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Hatten sie wirklich einen Esel dabei?

Zuletzt bearbeitet am 01. Februar 2016
Hatten sie wirklich einen Esel dabei?

Wir wollen in diesem Artikel Genaueres über die Esel der Bibel erfahren. Zwei Impulse für Lektionen runden das Thema zur Weiterverarbeitung ab.


Im Orient nahm der Esel lange Zeit den Platz ein, welchen das Pferd bei den europäischen Völkern besass. Es war dort ein viel edleres Tier und wurde für sehr intelligent gehalten. Esel wurden sehr geschätzt und gut behandelt. Sie wurden sowohl von Männern als auch von Frauen zum Reiten genutzt oder als Lasttier eingesetzt. Dies galt vor allem für die einfacheren Leute. Auch heute noch benutzen viele Beduinen dort Esel. In der Bibel kommt er an vielen verschiedenen Stellen vor, und das oft nicht als der «dumme Esel», sondern als kluges Tier, das manchmal mehr weiss als der Mensch (4. Mose 22, 21-31). Als Reittier für den Krieg eignet sich der Esel auf jeden Fall nicht. Dafür ist er viel zu langsam und zu störrisch. Deswegen gilt er in der Bibel auch als ein Zeichen für Frieden. Salomo ritt z.B. bei seiner Krönung auf einer Mauleselin in Jerusalem ein (1. Kön. 1,33ff). Salomo ist der König des Friedens (denn das bedeutet sein Name).

So wurde es dann auch von den Propheten vorhergesagt, dass der Messias, der wahre König von Israel, auf einem Esel in Jerusalem einreiten wird (Sach 9,9). Genau das war auch die Erwartung des Volkes Israel zur Zeit Jesu, dass der erwartete Messias, der Sohn Davids, der Friedenskönig, auf einem Esel in Jerusalem einreitet.


Impuls 1: Die bekannteste Eselsgeschichte gibt es vielleicht gar nicht?!

Die bekannteste Geschichte mit einem Esel ist sicher die Weihnachtsgeschichte. Jedes Kind und jeder Grossvater kennen diese Bilder und diese Begebenheit. Das Problem ist, dass in keinem der Evangelien von einem Esel die Rede ist. Weder in der Weihnachtgeschichte, noch bei der Flucht von Maria und Joseph mit dem Kind wird ein Esel erwähnt. Wir wissen also nicht, ob dort wirklich ein Esel dabei gewesen ist. Hoffentlich hatten sie einen Esel dabei.

Als Lektion könnten wir hier darum einen anderen Schwerpunkt nehmen. 

Text: Weihnachtsgeschichten in einem oder allen Evangelien

Schwerpunkt: Lies genau, was in der Bibel steht.

Es geht in dieser Lektion nicht darum, den Kindern aufzudrängen, dass es in der Weihnachtsgeschichte keinen Esel gab – wir wissen es nicht. Kinder sollen lernen die Bibel genau zu lesen, auch wenn sie einzelne Geschichten schon zu kennen meinen.


Methode: Mit Plakaten, Powerpoint oder sogar mit kleinen Anspielen werden die vorhandenen Weihnachtsgeschichten der Evangelien wörtlich dargestellt (Mat 1 und 2 / Luk 2). Daneben wird eine klassische Weihnachtsgeschichte mit Maria, Joseph und Esel gespielt. (Reise von Nazareth nach Bethlehem mit Esel). Folgende Frage soll dann in den Raum gestellt werden:

Welche Geschichte steht nicht genau so in der Bibel?

Gruppen können im kleinen Kreis beraten, was sie daraus lernen können. Abschliessend wird darauf hingewiesen, dass es bei manchen biblischen Geschichten Ereignisse gab, die nicht in der Bibel stehen. Wir können dann aber nicht sagen, dass es genau so war.

Anstösse für die Kleingruppe: 

  • Texte aus Lukas und Matthäus können nochmals genau nachgelesen werden. 
  • Bei weiteren Teilgeschichten der Weihnachtsgeschichte die Frage stellen, wo wohl auch noch Esel dabeigewesen sein könnten.
  • Abschliessender Hinweis, dass nichtalles dasteht, was in den biblischen Geschichten passiert ist, aber was da steht ist für uns wichtig. 

Impuls 2: Der Esel als unser Vorbild

Auch bei dieser Geschichte wählen wir einen etwas gewagten Blickwinkel. Er kann eine bekannte Geschichte neu beleben.

Text: Mark 11,1-11 Palmsonntag 

Schwerpunkt: Wo kann uns sogar der Esel ein Vorbild sein?

Methode: Geschichte wieder vorlesen, erzählen oder spielen. Kinder bekommen die Aufgabe, genau auf den Esel zu sehen. Verse aus der Geschichte mündlich durch den Leiter oder mit allen zusammen ab Powerpoint vorlesen lassen. Zusammentragen, was der Esel alles tat und dann wo er uns ein Vorbild sein kann (wird abgeholt, folgt nach, lässt sich brauchen, lässt sich bei Lärm nicht einschüchtern, steht nicht im Mittelpunkt usw.)

Die Hauptperson ist aber Jesus, der Esel diente nur.

Anstösse für die Kleingruppe:

  • Zusammentragen, was für ein Esel wirklich typisch ist
  • Aufschreiben, wo der Esel uns Vorbild sein kann
  • Aufzählen, wo es nicht passt
  • Gibt es andere Tiere, von denen wir lernen können
  • Die Hauptperson ist aber Jesus, der Esel diente nur


Quellennachweis


  • Inhalt und Bild:
 Forum Kind Heft 3/09, Seite 9. Genaueres über Esel in der Bibel und zwei Lektionsvorschläge für die Arbeit mit Kindern erläutert der Autor. © Copyright www.forum-kind.ch
  • Autor: Hans Forrer

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Die Autoren: Irmgard, Ramba
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