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BESJ und Gemeinden

Zuletzt bearbeitet am 17. Juni 2015
BESJ und Gemeinden

 

Ziel der BESJ-Dienstleistungen ist es, junge Menschen für Jesus und die Gemeinde  zu gewinnen und sie bewusst zu fördern.


BESJ hat Hilfs- und Dienstleistungscharakter

Der BESJ geht davon aus, dass die Jungschar zur örtlichen Gemeinde gehört. Dies wird auch aus der gewählten Struktur des BESJ deutlich, in welcher die örtlichen Jungscharen Passivmitglieder und vom BESJ autonom sind. Der BESJ hat somit lediglich Hilfs- oder Dienstleistungscharakter. Zu­weilen kommen aber doch Unsicherheiten darüber auf, welche Aufgaben nun der BESJ und welche die Gemeinde wahrnehmen soll. Die nachfolgenden Ausführungen möchten dazu beitragen, allfällige Unsicherheiten zu beseitigen.

So ein Schlagwort klingt gut in den Ohren. Aber, hält der BESJ auch, was er verspricht. Ist diese Zielset­zung nicht zum Teil meilenweit von der Realität ent­fernt? Sicher, es gibt Orte, wo das Leiterteam und die Gemeindeleitung dieses gemeinsame Ziel unter­schreiben können und auch danach handeln. Dass dies nicht überall so ist, oder dass es einzelne Aspekte zu verbessern gibt, beweist der vorliegende Jahres­schwerpunkt. Wäre alles zum besten, wäre der Jahresschwerpunkt zum Thema Gemeinde überflüssig.Im Verlaufe der zurückliegenden Jahre hat der BESJ eine kontinuierliche Ausweitung erfahren. Diese hat unter anderem zur Folge, dass sich örtliche Jung-scharleiter in ihrer Tätigkeit da und dort vermehrt auf den BESJ berufen. Durch Kursbsuche und im persönlichen Gespräch haben sie einige Anregungen über neue kreative Formen der Jungschararbeit, über neue evangelistische Möglichkeiten, über Leiternachwuchs, interne Schulung, usw. erhalten. Viele dieser Impulse wollen sie in die Praxis umsetzen, was ja auch wünschenswert und erfreulich ist. Es gibt nicht schöneres, als wenn junge Herzen für Jesus brennen und dadurch kreativ werden. Wo nun diese Berufung auf den BESJ ohne Absprache mit der Gemeinde und/oder als Abgrenzung zu derselben geschieht, ist dies nicht in unserem Sinne. Dazu ist allerdings festzuhalten, dass solche Abgrenzungen manchmal auf mangelnde Flexibilität beider Seiten zurückzuführen ist. Oftmals ist auch die Einsicht, respektive die dazu nötige Erfahrung und Reife bei den Leitern noch nicht vorhanden. Damit diese aber wachsen kann, müssen die Jungen nicht selten die gleichen Fehler und eben die gleichen Erfahrungen sammeln wie damals die ältere Generation. Deshalb sollten Leiter auch einen Spielraum für neue Formen haben, begleitet und getragen von der Gemeinde. Daraus resultiert ein:


Herzhaftes Plädoyer für mehr gegenseitiges Verständnis

Der BESJ geht davon aus, dass die Jungschar zur örtlichen Gemeinde gehört. Dies wird auch aus der gewählten Struktur des BESJ deutlich, in welcher die örtlichen Jungscharen Passivmitglieder und vom BESJ autonom sind. Der BESJ hat somit lediglich Hilfs- oder Dienstleistungscharakter. Zu­weilen kommen aber doch Unsicherheiten darüber auf, welche Aufgaben nun der BESJ und welche die Gemeinde wahrnehmen soll. Die nachfolgenden Ausführungen möchten dazu beitragen, allfällige Unsicherheiten zu beseitigen.

Der BESJ versucht:  

1. Jungscharleiter durch Aus- und Weiterbildung für ihre Aufgabe zuzurüsten.  

2. Durch die Mitarbeit von Jungscharleitern in der Schulung, junge Menschen gezielt zu fördern. Hintergrund dazu bildet der Multiplika- tionsgedanken von 2. Tim. 2,2.  

3. Durch Beratung der örtlichen Gemeinde und der Leiterteams zu einer möglichst effizienten Jungschararbeit beizutragen. In Konfliktfällen kann der BESJ ebenfalls beratend wirken.  

4. Hilfen im strukturellen Aufbau der Jungschararbeit, insbesondere im Anliegen der Nachwuchs- förderung, anzubieten. Dabei darf die Ameisli-, Jungschar- und Teeniearbeit nicht isoliert be- trachtet werden.  

5. Geeignetes Material für die örtliche Arbeit an- zubieten.  

6. Regionale und überregionale Aktionen und Anlässe als Ergänzung, nicht als Konkurrenz, zum örtlichen Programm durchzuführen.  

7. Pfarrer und Prediger respektive die Gemeindeleitungen zu aktuellen Geschehnissen im BESJ zu informieren durch schriftliche Unterlagen, in mündlicher Art oder in persönlichen Gesprächen.  

8. Empfehlungen, Konzepte, Strukturmodelle mit den beteiligten Gemeindebünden abzusprechen, weil er dadurch nicht einfach in eigener Kompe- tenz in die Gemeinden hineinwirken will.

Der Hilfs- oder Dienstleistungscharakter des BESJ erschwert die Führung eines Verbandes wesentlich. Er birgt aber auch grossen Chancen in sich und der gewählte Weg der möglichst grossen Gemeindebezo­genheit bestätigt sich längerfristig betrachtet immer wieder. Letztlich soll die Gemeinde als die von Gott gewählte Form seines Reiches auf Erden gebaut wer­den. Deshalb stellt sich der BESJ voll und ganz zu ei­ner gemeindebezogenen Arbeit. Dies bedeutet aber nicht, dass der BESJ in seinen Schulungs­inhalten und Aktionen jeden Separatwunsch ei­ner Gemeinde be­rücksichtigen kann, da dies ei­nerseits die Schulung generell und andererseits ein inhaltlicher Aufbau der Ausbildungsangebote verunmöglicht. Was der BESJ nicht will und kann ist die direkte Be­treuung der Leiter am Ort. Selbstverständlich ge schieht diese in den Schulungsanlässen zum Teil sehr intensiv. Der BESJ will aber nicht bei Schwierigkeiten die erste Anlaufstelle sein und dadurch die Leiter an sich binden. Wir wollen bewusst, dass die Gemeinde diese Aufgabe wahrnimmt und erste An­laufstelle ist. Die geistliche Ausrichtung der Jungschar sicher­zustellen ist eine direkte Aufgabe der Gemeinde und nicht die des BESJ. Der BESJ nimmt ledig­lich dann mit der Gemeindeleitung Kontakt auf, wenn sich je­mand für einen Lagerleiter- oder Ausbildnerkurs an­meldet oder eine überge­meindliche Aufgabe (Regional- oder Kreisleiter) übernehmen möchte, so­wie wenn in einem Schulungskurs schwerwiegende Probleme mit einem Leiter auftreten.

Das Ziel einer gemeindeorienierten Ameisli-, Jungschar- und Teeniearbeit kann nur im gemeinsamen Anstrengungen, gemeinsamen Absprachen und gegenseitiger Befruchtung von Gemeinde und BESJ erreicht werden. Der BESJ versucht dabei auf die örtlichen Rahmenbedinungen Rücksicht zu nehmen, während die Gemeinden den übergemeindlichen, gesamtschweizerischen Charakter des BESJ berücksichtigen und die Tatsache, dass dem BESJ Jungscharen aus über 15 Denominationen angeschlossen sind.



Quellennachweis:

Inhalt: Jahresschwerpunkt 1993 "Gemeinde", Peter Blaser, Siegfried Nüesch, Martin Bihr, Hansruedi Tanner, Ueli Obrist, Johannes Wallmeroth, Peter Schulthess

Copyright: www.besj.ch

Titelbild:  Clipart mit freundlicher Genehmigung des Verlages buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart - www.ejw-buch.de


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