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Beten - etwas das uns gut tut

Zuletzt bearbeitet am 01. Februar 2016
Beten - etwas das uns gut tut

Beten ist für uns erwachsene Christen und Kinder aus gläubigem Elternhaus etwas Selbstverständliches. Wie aber können wir den anderen erklären, was Beten ist? 

Eine Lektion, die von verschiedenen Seiten das Gebet als Gespräch mit Gott beleuchtet.


Wie können wir den anderen erklären, was Beten ist?

Für sie ist Beten etwas Merkwürdiges. Man schliesst die Augen (macht man sonst nur, wenn man schläft), faltet die Hände (wo kommt diese Geste sonst noch vor?) und redet mit jemandem, den man nicht sieht. Da kann es schon mal zu Gekicher kommen!

Die nachfolgende Lektion soll helfen, besser zu verstehen was Beten wirklich ist.

Beten = reden mit Gott

Wir vergleichen das Beten (reden mit Gott) mit dem Naschen am Kühlschrank. Im Kühlschrank hat es viele gute Dinge. Wenn wir beten, kommen wir zu Gott und sprechen mit ihm. Wir erleben, dass das Gebet uns gut tut. 


Lektionsablauf

  • Singen
  • Einstieg mit Handpuppen
  • Biblische Geschichte, Theater
  • Anwendung mit Gegenständen
  • Bibelvers lernen mit Würfel
  • Kleingruppe Gebetswürfel basteln und Gebetsgemeinschaft

Material / Personen

  • 2 Handpuppen (oder Teenager)
  • Kühlschrank mit Inhalt: Merci, Pralinen, Glace, Antibiotika, Energy milk, Wasserflasche, ...
  • 2 Funkgeräte
  • 2 verschiedene Wollgarne, Schereund Meter
  • Plenumleiter (PL) + 2 zusätzlicheTheaterleute (Teenager)

Einstieg mit Handpuppen

Anstelle der Handpuppen könnten auch zwei Teenager die Szene spielen.

Zwei Handpuppen (Hansli und Charlie) spielen mit ihren Funkgeräten. Beim Funken gibt es Regeln. Charlie erklärt  dem Hansli die Regeln.

Charlie beginnt: «Charlie an Hansli - bitte antworten.» Hansli: «Hallo Charlie, wie geht es dir?» Charlie: «Nein das ist falsch. Du musst sagen: Hansli an Charlie, verstanden – bitte antworten.» Hansli: «Warum muss ich das?» Charlie: «Weil es beim Funken Regeln gibt, die man beach- ten muss. Ich darf erst reden, wenn du die richtige Antwort gibst.» Hansli: «Das ist ja mega kompliziert, aber beginnen wir noch einmal!» Charlie: «Also gut: Charlie an Hans- li, bitte antworten.» Hansli: «Was hast du gesagt? Ich habe dich nicht verstanden!» Charlie: «Schon wieder falsch! Wenn du es nicht verstehst musst du sagen: Nicht verstanden – wiederholen - antworten!»

So geht das eine zeitlang hin und her. Hansli findet das Funken sehr kompliziert und Charlie verzweifelt fast an Hansli.

Der Plenumleiter (=PL) unterbricht die Puppen und schickt sie ins Bett. Hansli antwortet mit: «Nicht verstanden – bitte nicht antworten». PL bleibt hart, die Puppen müssen ins Bett. Charlie erwidert daraufhin: «Wir möchten noch ein «Bettmümpfeli» aus dem Kühlschrank! Bitte!» PL: «Nein es gibt nichts mehr nach dem Nachtessen! Ihr geht jetzt ins Bett!» Hansli: «Erzählst du uns bitte noch eine Gutenachtgeschichte?» Charlie: «Oh ja, Bitte!» PL lässt sich erweichen. Er kennt eine Geschichte, die sehr gut zu ihrem Funken von vorhin passt. Die Puppen sind gespannt, was das für eine Geschichte ist. PL erklärt ihnen, dass etwas Ähnliches wie Funken in der Geschichte vorkommt: Beten. Die Puppen fragen, ob das auch so kompliziert sei wie das Funken, worauf der PL ihnen befiehlt, sich hinzusetzten und gut aufzupassen. Mit der Bibel in der Hand erzählt der PL die Vorgeschichte (Apg. 12,1-4) und sagt den Kindern, sie sollen gut aufpassen, was nachher passiert ist.


Biblische Geschichte

Anspiel zu Apg. 12,5-17

Zwei Personen kommen, begrüssen sich und tauschen über die Ereignisse in Jerusalem aus (Gefangennahme des Petrus). Sie treffen sich regelmässig im Hause der Maria um zu beten. Das wollen sie jetzt auch tun und Gott bitten, dass er hilft. Sie knien sich hin, falten die Hände und beten (stumm). Während sie still beten, könnten drei bis vier Bilder mit Beamer oder Hellraumprojektor gezeigt werden: Petrus im Gefängnis, Engel bei Petrus, Gefängnis offen, Petrus befreit. Danach klopft es plötzlich. Die Betenden schrecken hoch. Wer könnte das sein? Soldaten, die ihr Versteck gefunden haben? Einer (wenn möglich eine weibliche Person: Rohde) geht und schaut nach. Aufgeregt kommt sie und sagt, Petrus stehe vor der Tür. Zuerst will es die andere Person nicht glauben. Petrus klopft immer wieder, bis ihm endlich geöffnet wird. Petrus erzählt, was passiert ist, und verabschiedet sich dann, um sich in Sicherheit zu bringen. Die anderen freuen sich: Gott hat unsere Gebete erhört!

Nun kommen noch einmal die Puppen zum Zug: «Interessante Geschichte, aber das war früher.» PL fragt nach: «Weshalb denkst du das war früher?» Puppen erzählen Bei- spiele, wo sie beteten und Gott nicht geantwortet hat.

Hansli: Hat für die Probe nicht gelernt und dann gebetet, dass Gott ihm hilft – er erhielt eine schlechte Note! Charlie: Das Meerschweinchen war krank und ist trotz Gebet gestorben. PL: Gott belohnt unsere Faulheit nicht und er ist auch kein Automat, wo man sagen kann, was man will und dann kommt es ein- fach so wie gewünscht! Er weiss am besten was für uns gut ist!

PL erzählt in wenigen Sätzen die Geschichte von Amy Charmichel. Sie betete als kleines Kind um blaue Augen und meinte, dass Gott ihr Gebet nicht erhört hat. Später in Indien, als sie vielen Kindern helfen konnte, wurde ihr bewusst, dass sie diese Arbeit mit blauen Augen nie hätte tun können. Gott wusste das schon von Anfang an!

Die Puppen merken, dass auch ein Nein eine Antwort ist! Nur hören wir das nicht gern und meinen dann oft, Gott habe gar nicht gehört!

Der PL weist die Puppen darauf hin, dass es verschiedene Arten von Be- ten gibt und das Beten fast wie naschen am Kühlschrank ist. Die Puppen begreifen nicht ganz. Deshalb erklärt der PL ihnen das anhand des Kühlschrankes.


Anwendung

Der PL öffnet den Kühlschrank und nimmt:

  • Merci-Schokolade heraus. Es erinnert uns daran, dass wir Gott auch Danken können (Merci sagen), nicht nur Bitten oder Fürbitten) wie in den Geschichten vorher.
  • Pralinen heraus. Diese erinnern uns daran, dass wir Gott auch Komplimente machen können (Anbeten, erklären)!
  • Glace heraus. Glace ist an einem heissen Sommertag am besten. Sie erfrischt und tut gut, wenn es so heiss ist. Was tut uns beim Beten so gut wie Glace in der Hitze? Das Herz ausschütten, alles, was uns belastet, Angst macht, traurig stimmt oder bedrückt, dürfen wir Gott sagen! Das tut unendlich gut!
  • Energy milk heraus. Wir dürfen Gott auch um Kraft und Hilfe im Alltag bitten.
  • Antibiotika. Wäh – gruusig! Das hat bestimmt nichts mit Beten zu tun. Doch, denn wir sind alle krank! Damit ist nicht gemeint, dass wir alle Halsweh haben. Nein, unsere Herzen sind krank! Da gibt es Schuld (Sünde), die uns von Gott trennt und unser Gewissen plagt uns. Wir dürfen Gott alles sagen und ihn um Vergebung bitten, denn sein Sohn Jesus starb am Kreuz für unsere Schuld. (Gut erklären!)
  • Wasser heraus. Wasser ist lebenswichtig! Ohne Wasser sterben wir. Es gibt auch ein Gebet, das so wichtig ist wie Wasser. Dazu den Vers aus Johannes 4,14 lesen. Hier spricht Jesus selber über Wasser.

Das ist sehr kompliziert. PL erklärt es mit Wollgarn: Ein Stück von 70 cm abschneiden. Dieses Stück entspricht dem Leben eines 70 jährigen Menschen. Erzählt nun etwas über diese Person: Sie ging in die Sonntagsschule und hörte Geschichten aus der Bibel. Sie ging später auch noch in die Jungschar und hörte dort von Jesus, der für unsere Schuld (Antibiotika) gestorben ist. Er erkannte, dass er Vergebung braucht und wollte Jesus in sein Leben einladen. Dies hat er Jesus in einem Gebet gesagt. Jetzt wird ein zweiter Faden angeknüpft (relativ weit vorne,bei 10 -12 cm). Dieser läuft nun parallel zum anderen Stück, geht aber weit darüber hinaus, hört nicht mehr auf (Wollknäuel). Jesus meinte nicht gewöhnliches Wasser, er sprach von sich selber. Wenn wir ihn in unser Leben einladen, können wir einmal bei ihm im Himmel sein. Dieses Gebet ist also lebenswichtig für unser Leben nach dem Tod. (Ende Wollgarn = Tod, aber es geht bei Jesus weiter!) Wir können nur in diesem Leben zu Jesus kommen und ihn in unser Leben einladen. Nach dem Tod ist das nicht mehr möglich (es kann kein Faden mehr angeknüpft werden!).

PL fährt weiter, dass Jesus im Himmel bei Gott ist und unsere Gebete vor Gott bringt. Wir müssen keine Angst haben und dürfen Gott einfach alles sagen. Es spielt keine Rolle, wie wir beten (äussere Haltung erklären), und es spielt keine Rolle, wo wir beten (unterwegs, in der Schule, zu Hause, in der Kirche, auf dem Spielplatz): Gott hört uns und freut sich wenn wir mit ihm reden, und uns tut es gut!


Bibelvers lernen

Den Vers (Hebräer 4,16) auf sechs verschiedenfarbige Streifen schreiben (gleiche Farben wie Farbwürfel) und aufkleben (Flanelltafel oder mit Klebstreifen an eine Flipchart). Den Vers durchlesen und noch einmal kurz erklären. Danach darf ein Kind mit einem Farbwürfel würfeln. Den Farbstreifen der gewürfelten Farbe entfernen. Vers lesen. Das nächste Kind darf würfeln, Farbstreifen entfernen usw. Bei schon entfernten Streifen einfach noch einmal so lesen oder noch einmal würfeln lassen.

Zum Schluss beten und Gott danken, dass wir mit ihm reden dürfen und er auf uns hört.

Danach die Kinder in die Kleingruppen schicken.


Kleingruppe

In der Kleingruppe könnten Gebetswürfel gebastelt werden. Die verschiedenen Gebete erklären und gleich in den Kleingruppen Gebetsrunden mit dem Würfel machen.  



Quellennachweis


  • Inhalt und Bild:
 Forum Kind Heft 1/05, Seite 13 + 14. Eine Lektion, die von verschiedenen Seiten das Gebet als Gespräch mit Gott beleuchtet. © Copyright www.forum-kind.ch
  • Autorin: Mirjam Leuenberger, KIDS TREFF Bühne

Die Autoren: Irmgard, Ramba
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