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Erarbeiten eines Semester- oder Quartalprogrammes

Zuletzt bearbeitet am 09. November 2014
Erarbeiten eines Semester- oder Quartalprogrammes

Dieser Artikel gibt eine kleine Hilfestellung für die Erstellung eines Semester- oder Quartalprogrammes.


Weshalb ein Semesterprogramm?

  • Sitzungen während dem Semester werden wesentlich kürzer, da bereits ein Teil vorausgeplant ist. Man hat deshalb auch mehr Zeit für Austausch, Auswertung und sonstige Anliegen.
  • Abwechslung im Programm ist gewährleistet. Zusätzlich kann ein roter Faden durch das Semester gezogen werden.
  • Kurzfristiges Planen benötigt Improvisationstalent. Man führt Dinge durch, welche bereits altbekannt sind und kann keine neuen Sachen ausprobieren.
  • Einheitsprogramme können besser realisiert werden, weil genügend Denkzeit vorhanden ist.

Wie planen?

Ein Semesterprogramm wird am besten als ganzes Team zusammen geplant. So können alle Leiter ihre Ideen einbringen und das ganze Programm wird dadurch abwechslungsreicher gestaltet. Für die Planung eines Semesterprogrammes kann je nach Erfahrung des Team etwa ein halber bis zu einem Tag eingerechnet werden für die Planungssitzung.


Wann planen?

Versucht die Planungssitzung spätestens vor dem zweitletzten YS-Nachmittag anzusetzen. So habt ihr bis zum letzten Nachmittag noch genug Zeit um euer Programm zu erstellen und am letzten Nachmittag im Semester an die Kinder zu verteilen.


Ablauf einer Planungssitzung

Nachfolgend werden einige Schritte vorgestellt, welche helfen können ein Semesterprogramm gemeinsam zu planen.


1. Gebet

Startet eure Sitzung mit einem Gebet. Ladet Gott ein, dass er euch bei der Planung hilft.


2. Standortbestimmung

Eine Standortbestimmung hilft das weitere Vorgehen zu bestimmen. Wertet das vergangene Semester aus. Habt ihr eure gesetzten Ziele erreicht? Was war schwierig? Was sollte beibehalten werden?


3. Ziele

Setzt euch Ziele. Gesetzte Ziele motivieren. Kein Ziel zu haben demotiviert hingegen.

  • Ziele dienen der Orientierung: Ziele sollten so gesetzt werden, dass sie als Orientierung dienen. Fortschritt wird dadurch immer wieder sichtbar.
  • Ziele sind Team-Ziele: Jeder im Team muss am gleichen Strick ziehen und zwar in die gleiche Richtung. Wer nicht mtzieht ist Ballast. Ein bisschen dabei sein genügt nicht. Jeder Leiter muss sich mit den Zielen identifizieren können.
  • Ziele werden kommuniziert: Wenn auch die Gemeindeleitung oder die Gemeinde die Ziele kennt, werden sie eher bereit sein, Unterstützung zu geben.
  • Ziele brauchen Verantwortliche: Für jedes Ziel braucht es einen Verantwortlichen, der versucht das Ziel umzusetzen.
  • Ziele treiben ins Gebet: Wer ein Ziel vor Augen hat, wird vermehrt dafür beten.

Die von euch gesetzten Ziele können durchaus die Planung des Semesterprogrammes beeinflussen (z.B. das geistliche Konzept).


4. Geistliches Konzept

Der wichtigste Kernpunkt der YS-Programme ist die Bibel. Aus diesem Grund gehört zur Planung eines Semesterprogrammes auch dazu, ein entsprechendes geistliches Konzept zu planen. Das bedeutet ihr bestimmt bereits im voraus für jeden Nachmittag, was ihr den YS an diesem Nachmittag aus der Bibel mitgeben wollt (Hauptaussage).

  • Lest das biblische Buch / ein anderes Buch (mit geistlichem Hintergrund) und teilt es in sinnvolle Abschnitte für die einzelnen YS-Nachmittage. Anstelle eines biblischen Buches können auch Themen gewählt werden (z.B. Wunder von Jesus / Gleichnisse / ...)
  • Analysiert jeden Abschnitt und erarbeitet eine Hauptaussage heraus.

Das geistliche Konzept kann auch gut vor der eigentlichen Planungssitzung vorbereitet werden. Bestimmt dazu in einer Sitzung vor der Planungssitzung das Thema. Anschliessen kann eine Person (oder auch mehrere) das geistliche Konzept im Vorraus erstellen.


5. Themenwahl

Aufgrund eurer Ziele und dem geistlichen Konzept wählt ihr nun ein passenden Oberthema für euer Semesterprogramm. Mit Vorteil wählt ihr hier ein Thema, welches inhaltlich zum geistlichen Konzept passt. Es darf durchaus auch sein, dass das Oberthema gleich ist wie das geistliche Konzept. Themen können sein:

  • biblische Geschichten, Personen, Bücher, ...
  • Biografien
  • Abenteuerthemen wie Ritter, Piraten, ...
  • Lebensthemen wie Freundschaft, Suchtprävention, ...
  • Themen aus der Kultur und Geschichte wie Eskimo, Römisches Reich, Hugenotten, ...
  • Themen aus der Natur, Technik, ...
  • ... eigentlich gibt es hier keine Grenze.

Mit der Zeit werdet ihr feststellen, dass sich einige Themen eher für ältere Kinder
und einige eher für jüngere Kinder eignen.


6. Programmideen sammeln

Sammelt alle möglichen Ideen zum Thema und zum geistlichen Konzept und haltet diese fest. Das können sein:

  • Programmideen zu Spielen, Basteln, Outdooraktivitäten, ...
  • Ideen für Theater
  • Material, Requisiten
  • Passende Anlässe wie Museum, Baden, ...

7. Planungsbogen ausfüllen

Nachdem ihr Ideen gesammelt habt, geht es nun darum die Nachmittage grob zu planen. Arbeitet dabei am Besten mit einem Planungsbogen. Auf dem Planungsbogen sind jeweils die einzelnen Nachmittage aufgelistet.

Was gehört alles auf einen Planungsbogen?

  • Termine: Am wichtigsten und oft zeitraubendsten ist das festlegen der Daten für die geplanten Anlässe. Dabei soll einerseits eine Regelmässigkeit eingehalten, andererseits aber auch möglichst alle überschneidenden Termine berücksichtigt werden. Die Termine werden mit Vorteil auch bereits vor der Planungssitzung von einer Person in Absprache mit der Gemeinde festgelegt.
  • Absenzen: Es sollte festgehalten werden, welche Leiter an welchem Anlass abwesend sein werden. Ergänzt diese Liste während dem Semester laufend.
  • Aktivität und Andacht: Nebst der Aktivität gehört das Andachtsthema in Semesterprogramm. Schon zu diesem Zeitpunkt wird für jeden Programmpunkt ein Verantwortlicher bestimmt. Er erhält seine Aufgabe nach Gaben und Erfahrung zugeteilt. Junge Leiter werden mit Hilfe des Demo-Wir-Du-Prinzips einbezogen.
  • Infos an die Kinder: Was ist mitzunehmen (Bibel, wasserfeste Kleidung, Velo, ...)? Wo trifft man sich? Gibt es einen Imbiss/Znacht? Wann ist Schluss?
  • Sonstiges: 
  • • zu reservierende Räumlichkeiten
  • • Material (Schwimmwesten, Zelte, Seile, ...)
  • • Gastredner und Spezialisten anfragen
  • • Geburtstage von Kindern und Teenies
  • • Daten von Nachbarsjungscharen, wichtige Veranstaltungen (die allenfalls gleichzeitig stattfinden)

Nicht jedes der oben aufgeführten Details muss direkt an der Semesterprogrammsitzung diskutiert werden. Es muss jedoch klar sein, wer für die Abklärung zuständig ist.
Mithilfe eurer Vorüberlegungen und diesem Planungsbogen könnt ihr nun das Semester planen.
Der Planungsbogen sollte auf einen Blick eine Übersicht über die einzelnen Nachmittage geben.


8. Einladung gestalten

Nachdem ihr die Termine, Themen etc. fest gelegt habt, gestaltet ihr eine ansprechende, informative und übersichtliche Einladung.



Datei- und Bildnachweis

  • Titelbild: zur Verfügung gestellt durch Lukas Leuenberger / Jungschar Arth
  • Planungsbogen: zur Verfügung gestellt durch Lukas Leuenberger / Jungschar Arth

Die Autoren: LukiLeu, Ramba
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