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Kolumbus' Reise nach Amerika

Zuletzt bearbeitet am 01. Februar 2016
Kolumbus' Reise nach Amerika

In dieser lebendigen Sportlektion im Wasser begleiten die Kinder Kolumbus auf seiner Reise nach Amerika.

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Forum Heft-Artikel.


Ein Jungscharnachmittag mit Aha-Effekt

Das Wetter ist trübe, das Wasser in der Badi ziemlich kalt – und da soll einer noch die Kinder zu einer Sportlektion erwärmen können! Wir begleiten Kolumbus auf seinen Entdeckungsfahrten.

Bei «Kolumbus’ Reise nach Amerika» sind die Schwimmer und Nichtschwimmer sicher motivierter dabei als beim Längenschwimmen und - tauchen.


Ziel der Reise

Mit «Kolumbus’ Reise nach Amerika» werden die Kinder in abwechslungsreicher Art und Weise ans (kalte...) Wasser gewöhnt. Die intensive Bewegung lässt einem die Kälte schnell vergessen. Dank einfacher Schwimmhilfen kann auch das Kind mit wenig Schwimmerfahrung mitmachen und Spass am Wasser bekommen.


Vorbereitungen

Die Vorbereitungen beschränken sich auf ein Minimum. Wenn die Lektion in einem Frei- oder Hallenbad durchgeführt wird, ist es sinnvoll, wenn ein Bereich im Schwimmbecken abgesperrt wird. Dabei handelt es sich um eine Zone mit Wassertiefe zwischen Schulter- und Kopfhöhe.

Bei den meisten Bädern können (eventuell gegen Depot) Schwimmhilfen ausgeliehen werden. Besonders eignen sich Schwimmbretter und die Pool-Nudeln. Eine Pfeife um der leitenden Person die nötige Aufmerksamkeit zu geben ist von Vor- teil, da es schnell mal laut und lustig werden kann.

Im offenen Gewässer (vor allem Fliessgewässer) sind Schwimmwesten sehr zu empfehlen.


Geschichtlicher Hintergrund

Der italienische Kaufmann Christoph Kolumbus pflegte seine Geschäftsbeziehungen unter anderem auch mit Indien.
Um den beschwerlichen und langen Landweg über Stock und Stein zu vereinfachen, war zu Kolumbus Lebzeiten die Suche nach einem Seeweg hochaktuell. Dem Entdecker wurden riesige Reichtümer versprochen. Während andere Seeleute einen Seeweg um Afrika herum suchten, versprach er sich den erhofften Erfolg von einer westwärts gerichteten Route. Nach langen Berechnungen kam er zur Überzeugung, dass ein solches Unterfangen zum Ziel führen müsste. Er klopfte bei verschiedenen Königshäusern an, wurde aber überall abgewiesen. Erst die spanische Königin schenkte ihm Vertrauen und schickte ihn Anfang August 1492 auf die Reise ins Ungewisse. Nach einem Reparaturaufenthalt auf den Kanarischen Inseln und 40 Tagen auf offener See erblickte der Matrose erstmals Land am Horizont – die Bahamas! Doch anstelle der Inder stiessen sie auf Inselbewohner – anfangs freundlich gesinnt, bald sehr ablehnend und streitsüchtig.

In den kommenden Wochen wurden verschiedene Inseln angesteuert – vor dem heutigen Hispañola wurde das Hauptschiff in einem Sturm zerstört. Aus den Trümmern wurde behelfsmässig ein Fort errichtet und 40 Mann zurückgelassen.

Sofort machte sich Kolumbus mit dem Rest seiner Mannschaft auf den Rückweg, um der Königin Bericht zu erstatten. Diese empfing ihn mit Begeisterung.

Bei seiner Rückkehr nach Hispañola ein Jahr später fand er das Fort zerstört und alle zurückgelassenen Freunde getötet vor.

Auf weiteren zwei Reisen nach Amerika bringt Kolumbus Soldaten und Waffen nach Amerika und Sklaven nach Europa. 1503 stirbt er in Spanien, nachdem er sich mit dem König verkracht hatte und die versprochenen Privilegien und Reichtümer nie erhalten hatte und auskosten konnte.


Lektionsablauf

Die Geschichte spielen wir fortlaufend mit den Kindern zusammen. Dabei wechseln wir immer wieder mal die Rolle: Einmal stechen wir als Kolumbus in die See, geniessen alsSchiffsmannschaft eine Flaute, metzeln als Indianer die 40 Mann nieder oder begrüssen Kolumbus nach seiner ersten Rückkehr nach Spanien als Königin.

Vor den Königshäusern

Am Ufer/Bassinrand (Königshaus) knien wir nieder und bitten um Finanzierung der Reise. Leider werden wir abgewiesen und steigen darum ins kalte Wasser. Nach einer kurzen Runde Marsch im Wasser gehen wir wieder an Land und wiederholen die Geschichte: Niederknien, bitten, abgewiesen werden. Diesmal springen wir ins Wasser. Erst beim dritten oder vierten Mal wird unser Anliegen unterstützt: leiser Jubel bricht in der Mannschaft aus.

Reisevorbereitungen

Die drei Schiffe müssen vor der grossen Überfahrt mit Material beladen werden! Jeder Teilnehmer muss dazu vom Königshaus (Festland) zum Schiff waten, wobei die Hände über dem Kopf gehalten werden. Wenn das «Schiff» schon etwa im kopftiefen Wasser steht, müssen die Kinder sich immer wieder vom Boden abstossen oder ohne Hände eine Kurzstrecke schwimmen.

In die See stechen

Von der untiefsten Stelle des Was- sers schieben wir die (fiktiven) Schiffe ins Wasser. Nach einigen Metern machen wir ein riesen Abschiedshallo.

Jetzt werden einige Runden zuerst gewatet, später geschwommen.

Sturm und Kanarische Inseln

Plötzlich braust der Wind auf und die Schiffe werden geschüttelt. Gemeinsam ahmen wir einen Sturm nach und lassen uns heftig schütteln. Anschliessend gehen wir an Land und holen dort die Schwimmbretter oder Pool-Nudeln.

Flaute

Mit den Schwimmhilfen versuchen wir möglichst ruhig auf dem Wasser zu schweben. Keine Bewegung ist zu sehen und kein Laut zu hören.

Land in Sicht

In Gruppen zu etwa sechs bis neun Personen wird versucht, eine dreistöckige Menschenpyramide zu bilden. Sobald eine fertig ist (oder nach einer bestimmten Zeit) schreit der Leiter «Land in Sicht!» Alle Kinder beginnen zu springen und zu hop- sen, jeder freut sich auf das der langweiligen Fahrt folgende Abenteuer.

Landung auf den Bahamas

Endlich können wir die Anker aus- werfen (wird mit den Kindern gemacht) und die Ruderboote werden ins Wasser gelassen. Jetzt heisst es rudern: Wegen der Untiefen werden 100 Meter «gerudert».

Auseinandersetzung mit den Einwohnern

Die Kinder teilen wir in zwei Gruppen und lassen sie miteinander rammeln. Achtung: Gib klare Regeln bekannt, was erlaubt ist und was nicht!

Nach einigen Minuten ziehen sich die Parteien zurück.

Sklavenhandel

In Zweiergruppen eingeteilt lassen sich die Kinder abwechselnd eine Kurzstrecke durchs Wasser ziehen. (Hierzu kann den Kindern der Rettungsgriff – Nacken- oder Nacken-Stirn-Griff – gezeigt werden.)

«Welcome home»

Nach der Heimfahrt (alles im «Retourgang») wird die Meute mit lautestem Hallihallo und Stampfen und Jubeln willkommen geheissen.

Zurück in Hispañola

Nach der grossen Party fahren (schwimmen) wir noch einmal nach Hispañola. Dorf gibt es für einmal kein Willkommensgejohle, vielmehr machen wir uns daran, Gräber für die Toten zu schaufeln. Dazu müssen wir selbstverständlich auch tauchen...

Erweiterungen und Anpassungen

Selbstverständlich können weitere Szenen eingebaut werden. Dabei sind dem Leitenden keine Grenzen gesetzt. Auch können die Szenen in verschiedener Reihenfolge gespielt werden.

Anstelle Kolumbus’ Geschichte kann irgendeine andere Biographie gewählt oder erfunden werden, bei- spielsweise...

  • andere bekannte Seefahrer und Entdecker
  • Paulus
  • Noah
  • Jesus und die verschiedenen See- und Schiffsgeschichten.

Abschluss

Je nach Gestaltung des Nachmittags kann dieser Teil als Einstimmung auf eine Wasseraktivität sein oder auch einen alleinstehenden Sportblock sein. Entsprechend bildet der eigentliche Sportblock oder warmes Duschen den Abschluss von «Kolumbus’ Reise nach Amerika».



Quellennachweis


  • Inhalt und Bild: Forum Kind Heft 2/04, Seiten 27 + 28. Lebendige Sportlektion im Wasser.
    © Copyright www.forum-kind.ch
  • Autor: Lori Keller

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