 13, 44+45), den verlorenen Sohn (Lukas 15,11-32) und die Kananäische Frau (Matthäus 15, 21-28) veranschaulichten wir durch packende Anspiele und leiteten jeweils zum Input über.


Auswertung

Ganz sicher unvergesslich für alle waren die Fahrten mit dem Schiff und die ausgefallene Mutprobe. Das Thema eignet sich für Kinder aller Altersstufen.

Wir fanden es nicht ganz einfach, das Wikingerleben 1:1 auf dem Lagerplatz umzusetzen, konnten aber mit thematischen Schwerpunkten (Wikingerschiff, Basteln, Festgelage usw.) einen Einblick ins Thema geben. Noch eine positive Erfahrung von unserer «Evangelistic-Night»: Bei den grösseren Teilnehmern verteilten wir «Reaction-Cards». Darauf konnten die JS-ler ihre persönlichen Fragen schreiben mit dem Namen des Leiters, mit dem sie gerne reden möchten.


Wicky



Quellennachweis


  • Inhalt und Bild: Forum Kind Heft 2/04, Seiten 17 + 18. Eine Jungschar gestaltete ein SOLA zum Thema Wikinger, mitsamt eigenem umgebauten Schiff. Das Lagerprogramm und einige Highlights werden vorgestellt. © Copyright www.forum-kind.ch
  • Autor:  Samuel Tanner leitete früher die Jungschar Sitterdorf

Die Autoren: Irmgard, Ramba
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