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Jungschar trägt zur Gemeinde bei

Zuletzt bearbeitet am 03. Juni 2015
Jungschar trägt zur Gemeinde bei

Jungscharleiter tragen als "Bauarbeiter" viel zum Bau des Hauses "Gemeinde" bei.

Wo und wie helfen sie mit?


Jungschar trägt zur Gemeinde bei

Stellen wir uns einmal in Gedanken die Gemeinde vor. Ein Haus mit vielen Zimmern und viele Bauarbeiter sind am Werk. Denn die Gemeinde ist Gottes Bauplatz. Auch wir Jungscharleiter tragen als Bauarbeiter viel zum Bau des Hauses "Gemeinde" bei. Wir sind von Gott eingesetzt. Sehen wir uns mal auf diesem Bauplatz um. Wo und wie helfen wir mit?


Der Jungscharleiter

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    Auf dem Bauplatz

    Du setzt deine Zeit und Gaben gezielt für
    Gott ein. Gerade die JS-Arbeit ist für dich
    ein einmaliges Betätigungsfeld. Deine Gaben werden gefördert und Neue entdeckt. Du wirst zu einem brauchbaren Werkzeug Gottes. Nutze diese Zeit als Bauarbeiter und entdeckte deine Fähigkeiten. Das vielfältige Schulungsangebot ist für dich eine Chance. Die Aus- und Weiterbildung ist dir eine persönliche Hilfe für deine Arbeit.

    Die Ideen und Vorschläge kannst du in der JS-Arbeit praktisch ausprobieren. Es ist auch nicht schlimm, wenn mal etwas nicht nach Wunsch läuft. Die Jungschar-Arbeit ist ein Übungsfeld. Lass dich nicht entmutigen. Lerne aus Fehlern. Gerade die Schulung und die Weiterbildung darf für viele Jungscharleiter auch ein Sprungbrett für die Gemeinde werden. Nicht nur die Jungschar profitiert, sondern auch die Gemeinde.

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    Als Vorarbeiter

    Wie du dich auf dem Bauplatz "Gemeinde" verhältst ist nicht unwichtig. Deine Jungschärler ahmen nach und kopieren dich. Was du tust, das dürfen die Jungschärler natürlich auch. Daher bist du ein Vorarbeiter, ein Vorbild, für die Kinder.

    Für die heranwachsenden Bauarbeiter (Jungschärler) ist es entscheidend, dass sie bereits früh in die Jungschar integriert werden. Wenn ihnen schon früh angepasste Verantwortung übertragen wird, lernen sie von dir die Lebensweise der Mitarbeit, die ihnen auch später eine Hilfe ist.

     

    Dein Vorbild ist dabei von tragender Kraft und Bedeutung!

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    Als Monteur

    Wenn Jungschärler früh ihnen entsprechende Verantwortung übernehmen sollen, müssen sie dazu angeleitet werden. Du bist es, der die jungen Bauarbeiter im Handwerk des Gemeindebaus anleitet. Du gibst das Rüstzeug weiter, damit sie auch lernen mit der Bibel umzugehen. Du bist der Förderer, der ihnen ermöglicht, den ganzen Bauplatz kennen zu lernen, der sie motiviert zur Aus- und Fortbildung, z.B. in Pionierwoche, Minileiterkurs oder Grundkurs. Orientiere sie über das Angebot.

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    Im Spannungsfeld

    Von den vielen guten und motivierten Jungscharleitern wird heute viel erwartet. Überall sind sie einsetzbar, denn sie sind ja gut ausgebildet. Da sind die Wünsche und Anliegen der Gemeindeleitung, andererseits ist da der  zeitaufwendige Einsatz für die Jungschar. Irgendwo dazwischen liegt noch die Freizeit. Auch Hobbys brauchen ihre Zeit.  Sicher kennst du dieses Spannungsfeld auch. Wo sollst du da als Leiter noch die Zeit her­nehmen, um allem gerecht zu werden.

    Du musst Prioritäten setzen!

    Überdenke deine Prioritäten für dein Leben. Das heisst nicht, dass du dich nur noch für die Gemeinde einsetzen musst. Für einige mag dies wohl richtig sein. Für andere ist auch wichtig, mal Jugendlicher sein zu können, ihren Hobbys und Bedürfnissen nachzugehen (sei es mal Fussball, ein Kinobesuch, mit Freunden ausgehen, Töfftreff, Reiten, usw.). Der Jugendliche braucht oft diese Abwechslung. Wichtig ist, dass deine Motive stimmen. Es ist aber auch nicht gut, wenn du nur noch deinen Hobbys nachgehst und deine Aufgabe auf dem Bauplatz der Gemeinde vernachlässigst.

    Überdenke mal bewusst deine Prioritäten und Motive. Für jeden Leiter sieht dies anders aus. Es gibt kein einheitliches Schema.

    Lieber Jungscharleiter! Versuche aber auch bei der nächsten Anfrage zur Mitarbeit, dich in die Situation der Gemeindeleitung zu ver-setzen. Auch für sie ist es nicht einfach immer zu wissen, was auf dem Bauplatz alles ge-schieht. Mit der Anfrage zeigen sie dir, dass sie dir Vertrauen schenken.

    In der persönlichen Vorbereitung

    Als Jungscharleiter bringst du eine Menge an Kraft, Zeit und Energie in die JS-Arbeit ein. Deshalb ist es von grösster Wichtigkeit, dass du dich auch stärken und ermutigen lassen kannst. Die Gemeinde, der Gottesdienst ist der Ort, wo du ganz neu von Gott gestärkt wirst. Hier kannst du auftanken, geistlich atmen, dich zurüsten lassen für deine vielfältige Aaufgabe.

    Ein Leiter ohne Gemeindeanschluss ist wie ein Zimmer ohne Fenster!

    Das ist aber dicke Post, denkst du vielleicht. Aber denke einmal in der Stille darüber nach. Einem Leiter sollte nicht so schnell etwas wichtiger sein, als der Gottesdienst in der Gemeinde. Auch der Besuch der Bibelabende und Gebetstreffen sind eine grosse Hilfe in der Vorbereitung auf die Jungschararbeit.


Die Jungschärler

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    Für die Gemeinde gewinnen

    Durch ein attraktives, spannendes, altersgerechtes Programm, wirst du schnell den Zugang zu aussenstehenden Kindern haben. Ist es nicht auch dein Wunsch, dass diese und die "gemeindeeigenen" Kinder den Zugang zur Gemeinde finden? 

    Die vorrangige Bedeutung des Gebets ist hier nicht das Thema und dürfte bekannt sein. Wie aber kommen die Kinder konkret mit der Gemeinde in Kontakt? Dazu einige Impulse:

    Schwellenangst

    Viele Jungschärler schaffen einfach nicht den Schritt in eine weiterführende Gruppe (siehe auch "Jungschar und Gemeindejugendarbeit", Thema Übertritt). Daher ist es besonders wichtig, dass Kontaktstellen zu anderen Gruppen entstehen. Hier ein ergänzendes Beispiel:

    Das Göttisystem:

    Bei einem Übertrittsfest erhält jeder ehemalige JS-ler eine Gotte oder einen Götti aus der Jugendgruppe. Dieser JG-ler kümmert sich speziell um sein Patenkind. Er holt es ab und begleitet es die ersten Monate. So können neue Beziehungen entstehen und die Jungschärler fühlen sich bald wohl.

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    Die Gemeinde

    Um Kontaktstellen zur Gemeinde zu schaffen, sind 1 - 2 Anlässe pro Jahr nötig. So kann der Jungschärler die Gemeinde erleben. Nachfolgend einige Vorschläge:

     

    • Kennen die Jungschärler den Gemeindeleiter? Er könnte doch einmal eine Geschichte erzählen, z.B. eine Weihnachtsgeschichte, eine Motivationsgeschichte oder den Teil einer fortlaufenden Geschichte... .
    • Mit der Jungschar Alte und Betagte der Gemeinde besuchen. Ihnen ein Ständchen singen, eine Bastelarbeit verschenken, einfache Arbeiten ausführen ... .
    • Die Einleitung des Gottesdienstes organisieren und durchführen.
    • Mitwirkung an der Altersweihnachtsfeier.
    • Mit der ganzen Gemeinde eine Weihnachtsfeier (Zällerwiehnacht) einstudieren und vortragen.
    • An Gemeindeaktionen teilnehmen wie Bazar, Suppentag, Adventskränze basteln, Autowaschaktion, Flohmarkt ... .
    • Anspiel im Gottesdienst z.B. zum Erntedankfest.
    • Musical, Theaterstück, Sprechmotette einstudieren.
    • Gemeindepicknick organisieren.
    • Offener Jungscharnachmittag: Die Jungschar lädt die Gemeinde ein. Dias zeigen
    • vom Pfila, Sola, usw. Auch Gemeindeglieder haben an der JS-Technik Freude... . 
    • Gemeinde ins Sommerlager integrieren. Gemeinsamer Gottesdienst und Plauschturnier, Besuchstag durchführen. 
    • Elternabend mit Jungschärler. Aussenstehende Eltern kommen in Kontakt mit Eltern der Gemeinde.
    • Fachkräfte aus der Gemeinde beiziehen oder besuchen: Schreiner, Bäcker, Kindergärtnerin, Basteltante für Bastelprogramme, Bauern, Jäger, Förster für Naturkund,e Samariter für 1. Hilfe, Arzt für Notfallübung ...
    • Offener Filmnachmittag
    • OL-Nachmittag: verschiedene Kategoieren anbieten
    • Familiengottesdient gestalten mit anschiessendem gemeinsamen Mittagessen.

    Menschlich gesprochen kommt es auf nie­manden so sehr an, wie auf dich als Jungscharleiter, ob die JS-ler je einmal den Schritt in die Gemeinde tun werden. Nicht die Menge der Aktivitäten, sondern du bist entscheidend.

     

    Die Jungschärler werden den Schritt in die Gemeine am sichersten tun, die einen JS-Leiter mit einem starken Zug in die Gemeinde hinein haben.


    Daher sollte dem Leiter die Gemeinde besonders am Herzen liegen.


Die Eltern

Gemeindeorientierte Jungschararbeit ist familienorientierte Jungschararbeit!

Die Einstellung einiger Eltern zur Gemeinde ist vielleicht nicht positiv. Hier ist gründliche Information am Platz, die Vorurteile und Skepsis abbaut. Die Frohe Botschaft ist es wert, weitergesagt zu werden, ohne dabei überspitzte Ansichten bezüglich der Gemeinde vertreten zu wollen. Wollen wir aber nicht gerade ungläubige Eltern (die ganze Familie) für Gott gewinnen? Gerade auch hier wirkt sich eine positive Einstellung zur Gemeinde stark aus. Die innere missionarische Haltung treibt uns zu den Aussenstehenden. Hier einige ergänzende Ideen:

  • Elternbesuche (nicht immer nur der Hauptleiter). Bereits das Kennenlernen eines Leiters kann zu einer Vertrauensbrücke werden.
  • Gute und gründliche Informationsschreiben.
  • Eltern zur Mithilfe motivieren (Gepäcktransport fürs Pfila, Sola, WE, Begleitperson auf einer Wanderung oder Velotour, Abholdienst ...).
  • Eltern in Lager integrieren.

Das Gebet

Die wichtigste Aufgabe ist aber das Gebet. Zählen die Eltern auch zu deinen Gebetsanliegen? Gott kann es wirken, dass Türen und Wege geöffnet werden.

Mehrmals wurde auf die Bedeutung des Gebets hingewiesen. Zum Schluss folgen noch einige Impulse dazu, wie Gebetsanliegen gezielt in die Gemeinde getragen werden:

  • Mindestens ein Leiter besucht den Gebetstreff der Gemeinde und teilt die Anliegen mit. Die Leiter können sich abwechseln.
  • Kontaktperson zu den Gebetstreffen, die die JS-Anliegen weitergibt. Diese Person ist kein Jungscharleiter.
  • Gebetskärtchen mit Personalien und Foto der Leiter (und evtl. JS-ler).
  • Gebetswanderung: man wandert miteinan- der und betet still auf dem gleichen Wegabschnitt für das gleiche Anliegen.

Praxisschritte

Wie ist die Zusammenarbeit auf dem Bauplatz Gemeinde? Gemeindeleitung und Jungscharteam überlegen sich, wie warm, respektive wie kühl das Verhältnis der Jungschar zur Gemeinde ist. Je wärmer, desto besser! Vielleicht sind gewisse Bereiche unterkühlt ... oder man verbrennt sich gar die Finger. Redet offen miteinander!



Quellennachweis:

Inhalt: Jahresschwerpunkt 1993 "Gemeinde", Peter Blaser, Siegfried Nüesch, Martin Bihr, Hansruedi Tanner, Ueli Obrist, Johannes Wallmeroth, Peter Schulthess

Copyright: www.besj.ch

Titelbild:  Clipart mit freundlicher Genehmigung des Verlages buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart - www.ejw-buch.de


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