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Das Leben Gehasis - Diener Jesu Christi sein

Zuletzt bearbeitet am 13. August 2014
Das Leben Gehasis - Diener Jesu Christi sein

Andachtskurs für jeden Tag einer Woche mit Thema:

"DIENER JESU CHRISTI SEIN"

Dazu betrachten wir das Leben Gehasis, des Dieners Elisas


Vorwort

In Markus 10. 35 – 45 wird uns berichtet, wie Jakobus und Johannes den Herrn baten, zu seiner Rechten und zu seiner Linken in der Herrlichkeit sitzen zu dürfen. Als die anderen Jünger das hörten, wurden sie unwillig, denn jeder wollte natürlich einen dieser Plätze bekommen. Der Herr ruft sie zusammen und versucht, ihnen etwas Grundlegendes weiterzugeben: Im Gegensatz zu weltlichen Machtverhältnissen soll es unter Jüngern nicht so sein, sondern wer gross werden will, soll ein Diener sein. Jesus hat es ihnen vorgelebt: „Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“

Sogar am Abend vor seiner Kreuzigung stellt er nochmals unter Beweis, dass er gekommen ist, um zu dienen: „Ihr nennt mich Lehrer und Herr, und ihr sagt recht, denn ich bin es. Wenn nun ich der Herr und Lehrer, euere Füsse gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füsse zu waschen. Denn ich habe euch ein Beispiel hinterlassen, dass auch ihr tut, wie ich euch getan habe.“ (Vergl. Johannes 13, 4 – 17)

Keiner der Jünger hatte diese niedrige Aufgabe freiwillig übernommen. So war der Raum voll von stolzen Herzen und schmutzigen Füssen. Die Jünger waren bereit, um einen Thron zu kämpfen, aber nicht um ein Handtuch. Daran hat sich leider bis heute nicht viel geändert.

Das ist tragisch. Denn einerseits ist es eines der Hauptziele im Leben eines Christen, dem Bild des Sohnes (Jesu Christi) gleichförmig zu sein, was nichts anderes besagt, als sanftmütig und demütig in Selbstlosigkeit zu dienen. Auf der anderen Seite könnten die Ungläubigen an der Liebe die wir untereinander haben, erkennen, dass wir Jesu Jünger sind. Aber wenn die Liebe untereinander nicht vorhanden ist? Wenn der Stolz uns leitet und uns hindert, einander in Liebe zu dienen?

Wir wollen uns in dieser Woche einige Gedanken machen zum Thema „Diener Jesu Christi sein“. Dazu betrachten wir das Leben des Gehasis, des Dieners Elisas.

In den Erklärungen werden jeden Tag zwei oder drei Punkte angesprochen. Sicher ist alles davon wichtig. Trotzdem: Lass Dich an dem Punkt von Gott ansprechen, der für Dich wichtig ist. Denke darüber nach und lass anderes aus den Erklärungen im Hintergrund.

Lass Dir durch die Erklärungen auch nicht die Zeit zum Gebet und persönlichem Nachdenken nehmen.

                                                                                              Der Herr segne Dich


Andachtskurs

  1. 1

    Samstag, 2. Könige 4, 8 – 17

    Elisa kam auf seinen Reisen zwischen Samaria, Jesreel und anderen Städten regelmässig in Sunem vorbei, wo eine wohlhabende Frau wohnte. Dass diese Frau sehr gottesfürchtig war, sehen wir in der Tatsache, dass sie für Elisa ein Segen sein möchte.

     

    Offensichtlich hatte Elisa die Gastfreundschaft dieses Ehepaares schon einige Zeit genossen, als er sich eines Tages erkenntlich zeigen möchte. Durch Gehasi lässt er die Frau fragen, was er für sie tun könne.

     

    Wir möchten uns im Folgenden auf den Diener Gehasi konzentrieren und uns zum Thema „Dienen“ einige grundlegende Gedanken machen. 

     

    Bevor Du weiterliest, überlege Dir:

    • was Du Dir unter einem Diener vorstellst
    • welche Aspekte des Dienens Du im gelesenen Abschnitt erkennst
    • ob Du selber ein Diener bist

     

    Einander zu dienen, Diener zu sein ist ein zentrales Thema in der Bibel. Wie Du im Vorwort lesen konntest, war es das Ziel des Herrn, seine Jünger zu Dienern zu machen.

     

    In Römer 8, 29 lesen wir: „Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein.“ Jesus gleichförmig zu sein heisst unter anderem, ein Diener zu sein!

     

    Wir leben in einer sehr ICH-bezogenen Welt. Man macht etwas für sich, mit sich oder aus sich. Im Gegensatz dazu steht Phil. 2, 3 – 4. Wollen wir nicht anfangen, Wege zu suchen, um zu geben, anstatt immer zu denken, was man bekommen könnte? John Wesley hat es so ausgedrückt: „Tu allen Menschen auf alle mögliche Art Gutes, und zwar solange du kannst.“

     

    In 2. Kor. 8. 1 – 6 gibt Paulus den Gemeinden in Mazedonien ein gewaltiges Zeugnis. Überlege Dir, ob diese Verse auch auf dein Leben zutreffen. Wo möchtest Du dich konkret verändern und ein Gebender werden?

     

    Als Leonard Bernstein, ein berühmter Orchesterdirigent einmal gefragt wurde, welches das schwierigste Instrument sei, sagte er: „Die zweite Geige. Ich kann viele erste Geiger bekommen, aber einen zu finden, der mit Begeisterung die zweite Geige, das zweite Französischhorn oder die zweite Flöte spielt, ist wirklich ein Problem. Und dennoch, wenn niemand die zweite Geige spielt, haben wir keine Harmonie.“

     

    Bist Du bereit, die zweite Geige zu spielen? Bist Du bereit, statt im Rampenlicht zu stehen, hinter den Kulissen zu wirken, zu dienen, ohne dafür Anerkennung zu bekommen?

     

    Gehasi stand, wie wir diese Woche noch sehen werden, immer wieder im Schatten des grossen Propheten Elisa. Er spielte die zweite Geige und überliess die erste dem Propheten.

     

    Im heutigen Bibelabschnitt sehen wir, wie Gehasi im Hintergrund wirkt. Er vermittelt zwischen der Frau und dem Propheten. Gehasi hat ausserdem offensichtlich beobachtet, dass die Frau keinen Sohn hatte und vermutlich auch nie einen haben würde. Erstaunlich ist, dass er (im Gegensatz zu Sara, vergl. 1. Mo 18, 12 – 14) damit rechnete, dass Gott durch seinen Herrn, den Propheten Elisa dieses Wunder wirken könnte.

     

    Siehst Du die Not und Bedürfnisse um Dich herum? Bist Du bereit, in selbstlosem Dienst da ein Segen zu sein?


  2. 2

    Sonntag, 2. Könige 4, 18 - 28

    Schon bald nach der wunderbaren Geburt des Knaben wurde der Glaube der frommen Frau geprüft: Der Knabe starb auf ihren Knien. In ihren Überlegungen kam sie sofort auf Elisa. Sie liess sich von ihrem Mann einen Knecht und eine Eselin schicken, offensichtlich ohne ihm mitzuteilen, dass der Knabe gestorben war, weil sie fürchtete, dass ihr Mann sie dann nicht gehen lassen würde.

     

    Der Mann hinterfragte die Notwendigkeit, zum Propheten zu gehen. Daraus können wir vermuten, dass seine geistlichen Interessen eher oberflächlich und an Zeremonien orientiert waren (mit „Es ist weder Neumond noch Sabbat“, sagte der Mann, dass es doch gar keinen Anlass für ein religiöses Fest gebe.)

     

    Wie sind Deine geistlichen Interessen?

    Suchst Du die Gemeinschaft auf, weil man das als Christ „halt so tut“, oder weil es Dir ein echtes Bedürfnis ist?

     

    Mache Dir Gedanken zu Gal. 4, 10+11 und Hebr. 10, 24, 25

     

    Als die Schunemitin zu Elisa kam, wurde sie von Gehasi weg gestossen. Der Diener des Propheten hielt es offensichtlich für anmassend von der Frau, den Prophetenn zu belästigen. Wir begegnen hier einem Problem, das Diener oft zu haben scheinen: Das Problem der Überbehütung und des In-Besitz-Nehmens. Ein Diener steht in der Gefahr, einen engen Gesichtskreis zu bekommen, und die Bedürfnisse anderer, die nicht direkt im Zusammenhang mit seinem Dienst stehen, zu übersehen.

     

    So ging es auch Josua, dem Diener des Mose, als Eldad und Medad im Lager weissagten. Josua wollte, dass Mose sie davon zurückhalte, schliesslich war ja sein Herr, Mose, dem er diente als Mann Gottes dazu bestimmt, zu weissagen. (Vergl. 4. Mose 11, 24 – 30)

    Auch die Jünger des Herrn hatten dieses Problem. Vergl. Lukas 18, 15).

     

    Kennst Du dieses Problem in Deinem Leben?

    Oder wie reagierst Du, wenn Dir plötzlich jemand Deinen Dienst streitig macht? Wenn zum Beispiel jemand eine gute Beziehung zu Deinem Jungschärler aufbaut und ihn seelsorgerlich begleitet?

     

    Das Verhalten der Frau ist für ihre Situation typisch: Sie berichtet nicht, weshalb sie gekommen ist, sondern wie sie sich angesichts der Ereignisse fühlt.

    Kannst Du aus dem, was Dir die Jungschärler erzählen, erkennen, was sie wirklich beschäftigt.

  3. 3

    Montag, 2. Könige 4, 29 - 37

    Wie muss sich wohl Gehasi nach diesen Geschehnissen gefühlt haben?

    Wird er nicht dauernd übergangen?

     

    Da ist zuerst einmal die Mutter des Knaben. Sie glaubt offensichtlich von vornherein, dass Gehasi ihren Sohn nicht ins Leben zurückzurufen vermag. So klammert sie sich an den Propheten, ohne den Diener zu beachten und Vertrauen in ihn zu setzen.

     

    Kennst Du auch solche Situationen? Wirst Du manchmal im Jungschi-Team übergangen? Oder von Eltern der Jungschärler? Vielleicht übergehst Du aber manchmal auch selber andere Menschen!

    Überlege, wo Du in Deinem Dienst für den Herrn auf dieses Problem stösst und versuche es, als Chance anzusehen, Dich in Demut zu üben.

     

    Gehasi machte sich also auf, zum Haus der Schunemitin zu gehen, wie Elisa es ihm befohlen hatte. Auf dem Weg dorthin grüsste Gehasi niemanden, noch erwiderte er einen Gruss. Der Grund für diese „Unfreundlichkeit“ war der, dass bei solchen Begrüssungszeremonien jeweils viel Zeit verloren ging. Vielleicht wollte der Prophet, dass das Misslingen der Auferweckung des Knaben durch Gehasi nicht auf ein Zuspätkommen hätte zurückgeführt werden können!

  4. 4

    Dienstag, 2. Könige 4, 38 - 41

    Noch einmal erlebt Gehasi* eine ganz ähnliche Situation. Wieder hat er genau das getan, was ihm gesagt wurde. Und wieder hat er versagt. Dass er den toten Knaben nicht ins Leben zurückrufen konnte, können wir ja noch verstehen, das wäre ja auch ein gewaltiges Wunder. Aber nun kann er noch nicht einmal einen Eintopf kochen. Müssen da bei Gehasi nicht Minderwertigkeitsgefühle und Verlegenheit aufkommen? 

     

    Verstehst Du, er wurde immer vom Propheten überragt, obwohl er alles getan hatte, was ihm aufgetragen war.

     

    Versuche, Dich ehrlich mit Deinen Gedanken in ähnlichen Situationen auseinander zu setzen. Denke auch über Hebräer 6, 10 nach.

     

    Dieser Bibelabschnitt zeigt uns aber noch einen anderen, sehr schönen Gedanken auf. Die ganze Situation ermöglichte es Elisa, den Prophetenschülern und Gehasi Anschauungsunterricht zu erteilen.

     

    Zu dieser Zeit erlebte das Volk noch eine ganz andere Hungersnot. Es hatte sich abgekehrt vom lebendigen Gott und seinem Gebot, um sich der Baalsreligion hinzugeben. Das Volk hungerte geistlich.

     

    Elisa nahm Mehl – davon war zur Zeit einer Hungersnot wohl kaum viel vorhanden – und tat es in den Topf. Daraufhin war die Speise geniessbar. Elisa sagte damit den Prophetenschülern nichts anderes, als auch der Herr zu seinen Jüngern in Matthäus 5, 13 – 16.

     

    Wirkliche Diener, so wie Jesu Christi es in vollkommener Weise war, haben einen gewaltigen Einfluss. Jesus veränderte die Welt wie kein anderer Mensch es je tat. Ohne Heere zu führen, ohne Bücher zu schreiben, ohne wirtschaftliche Interessen, Geld oder Macht. Jesus kam, um zu dienen. Wenn wir dienen, dann sind wir Salz und Licht für die Welt.

     

    Ihr seid das Salz der Erde: Salz ist ein Konservierungsmittel und ein ganz spezielles Gewürz. Als ist erstaunlich nützlich. Denke einmal über alle praktischen, positiven Aspekte des Salzes nach und versuche, diese für ein Leben als Diener Jesu Christi zu deuten.

     

    Wenn aber das Salz fade geworden ist ...

    Das ist ein sehr ernster Satz. Was, wenn das Charakteristische eines Christen nicht mehr sichtbar ist und im Leben zum Ausdruck kommt? Humanismus, Welt- und Verstandesdenken sowie Materialismus sind in das Denken der meisten Christen sehr stark eingedrungen. 

     

    Wolfgang Bühne schreibt einmal: „Es hat sich ein Christentum etabliert, das weder attraktiv noch glaubwürdig ist“. 

    Möchtest Du ganz bewusst Salz sein?

     

    Ihr seid das Licht der Welt ...

    Auch das Licht hat Eigenschaften, die uns in Bezug auf „Diener sein“ einiges sagen können. Svindoll sagt: „Versuchen sie nicht zu zeigen, wie hell und strahlend Sie sind, leuchten Sie einfach!“

     

    Findest Du weitere Eigenschaften des Lichts, die Dir den Charakter eines Dieners verständlicher machen können?

     

     

     

    * In Vers 38 ist die Rede vom Diener des Elisa. Ob dies wirklich Gehasi war, ist nicht eindeutig, spielt für unsere Betrachtungen zum Thema „ein Diener Jesu Christi sein“ aber auch keine Rolle.

  5. 5

    Mittwoch, 2. Könige 4, 42 - 44

     

    Kennst Du diese Gefühle? Du kannst Dir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Du dies oder das bewältigen sollst. Dir wurde durch Misserfolge der Glaube genommen!

     

    Der Herr hat zu Paulus gesagt, dass seine Kraft in Schwachheit zur Vollendung komme (2. Kor. 12, 9). Menschliche Stärke steht dem Handeln Gottes oft nur im Weg.

    Auch Joseph kam immer wieder nur durch Misserfolg zum Erfolg. Führe Dir bei Gelegenheit sein Leben vor Augen (1. Mose 37ff)

     

    Was mir aber bei Gehasi immer wieder, und auch hier, positiv auffällt, ist sein Gehorsam. Auch wenn er den Glauben nicht aufbringen kann, gehorcht er dem Propheten. Dies bringt uns zu einem zentralen Gedanken: Der Gehorsam eines Dieners.

     

    Dienen und Gehorchen gehören zusammen wie siamesische Zwillinge. Allein das Wissen, wie ein Diener sein soll, macht den Diener nicht aus. Die notwendige Eigenschaft, die alles echt macht, ist der Gehorsam.

     

    Wie sieht es da bei Dir aus?

    Bist Du bereit, zu gehorchen? Gehorchst Du dem Herrn?

     

    Es ist doch immer wieder ermutigend, dass Jesus uns alles, was er von uns verlangt, selber vorgelebt hat. So lesen wir von seinem Gehorsam, dem Gehorsam bis zum Tod am Kreuz (Philipper 2, 8). Er wusste um die vor ihm liegende Freude und erduldete das Kreuz (Hebr. 12, 2).

     

    Es ist nicht immer einfach, zu gehorchen. Manchmal werden wir ungerecht behandelt oder übergangen. Gehorsam erfordert oft christusähnliche Selbstlosigkeit. Diener zu sein ist keine leichte Aufgabe. Aber Gott sieht jeden unserer Dienste, und er wird nichts vergessen oder unbelohnt lassen.

    Mache Dir Gedanken zu Galater 6,9 und zu 1. Kor. 3, 12 – 14.

  6. 6

    Donnerstag, 2. Könige 5, 9 - 14

    Offensichtlich gab es im Land noch einige Leute, die dem von Jerobeam eingeführten Baalskult trotzten und dem wahren Gott dienten. Dieser Mann sah vermutlich in den Prophetenschulen einen Ersatz für den gesetzlichen Gottesdienst und bracht die Erstlingsfrucht dahin. Damit konnte er das Gebot erfüllen (5. Mo. 18, 4), auch wenn es keine praktizierenden Leviten und Priester gab.

     

    Wir wollen uns wieder mit Gehasi auseinandersetzen. Nach all den Misserfolgen die er bis anhin hatte, scheint er den Glauben nicht mehr aufbringen zu können Es war offensichtlich, dass diese 20 Gerstenbrote niemals reichen würden.

    Aus dem heutigen Abschnitt können wir eine sehr wichtige Lektion lernen: Wieder sehen wir Gehasi, der genau das tut, was ihm aufgetragen worden war. Und wieder wird er ungerecht behandelt. 

     

    Er steht im Kreuzfeuer und muss den Zorn Naemans über sich ergehen lassen. Verstehst Du, Gehasi hatte sich diese Nachricht nicht ausgedacht, er überbrachte sie nur.

     

    Kennst Du Situationen, in denen Du ungerechterweise im Kreuzfeuer stehst? 

    Wie gehst Du damit um?

     

    Wir erkennen hier in Naeman einen stolzen Mann. Als Heeresoberster des Königs von Syrien war er es sich gewohnt, dass alle ihn mit Respekt und Hochachtung behandelten. 

     

    Dass der Prophet so völlig über seine hohe Würde und seine Schätze hinwegging und nicht einmal zu ihm heraus kam, verletzte seinen Stolz. Aber es war nötig, dass Naeman von seiner Höhe herabgeführt wurde, um in der rechten Stellung – als ein armer Aussätziger – vor Gott zu erscheinen.

  7. 7

    Freitag, 2. Könige 5, 15 - 24

    Naeman hatte sich gedemütigt und der Anweisung des Propheten Folge geleistet. Nachdem er sieben mal untergetaucht war (sieben steht wieder für ein Werk Gottes), erlebte er ein gewaltiges Wunder: Sein Fleisch war nicht einfach wieder rein, sondern so wie das eines jungen Knaben. 

    Ausserdem war er der Einzige, der in jenen Tagen vom Aussatz bereit wurde (Vergl. Lukas 4, 27).

     

    Nicht wie viele, denen wir vielleicht helfen, kam Naeman zurück, um Elisa und Gehasi zu danken. Die Geschenke, die er mitbrachte waren ca. 340 kg Silber und für ca. 1,7 Mio Franken Gold, dazu sehn Feierkleider. Elisa möchte die Geschenke aber nicht annehmen. Er möchte nicht, dass irgend jemand je sagen könnte, er habe dieses Wunder des Geldes wegen getan. Ausserdem ist er sich bewusst, dass nicht ihm die Ehre gebührt, sondern einzig dem lebendigen Gott.

     

    Wie gehst Du damit um, wenn Du geehrt wirst? 

    Stellst Du Dich nach eine Bewährung gerne ins Rampenlicht?

     

    PS: Achtung, jegliches Ablehnen von Liebesbezeugungen an Dir kann aber auch eine Ausdrucksform Deines Stolzes sein.

     

    Im Gegensatz zu Elisa, der hier absolut richtig handelte, versagt nun Gehasi. Menschlich betrachtet können wir ihn sehr gut verstehen, nach all den Misserfolgen, die er einstecken musste. Gehasi hatte gelernt, zu geben, zu gehorchen und die zweite Geige zu spielen. Aber er hatte nicht gelernt, zu vergessen und von sich wegzusehen. All das Schwere, das er immer wieder erduldete, bewegte seine Gedanken, und nun sah er die Gelegenheit gekommen, endlich dafür eine angemessene Belohnung zu bekommen.

     

    Ein Diener Jesus Christi muss vergessen können. Kannst Du vergeben und vergessen, wenn jemand an Dir schuldig geworden ist? 

     

    Kannst Du auch vergessen, wem Du Gutes erwiesen hast, oder führst Du Buch darüber und nährst deinen Stolz? Lies 1. Kor. 13, 4 – 7 und Matthäus 6, 1 – 4. 

    Ist es überhaupt möglich, im Sinne von „jegliche Erinnerung verlieren“ zu vergessen?

     

    Vielleicht hast Du Dir inzwischen einige Gedanken über Joseph gemacht. Joseph hätte allen Grund gehabt, seine Wunden zu pflegen und seine Vergangenheit zu verschmähen. Aber Joseph war ein Mann, der vergessen konnte. Seinen ersten Sohn nannte er „Manasse“, was „vergessen“ bedeutet. (Joseph konnte sich sehr wohl noch an Jakob und an seine Brüder erinnern, aber es kam bei diesen Erinnerungen weder Schmerz noch Zorn in ihm hoch).

     

    Auch Paulus war bereit, zu vergessen. Sowohl das Leid, das ihm angetan worden war (2. Kor. 11, 23 – 33, es geht um Diener!) als auch das Gute, das er geleistet hatte (Philipper 3, beachte Vers 13).

     

    Noch einmal wollen wir unsere Gedanken auf Gehasi richten. Ist dir aufgefallen, wie schnell Gehasi von einer Unaufrichtigkeit in die nächste kam? In Vers 20 gebraucht Gehasi dieselben Worte wie Elisa in Vers 16: So wahr der Herr lebt. Gehasis Absichten sind aber nicht gut und so missbraucht er hier den Namen Gottes In Vers 22 heuchelt und lügt Gehasi. Seine Bitte sieht sehr selbstlos aus. Auch später, vor Elisa (Vers 25) lügt Gehasi wieder. Aber das vielleicht Tragischste bei seinem Fehlverhalten ist, dass er einem Gott fernstehenden Heiden, Naeman, ein falsches Bild vom lebendigen Gott gab.

     

    Verstehst Du, Dein Fehlverhalten tut der Ehre Gottes Abbruch und erschwert es Ungläubigen, den wahren Gott zu erkennen.

     

    Wird in Deinem Leben der Charakter Gottes sichtbar?

  8. 8

    Samstag, 2 Könige 5, 25 - 27

    Ist Dir aufgefallen, worauf Elisa Bezug nimmt bei der Verkündigung des Gerichts über Gehasi? Er nimmt nicht Bezug au seine Lügen, auch nicht auf seinen Betrug, er nimmt Bezug auf die Zeit. „Ist es denn Zeit, Silber zu nehmen und Kleider zu nehmen ...“

     

    Der Herr weiss, wann es Zeit ist, seine Diener zu belohnen. Ich möchte Dir Mut machen, geduldig zu warten.

     

    Überlege dir, wo Du Lohn und Anerkennung für Dein Tun erwartest. Weißt Du, welchen Lohn Dir Gott versprochen hat?

    Lies Römer 6, 23 und Offenbarung 21, 1 – 7.

     

    Wie denkst Du über die Bestrafung Gehasis? Ist diese Strafe nicht zu hart?

    Gehasis Strafe war so hart, weil seine Sünde weitreichende Konsequenzen hatte, denn die Geschichte wurde vermutlich überall bei den Israeliten und Aramäern verbreitet.

     

    Ausserdem wird hier die schreckliche Tatsache deutlich, dass jemand jahrelang in der Gegenwart von gläubigen Menschen leben kann, ohne sich je selber persönlich für Gott zu entscheiden. Ähnlich wie sich Judas Ischariot am Ende der Zeit mit unserem Herrn als einen „Ungläubigen“ offenbarte, geschieht diese hier auch mit Gehasi.

     

    Indem Gott Gehasi mit Aussatz bestrafte, zeigte er, was in Gehasis Herz wirklich war.

     

    Lies Galater 2, 16 und Jakobus 2, 14 - 20

     

    Trotz des tragischen Ausganges der Geschichte Gehasis wollen wir uns nicht entmutigen lassen. Wir dürfen vieles durch sein Leben lernen. Es lohnt sich auf jeden Fall, ein Diener Jesu Christi zu sei.

     

    Mache Dir Gedanken zu Hebräer 4, 15, 1. Korinther 11, 31 + 32 und 1. Johannes 1, 9.



Quellennachweis

  • Titelbild: Clipart mit freundlicher Genehmigung des Verlages buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart - www.ejw-buch.de
    aus: Jungscharleiter Grafik-CD plus; Zweite überarbeitete Auflage 2002
    © buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart
  • Inhalt: BEJS-Andachtskurs:
    Swindoll C., Die Kunst des selbstlosen Dienens, CLV Bielefeld
    McClung F., Freundschaft it Gott, Wie überwinde ich meinen Stolz, Jugend mit einer Mission Frankfurt
    Handreichungen, Dillenburgerverlag Dillenburg
    Keil C. S. Buch der Könige
    Constable Thomas L., 1. und 2. Könige 

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