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Flanellbilder - Molton neu entdeckt

Zuletzt bearbeitet am 20. August 2014
Flanellbilder - Molton neu entdeckt

 

Neue Flanellbilder als Erzählhilfen zum Selbermachen


Allgemein zu Flanell

  • Verwendung in der Schule
  • Verwendung in der christlichen Kinderarbeit
  • Konkurrenzprodukte
  • Fazit
    Interessanterweise schliessen die "christlichen Moltonfiguren" eine Lücke in der Vielfalt der Medien, die das Kind jeden Tag erlebt. Vielleicht mit ein Grund, warum das Erzählen mit Molton nach wie vor Kinder in den Bann des Geschichtenhörens ziehen kann.
    Der Aufwand lohnt sich! 

Verwendung von Flanell

  • als veränderbares Bild
    Der Erzähler erzählt die Geschichte, indem er fortlaufend und vor den Kindern die Figuren und Gegenstände zeigt, einführt, anheftet und bewegt. Die bedingt eine gute Vorbereitung, da man sich auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren muss: auf den Inhalt der Geschichte und auf eine richtige und sinnvolle Darstellung der Figuren. Ideal für Geschichten mit viel Action und Ortswechsel, z.B. Mose, Paulus, Jesus.
  • als gleichbleibendes Bild
    Der Erzähler fügt mit fortlaufender Geschichte immer mehr Détails zum Gesamtbild hinzu und verwandelt das leere Tuch in ein wunderbares „Gemälde“.Die einzelnen Figuren bleiben bis zum Schluss der Geschichte da, wo sie hingeklebt wurden. Ideal für Geschichten, die nur an einem Ort spielen, z.B. im Palast (Esther, Daniel), am See oder im Haus (NT)
  • als symbolische Figuren
    Der Erzähler zeigt mit symbolischen Figuren von oben oder von vorne betrachtet, wie sich eine Szene abspielt: Zuerst kam Jesus (rund, weiss), dann die Ehebrecherin (rot, viereckig) und dann die verurteilende Menge (blau, dreieckig) mit den Pharisäern (grün,..). Einfach zu handhaben und geeignet zur Förderung der eigenen Fantasieund zum besseren Verständnis des Ablaufes einer Geschichte. Ideal für Geschichten mit vielen Personen und Bewegungen.
  • als Texte (Lieder, Titel)
    Zu Beginn oder am Ende einer Geschichte wird mit einem Titel, einem Hauptgedanken oder eines zentralen Bibelverses die wichtigste Botschaft unterstrichen und erklärt. Passende Lieder werden Strophe für Strophe einzeln hingeklebt, so weiss das Kind immer, welcher Text des Liedes gelesen werden muss (für Vorschulkinder auch mit Zeichnungen möglich)
  • als Vertiefung
    Nach einer erzählten Geschichte kann man die wichtigsten Figuren auf die Seite nehmen und mit ihnen sprechen oder ihnen eine Sprechblase an den Mund legen mit einer zentralen Botschaft. Mit zusätzlichen Symbolen kann man auch nicht darstellbare Wahrheiten der Bibel symbolhaft erklären (der Heilige Geist, der Schutz der Gläubigen, etc.)

 

Vorteile und Chancen von Flanellbildern

  • fröhlich, farbig, kindergerecht und anschaulich
  • leicht transportierbar, i.d.R. A4-Format, daher auch leicht aufzubewahren
  • auch ohne Strom verwendbar (draussen, unterwegs, im Zeltlager)
  • hinter den Figuren kann man sich eine Erzählhilfe („Spick“) aufschreiben und die Figur zwischen sich und die Kinder halten
  • die Kinder identifizieren sich stark mit den Figuren und leben in dieser gezeichneten Erzählwelt.
  • bewegliche Figuren leben, sie gehen, wandern und bewegen sich. Und zum Sprechen nimmt der Erzähler sie in die Hand.
  • Das gesamte Moltonbild am Schluss der Geschichte kann über eine Woche hängen gelassen werden und erinnert das nächste Mal noch lebhaft an das Gehörte.
  • Eine einmal vorbereitete Geschichte kann man immer wieder verwenden. 
  • Es gibt nicht nur einen Stil, wie man mit Flanellfiguren arbeiten underzählen kann. Jeder findet mit der Zeit seine eigene Erzählart.
  • Flanellfiguren sind – mehr als andere Medien – an vielen verschiedenen Orten einsetzbar: Kinderwochen, Kinderlager, Jungschar, Sonntagsschule, Kinderstunde, zu Hause mit den eigenen Kindern, etc.
  • selbst hergestellte Flanellfiguren sind preisgünstig 
  • interaktive Gestaltungsmöglichkeiten siehe Tipps

Nachteile und Grenzen von Flanellbildern

  • eine fest installierte Flanellwand oder ein aufgehängtes Moltontuch muss organisiert werden
  • eine Hauptfigur kann nicht für zwei Geschichten verwendet werden („nein, das ist nicht David, das ist doch der Mose!“)
  • keine Spontaneität möglich, was man nicht vorbereitet hat, kann man nicht mehr hinschreiben oder –zeichnen wie bei der Wandtafel oder beim Whiteboard.
  • Den Kindern wird in gewisser Weise die Fantasie der eigenen Vorstellung genommen, wie die biblischen Figuren ausgesehen haben.
  • eigene Figuren herzustellen oder passende zu finden, ist zeitaufwändig.
  • Die gekauften Flanellfiguren sind in der Regel zu klein für Gruppen ab 20 Kindern.
  • Gekaufte Figuren kosten für Einzelpersonen viel -> Vorschlag: als Team kaufen.
  • Flanelltafeln zu kaufen ist nicht speziell günstig: Moltontuch 1.70 der Laufmeter für 30 Fr. oder zusammenlegbare Tuchtafeln für 115 Fr. Flanell. Haftkartonstreifen beflockt kosten 13.50 (20 Stk à 5 x 70 cm) und farbiger Haftkarton in verschiedensten Farben im Format 50 x 70cm pro Stk. 6 Fr.

Tipps beim Erzählen mit Flanellbildern

Uebe immer zuerst alleine, wo die einzelnen Figuren beim Erzählen zu kleben kommen und schreibe oder zeichne es dir als Hilfe auf. 

Halte Moltonfiguren nie am Kopf, es tut ihnen – in den Augen der Kinder – weh. 

Schreibe einen Erzählspick hinter die einzelnen Figuren 

Lege die Figuren umgekehrt in der richtigen Reihenfolge unter die Flanellwand bereit. Schreibe die Reihenfolge mit Nummern auf die Rückseite. grosse schlecht klebende Figuren kann man mit Stecknadeln sichern. 

an der Moltonwand kann man nebst den Erzählfiguren auch reale Gegenstände aufhängen (mit Schnur oder Nagel befestigt), die zur Geschichte passen (z.B. ein Strohhalme, ein Brot, Fesseln, etc.) 

Die Kinder spielen nach der Geschichte sehr gerne mit den Figuren selbst. Gib ihnen dazu Anleitung, damit es geordnet abläuft. 

Ueberlege dir von Anfang an ein gutes System zur Aufbewahrung der Figuren (Hängeregistratur, Zeigetaschen, Kartonschachteln, ...) 

Lange dünne Moltonstreifen geben schnell das Gefühl von Dreidimensionalität oder Landschaft, z.B. einen Horizontstreifen oder ein angedeutetes Haus. 

Lass die Kinder selbst Moltonfiguren hinkleben, wenn sie wissen, wie die Geschichte weitergeht oder lasse sie raten. 

Lass die Kinder zuerst selbst Moltonfiguren herstellen oder ausmalen, mit denen man nachher die Geschichte erzählt („so, jetzt kommt der Mose dran, den Marc ausgeschnitten und angemalt hat“) 

Es lohnt sich Flanellfiguren selber herzustellen, entweder als Ergänzung zu bestehenden Bildern oder bei speziellen Geschichten, zu denen es keine Moltonbilder gibt: 


Herstellung von Flanellbildern

  • Für eigene Moltonfiguren muss man nicht die teuren Flanellpapierbogen verwenden, es genügen die selbstklebenden Moltonstreifen oder selbst aufgeklebte grössere Moltonpapierteile. 
     
  • Mache die Moltonfiguren lieber etwas zu gross und im einfachen Stil, damit auch 40 Kinder die Figuren gut sehen können. 
     
  • telle Moltonfiguren mit Hilfe einer Kartongliederpuppe her, damit alle ungefähr dieselbe Grösse haben und im selben Stil gezeichnet sind. 


Quellennachweis:

Inhalt:     copyright: Ruedi und Claudia Kündig, Hauptstr. 12, 8363 Bichelsee, www.kuendigs.ch 

Titelbild: Clipart mit freundlicher Genehmigung des Verlages buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart - www.ejw-buch.de


Die Autoren: Irmgard
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