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Kunstbauten am Waldboden

Zuletzt bearbeitet am 01. Februar 2016
Kunstbauten am Waldboden

Kinder sind kreativ. Kinder gehen gerne in den Wald. Diese beiden Tatsachen lassen sich an einem trockenen Frühlings-, Sommer- oder Herbsttag sehr gut verbinden. Der nachfolgende Bericht gibt ein Beispiel dafür. 

Detaillierter Beschrieb und Anleitung siehe PDF-Datei



Im Rahmen eines Kinderlagers ...

... wird an einem trockenen Tag nach der Mittagsruhe folgendes Erlebnisprogramm angeboten. Es ist eine Kombination zwischen Spiel, Kreativität und Gestaltung in der Natur. 


Spielanlage

Nachdem wir das Waldstück erreicht haben lassen wir die Kinder Zweier- gruppen oder Dreiergruppen bilden. Wir erklären ihnen, dass wir heute Nachmittag zu Landschaftsgärtnern, Waldarbeitern und Baumeistern werden. Am Fusse eines grossen Baumes, in einer Mulde oder auf freiem Waldboden sollen die einzel- nen Gruppen eine Landschaft, einen Garten, ein Haus oder eine Burg bauen. Das Material, das dazu ver- wendet werden darf, muss hier auf dem Waldboden liegen. Zuerst wer- den die Kinder informiert, wie gross das «Spielfeld» ist. Dann können sie sich einen günstigen Platz aufsu- chen. Die einzelnen Gruppen sollen z.B. mit einer Regenjacke oder einem Taschentuch die Stelle markieren, die sie für ihren Bau ausgesucht haben. Anschliessend kommen sie nochmals zum Sammelplatz und erfahren die Regeln dieses Projektes. Schon jetzt betonen wir, dass dies am Schluss des Nachmittags eine Ausstellung gibt, die wir alle zusam- men der Reihe nach betrachten wer- den. Es soll kein Wettbewerb sein.


Spielregeln

  • Alle Kinder einer Gruppe arbeiten zusammen. Wir wollen keine Einzelwerke sehen, an denen nur ein Kind baute.
  • Als Baumaterial können Tannenzapfen, Steine, Laubblätter, kleine Ästchen, Moos, Baumrinde usw. verwendet werden.
  • Die Kinder suchen ihr Material selber im Wald zusammen. Nicht von anderen Gruppen «klauen» oder von Bäumen und Sträuchern Grünzeug abbrechen.
  • Der «Bauplatz» darf max. 50 x 50 cm betragen. Es macht keinen Sinn, grosse Äste anzuschleppen.
  • Das entstandene Kunstwerk darf nicht zerstört werden, bevor wie alle es gesehen haben.
  • Als erste Etappe gibt es 45 Min. Bauzeit. Dann entscheidet die Lagerleitung, wenn einzelne Gruppen es brauchen, über eine allfällige Verlängerung.
  • Am Schluss werden wir als ganze Gruppe alle «Landschaften» betrachten. Es gibt aber keine Bewertung oder gar Preise.

Und danach?

Nach der Bauzeit achten die Leiter genau darauf, dass alle Kinder die ganze Ausstellung anschauen. Es kann sein, dass Kinder, deren Kunstwerk schon betrachtet ist, kein Interesse mehr haben, weitere zu sehen. Alle sollen die gleiche Wertschätzung für ihre Arbeit  erhalten.

Nach Abschluss:

Wenn die Möglichkeit besteht, kann man jedes Bauwerk fotografieren. Das ist auch eine Form von Anerkennung.

Was mit den Kunstwerken?

Wir empfehlen den Kindern, alle Bauten stehen zu lassen.

Wettbewerb:

Falls die Leiter einen Wettbewerb daraus machen wollen, muss eine Bewertung gefunden werden, bei der alle Kinder mitbewerten können.



Quellennachweis


  • Inhalt und Bild:
 Forum Kind Heft 1/04, Seite 18. Ein Nachmittagsprogramm mit Spiel, Kreativität und Gestalten in der Natur. © Copyright www.forum-kind.ch 
  • Autor: Hans Forrer, KIDS TREFF-Berater

Die Autoren: Irmgard, LukiLeu, Ramba
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