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Handpuppen

Zuletzt bearbeitet am 10. September 2012
Handpuppen

Wie bedient man eine Handpuppe? Ist es schwer oder simpel? Dieser Artikel gibt dir darüber Auskunft wie du am besten mit einer Handpuppe spielst, das es für die Kinder auch echt ankommt.


Was ist an Handpuppen denn so besonders?

Handpuppen sind:

  • "live" und lebendig
  • farbenfroh
  • lustig
  • ungefährlich / nicht bedrohlich
  • vielseitig anwendbar
  • Aufmerksamkeit erregend

Kinder reagieren einer Puppe gegenüber sehr positiv.

Sie sehen die Puppe als realen Charakter und identifizieren sich mit ihr.

D.h. "in der Puppe" kann der Erwachsene Kind werden, einer von ihnen, und begegnet den Kindern auf ihrer Ebene. So darf die Puppe z.B. Fragen wagen, die sich ein Kind nicht zu stellen traut. Oder ganz frei Ängste und Probleme aus dem Alltag der Kinder ansprechen ("wir sind ja unter uns"). Die Puppe lockt Kinder aus der Reserve, denn Kinder akzeptieren Dinge von einer Puppe, die sie von einem Menschen / Erwachsenen nicht hinnehmen würden.

Puppen können darum auch benutzt werden, um heikle Themen in einer unbedrohlichen Weise zu behandeln. Sie sind geeignet für therapeutische Gespräche / Seelsorge mit Kindern.

Auch, wenn Erwachsene oder Teenager es nicht zugeben mögen: auch sie lieben die Puppen!


Zur Technik: Wie werde ich ein/e Puppenspieler/in

Die drei Grundregeln

  1. Üben
  2. Üben
  3. Üben

Puppenspiel ist nicht schwer und kann gelernt werden. Zwei Dinge sind am Anfang hilfreich:

  • vor dem Spiegel üben und ausprobieren: was ich selbst gesehen habe, kann ich am besten beurteilen und korrigieren (Videoaufzeichnungen von Aufführungen sind eine sehr wertvolle Hilfe!)
  • nicht lange warten vor dem ersten "Auftritt"- einfach anfangen. Die Faszination der Puppe an sich macht vieles wett, was man anfangs noch nicht so drin hat.

Dennoch immer wieder bewusst üben, konzentriert spielen und Freunde um Korrektur bitten - man gewöhnt sich schnell Fehler an, die man dann nicht so schnell los wird. Wenn man sich an die wichtigsten Regeln der Technik hält, kann man allerdings auch nicht viel falsch machen.

Grundlegendes zum Umgang mit Puppen

Sorgfalt und Sauberkeit

Meistens sind Puppen nicht billig. Will man sie lange nutzen können, muss man sie sorgfältig behandeln und sauber halten.

Werkzeug - nicht Spielzeug

Das muss zuerst dem Spieler / Besitzer klar sein, und dann auch den Kindern. Wer Kinder mit seinen Puppen spielen lässt, riskiert nicht nur die Puppe, sondern auch deren Ausstrahlung auf die Kinder.

Wenn nicht im Gebrauch: außer Reich- und Sichtweite

Für Kinder sind Puppen lebendig. Darum sollte man die Puppe vor nie offen herumliegen lassen, solange Kinder in der Nähe sind. Sie wirkt dann "tot" und besonders ein kleines Kind könnte meinen, die Puppe sei "gestorben". Abgesehen davon ist die Verführung für Kinder zu groß, mit der Puppe zu spielen (s.o. 2.).

Zum Schutz der Puppe und ihrer Wirkung auf die Kinder ist ein eigener Behälter (Koffer, Tasche...) für die Puppe das Beste. Darin ist sie am sichersten und sollte bis zum Gebrauch und auch direkt danach dort verstaut werden.

Die Sache mit dem "Beißen"

Kinder (v.a. jüngere) neigen immer dazu, einer Handpuppe in den Mund zu fassen, erwarten aber gleichzeitig auch immer, dass der Mund zum Zubeißen da ist. Schnappe mit einer Puppe grundsätzlich nicht nach Kindern und versichere ihnen, dass sie nicht beißen wird.

Komme mit Puppen, die große Köpfe und entsprechend große Münder haben, Kleinkindern nicht zu nahe. Sie erkennen sie nicht als Puppe und können ernsthaft Angst bekommen!


Grundlegendes zur Handhabung

Die natürlichste Haltung: falsch!



Die korrekte Haltung: richtig!

Finger stillhalten und nur den Daumen bewegen! Für den Puppenspieler unnatürlich und anstrengend, aber nur so wirkt die Puppe beim Sprechen natürlich: Nicht der ganze Kopf bewegt sich, sondern nur der Unterkiefer.

(Sich die falsche Bewegung abzugewöhnen, kostet Zeit und Übung; eine Hilfe zum Training: Zeigefinger über den Mittelfinger legen)



Das A und O: Der Augenkontakt!

Für Kinder sind Puppen real und wirklich - darum ist der Augenkontakt mit der Puppe genauso wichtig wie mit einer Person.

Normalerweise steht die Puppe so hoch über den Kindern (Spieler steht, Kinder sitzen; Puppenbühne...), dass die ganze Hand in der Puppe non-stop nach unten gerichtet sein muss, um den Augenkontakt herzustellen.

Meist hilft schon die Konzentration: "Wohin sieht die Puppe gerade?" - bei unkonzentriertem Spiel wird die Puppe sehr schnell über das Publikum hinwegstarren und -reden.



Die richtige Gestik: Reden und Bewegung

Reden

  • den Mund bei JEDER Silbe öffnen!
  • den Mund nicht weit offen stehen lassen, wenn die Puppe gerade schweigt: vor und nach dem Wort ist der Mund zu, bzw. ganz leicht geöffnet (ein zugepresster Mund macht einen verkniffenen Eindruck!).
  • keine "Fliegen fangen"! (d.h. beim Reden kein ruckartiges Vorbewegen des Kopfes, Schnappen; dazu neigt man sehr schnell!)

 

Übung:                   Rosen sind rot                                  

                               Veilchen sind blau,                           

                               Puppen sind wunderschön                

                               und das bist Du auch!                                  

Die Stimme

  • Bauchreden ist eine schöne Sache und hat eine große Wirkung, aber auch sehr schwer. Es dauert lange, bis man es kann, und dann muss es ständig trainiert werden, weil man es so schnell verlernt.
  • Gibt man der Puppe eine eigene Stimme und bleibt beim Spiel konsequent dabei, kann man auf das Bauchreden gut verzichten. Zusammen mit einer natürlichen und lebendigen Gestik hat die Puppe eine so faszinierende Wirkung, dass der Zuschauer meinst gar nicht mehr auf den Mund des Spielers schaut.

Bewegung

  • Die Puppe ist in ihrer Mimik ausschließlich auf die Mundbewegung beschränkt. Das macht aber überhaupt nichts, denn durch bewusste Kopf- und Mundbewegung kann eine Menge wettgemacht werden!
  • Schon ganz minimale Bewegungen können einen großen Unterschied machen (s.o. leicht geöffneter Mund wirkt locker, verschlossener Mund wirkt verkniffen).
  • Nahezu jede Gefühlsäußerung kann mit der Puppe dargestellt werden. Dazu braucht es nur ein wenig Überlegung und Übung - dann wirken Puppen so lebendig, dass die Zuschauer sofort erkennen, was "in ihr" vorgeht und was sie will.
  • Besonders ausdrucksstark sind Puppen, deren Arme und Hände auch bewegt werden können. Die lebendige Wirkung steigert sich um ein vielfaches, wenn die Gestik sich nicht nur auf den Kopf beschränkt!


Zur Anwendung: Tipps für die Praxis

Der Charakter der Puppe

  • Soll die Puppe natürlich wirken, braucht sie eine eigene Persönlichkeit, einen eigenen Charakter. Sie muss "ihre" Gefühle zeigen und eine eigene Meinung haben.
  • Darum: entwerfe eine Persönlichkeit für Deine Puppe! Gib ihr: Name, Geschlecht (bei manchen Puppen nicht eindeutig), Alter, Vorlieben und Abneigungen, Hobbys, Eigenschaften (gute wie schlechte)... Definiere ihre Beziehung zu Dir, zu Freunden, Eltern, Schule / Kindergarten. Orientiere Dich dabei auch daran, wo, wie und wozu Du diese Puppe einsetzen willst. Wenn Du die Puppe neu hast, spiel einfach etwas mit ihr herum - manches kommt da von selbst ohne lang zu überlegen. Auch in der Praxis entwickelt sich dann der Charakter, den Du ihr gegeben hast, und festigt sich mit der Übung.
  • Bleib beim Spiel / in einem Programm unbedingt bei diesem Charakter! Eine Änderung des Namens, Benehmens, Alters... verwirrt das Publikum. Wenn man eine Puppe öfters in einer bestimmten Gruppe verwendet, steigert der Wiedererkennungseffekt ihre Wirkung!

Das Verhalten der Puppe

  • Der große Vorteil der Puppe gegenüber dem Menschen ist, dass sie alles darf: Sie darf alles fragen, darf alles sagen. Sie darf sogar unhöflich oder respektlos sein! Damit sollte der Puppenspieler aber unbedingt ein bestimmtes Ziel verfolgen, sonst übernehmen die Kinder das schlechte Beispiel.
  • Puppen sind Vorbilder, weil Kinder (und Erwachsene) sich unbewusst mit ihnen identifizieren. Das Verhalten der Puppe kann Kindern z.B. zeigen, dass sie sich trauen dürfen, zu fragen. Dass ihre Fragen und Zweifel an sich nicht schlecht oder falsch sind. Die Puppe kann in einer gespielten Situation vormachen, wie man auf gute Weise reagieren oder handeln kann.
  • Einfach nur Spaß machen mit der Puppe hat absolut seinen Platz und seine Berechtigung. Aber bleib da nicht stehen. "Verspiele" nicht die genialen Möglichkeiten, die das Puppenspiel bietet, um die Kinder etwas zu lehren. Überlege Dir konkrete Ziele und wie die Puppe dabei helfen kann, diese Ziele zu erreichen. 

Die Puppe und Gott

Die Puppe wirkt zwar lebendig und ihr Plus ist die Identifikation der Kinder mit ihr. Aber sie ist kein Mensch, sie "spielt" den Menschen nur. Das Kind darf nicht so sehr vom Puppenspiel abgelenkt werden, dass es in Bezug auf Gott Wirklichkeit und Spiel durcheinanderbringt. Oder Gott als Teil des Spiels missversteht. Damit sind dem Puppenspiel in der christlichen Kinderarbeit gewisse Grenzen gesetzt:

  • Eine Puppe kann sich nicht bekehren. Jesus ist nicht für Puppen gestorben. Ein Puppenspiel oder ein Gespräch mit der Puppe über Jesus kann zu einem Punkt führen, wo der Spieler die Puppe beiseite legt, den Faden aufgreift und die Kinder persönlich anspricht.
  • Eine Puppe kann nicht beten. Gebet ist Gespräch mit Gott und sollte nicht nur "gespielt" werden. Auch hier kann man mit der Puppe zum Gebet hinführen, die Puppe weglegen und einfach zum Gebet übergehen.
  • Die Puppe sollte niemals respektlos gegenüber Gott, Jesus, der Bibel... sein!

Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten

Interpretation von Liedern

  • Kinderlieder von CD abgespielt werden von Puppen auf der Bühne "gesungen" - eine tolle Einlage zu allen möglichen Anlässen, sogar im Freien! Gut als Einstieg geeignet, um Aufmerksamkeit zu erregen, oder als Auflockerung zwischendurch.
  • Am besten das eine Lied, das vorgeführt werden soll, auf eine einzelne CD brennen (vorsichtshalber noch eine "Sicherheitskopie" machen).
  • Englische Lieder: nur, wenn sie entweder sehr gut bekannt sind, oder lediglich als Programmauflockerung gedacht sind.
  • Kinderlieder vorher sorgfältig prüfen, ob überhaupt geeignet à Vor dem ersten Üben das Lied analysieren:

-               die Stimmen: männlich? weiblich? wie alt (Kind / Erwachsener)? à passendePuppen wählen

-               wie viele Puppen werden benötigt: Solostimmen (mehrere?) / Duette etc. /Chor?

-               Länge des Liedes: lange Lieder müssen abwechslungsreich sein oderabwechslungsreich gestaltet werden, damit sie nicht ermüden!

-               lange Pausen im Lied (Instrumentalsolo o.ä.): was machen wir damit?

  • die Probe:

-               das Lied mehrmals, immer wieder aufmerksam anhören

-               Absprachen mit den anderen Spielern treffen: Chor- und Soloparts verteilen,Gags einbauen, Liedaufbau gestalten (am besten Steigerung; Abwechslung musssein!)

-               Choreographie entwerfen (Notizen machen!) / Bewegungen koordinieren -sowohl Stillstand als auch Hektik vermeiden. Auf- und Abgang nicht vergessen.

Geschichten und Puppenspiele (nach Skript)

  • kleinere Stücke zum Thema in Gruppenstunden; Anspiele als Gottesdiensteinlage (zu einem Thema oder Anlass); ganze Theaterstücke z.B. als evangelistischer Event zum Einladen (z.B. Weihnachtsstück...)
  • bestehende Hörspiele / Anspiele nutzen, wenn sie geeignet sind; ggf. überarbeiten
  • selber Stücke schreiben (z.B. zu bestimmten Themen oder Anlässen): es können biblische Geschichten oder Situationen aus dem Alltag gespielt werden. Sie müssen der jeweiligen Situation angepasst werden. Bei Kindern ist wichtig, dass das Thema immer für sie und ihren Alltag relevant ist!
  • Erarbeitung eines Stücks:

-               die Idee mit mehreren durchsprechen, ein Ziel formulieren

-               Wie kann die Idee umgesetzt werden (Anzahl der Spieler, Aufbau des Stückes,welche Bühne notwendig...)?

-               die Charakteren entwickeln: (Wie alt? Was für ein Typ? Wie redet er? Wiebewegt er sich? Was sind Lieblingsphrasen und -ausdrücke? Wie verhält er sichden anderen Charakteren gegenüber? Womit gebe ich ihm den besonderen"touch"? s.o. III.A.)

-               Je ausgefeilter die Persönlichkeit Deiner Puppe, desto lebendiger und realistischerwirkt sie bei der Aufführung!

-               Erst jetzt beginnen, das Stück / den Dialog zu schreiben!

  • am besten das Stück für die Aufführung als Hörspiel auf Kassette aufnehmen bzw. CD brennen!

-               dann können die Spieler sich auf ihr Puppenspiel, Auf- und Abgang, Gestik...konzentrieren und müssen dabei nicht auch noch ihre Texte sprechen

-               d.h. man braucht den Text nicht lernen und kann ihn auch nicht vergessen

-               es vereinfacht das Üben, verhindert Pannen und Hektik während der Aufführung

-               man braucht keine Mikrophone hinter der Bühne

-               Spezialeffekte, Geräusche, Musik... können leicht mit eingebaut werden

-               die Spieler sind austauschbar (z.B. wenn wegen Krankheit jemand ausfällt)

-               Achtung: bei der Aufnahme Pausen nicht vergessen, wenn sich Szenen ändern,Puppen abgehen o.ä.!

-               Ein Sprecher kann Zusatzinformationen in diese Pausen weitergeben (z.B. "Amnächsten Morgen in der Schule:...", "Zwei Tage später:...")

-               Eine Kassette / CD pro Stück und je eine Sicherheitskopie von allem! 

  • ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN...!

Dialog mit der Puppe (freies Gespräch)

Vor, nach oder während einem Bühnenstück

Eine Person vor der Bühne redet mit der Puppe (leitet Stück ein; unterbricht, um eine Frage zu stellen; greift nach dem Stück das Thema auf, um es auf die Kinder anzuwenden...). Gut geeignet, um eine Brücke zwischen dem Geschehen auf der Bühne und dem Publikum zu schlagen.

"Meine Puppe und ich"

Der Puppenspieler unterhält sich mit seiner Puppe und dem Publikum.

(Alternative: eine Person spielt nur die Puppe, eine andre Person unterhält sich mit der Puppe.)

  • die vielseitigste und am wenigsten komplizierte Art des Puppenspiels: man braucht keine Bühne, weniger Absprachen, keine ausgefeilten Konzepte und Skripts, man kann flexibel auf jede Situation eingehen, mit dem Publikum im Gespräch ein Thema entwickeln und sich voll auf die jeweilige Situation einlassen...
  • ABER es braucht viel Übung! Ein grobes Konzept ist eine Hilfe, aber manche Situationen schmeißen selbst das schönste Konzept durcheinander. Üben kann man es nur durchs Ausprobieren und Routine - Learning by Doing! Einfach los und dranbleiben!
  • UND es braucht viel Konzentration! Du musst zwei Personen gleichzeitig sein, mit zwei Stimmen sprechen (wenn möglich diese nicht vertauschen!), gleichzeitig spontan auf das Publikum eingehen.
  • Übe vor dem Spiegel, nicht mit Deiner eigenen Mimik die Worte der Puppe zu unterstützen - das passiert nämlich automatisch (im Stehen kann man sich gut hinter der Puppe verbergen).
  • Lass die Puppe nicht "sterben", wenn Du selber sprichst. Sie muss lebendig bleiben, ist aber eine von Dir getrennte Person!
  • Man kann es üben, sich "gegenseitig zu unterbrechen" - ist sehr effektvoll und unterstützt den Eindruck, dass da zwei Personen im Gespräch sind.
  • Augenkontakt nie vergessen! Sowohl zwischen Dir und der Puppe, als auch zwischen der Puppe und dem Publikum.

Der Umgang mit einer Bühne

Die verschiedenen Altersgruppen und die Bühne

  • 2-3 Jahre: keine Bühne verwenden.

Die Kinder würden doch nur dahinter schauen. Stattdessen mit der Puppe am Arm herauskommen und sie den Kindern vorsichtig vorstellen. Dadurch wird den Kindern die Angst genommen.

  • 4 Jahre: noch keine Bühne verwenden.

Die Kinder möchten den Puppenspieler immer noch gerne sehen und werden nur unruhig, wenn sie das nicht können. Ein normaler Tisch anstelle einer Bühne eignet sich gut.

  • 5 Jahre: normale Bühne verwenden.

Die Konzentrationsspanne ist lang genug, dass die Kinder einer Geschichte folgen können.

  • ab 6 Jahre: Bühne und Zubehör können unbeschränkt verwendet werden.

Die Beschaffenheit der Bühne

Mit ein wenig Vorstellungskraft kann man aus allen möglichen Dingen eine "Bühne" machen: Klavier, Rednerpult / Kanzel, Möbelstücke aller Art...). Egal, was als Bühne verwendet wird, Bühnen müssen grundsätzlich:

  • stabil sein (besonders, wenn man sie im Freien verwendet)
  • die richtige Höhe haben (ca. 15cm über dem Kopf des Spielers à längeres Puppenspiel ist nur möglich mit ganz ausgestrecktem Arm! zweiteilige Bühnen: niedriger Teil ca. 1,20m, hoher Teil ca. 1,80m) - die Höhe muss auf den größten Spieler abgestimmt sein! Man muss sich vor dem Bau überlegen, ob die Spieler hinter der Bühne knien oder stehen sollen!
  • ausreichend Platz bieten, damit man sich dahinter bewegen kann (besonders, wenn mehrere Spieler beteiligt sind).
  • ansprechend sein, aber nicht zu bunt - die Puppen sollen immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

Weitere Anregungen:

  • Vor dem Bau einer Bühne erst ein Modell anfertigen, um die Funktionalität in der Praxis testen zu können.
  • Kissen, Styroporplatten, Hocker, Knieschoner... entlasten die Gelenke. Puppenspiel hinter der Bühne ist harte Arbeit!
  • Kulissen hinter der Bühne können auf Blocks o.ä. gestellt werden, damit sind sie höher und bilden einen guten Hintergrund. Vorsicht bei der Farbwahl - die Puppen müssen davor immer gut zu sehen sein!
  • Fenster: innen mit dunklem Stoff verhängen (das Publikum sieht nicht hinter die Bühne und die Puppen sind gut sichtbar)
  • Requisiten können die Bühne noch interessanter gestalten (z.B. Auto vor dem Haus, Pflanzen...)
  • Verschiedene Ebenen machen die Bühne zusätzlich noch vielseitiger (Haus mit Fenstern, Mauer, Auto, Mülltonne davor - über ein Loch erreichbar,...)

Das Verhalten hinter der Bühne

  • Den Arm mit der Puppe immer voll durchstrecken – nur so hält man längere Zeit durch. Das Gewicht der Puppe ist nicht zu unterschätzen - wenige Minuten kosten eine Menge Kraft.
  • Nie an die Bühne lehnen oder sich darauf stützen! Es ist peinlich, wenn sie umstürzt oder zusammenbricht!
  • Auf- und Abgang bewusst wählen und üben (immer gut geeignet: "Treppen")
  • Der imaginäre Bauchnabel der Puppe sollte auf dem Bühnenlevel gehalten werden
  • Der Zuschauer darf den Kopf oder Arm des Spielers nicht sehen (beim Proben beobachten lassen)
  • Keine Hektik hinter der Bühne!

Die Verwendung von Requisiten

  • Requisiten machen jedes Stück lebendiger und realistischer, sie schaffen Atmosphäre. z.B.. Ball, Schirm, Bibel, Sonne, Instrumente...
  • ABER: Requisiten müssen vorsichtig und bewusst ausgewählt werden! Lieber zu wenig als zu viel! Man muss die Puppen noch "finden" können...
  • Sie müssen gut sichtbar an Puppe oder Bühne angebracht werden, dürfen aber die Bewegungen der Puppe oder der Spieler hinter der Bühne nicht einschränken.
  • Requisiten werden beweglich, indem man sie an Stäben befestigt (so kann man z.B. einen Ball "fliegen" lassen)
  • Requisiten können selbst gebastelt, aber auch gekauft werden. Spielzeug- und Bastelläden bieten eine reiche Auswahl an geeigneten Dingen.
  • Mit ein wenig Phantasie kann man Puppen das gewisse "Etwas" verleihen: Brille, Sonnenbrille, Mütze, Krawatte...


Bildnachweis

  • Titelbild: Juropaarchiv, www.juropa.net

Quellennachweis

Juropaarchiv


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