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Antworten auf oft gestellte Fragen

Zuletzt bearbeitet am 16. September 2015
Antworten auf oft gestellte Fragen

Workshop 1 zu Artikel Evangelisation ... füür dich

Wieso lässt Gott das Leid zu?

Wie erkläre ich den Unterschied zum Islam?

Braucht es einen Gott, wenn man die Naturgesetze und das Leben durch die Evolution erklären kann?

Ist Glaube an Gott etwas für die Schwachen?


Gott und das Leid der Menschheit


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    Wir Christen tendieren oft dazu, auf Fragen, ins besondere wenn sie provozierend sind, gerade mit Argumenten zurück zu schiessen. Wir vergessen dabei aber, dass es unterschiedliche Gründe gibt für die gleiche Frage! Es muss also zuerst abgeklärt werden ob es persönliche oder generelle Beweggründe für die Frage sind. Beide Beweggründe sind ernst zu nehmen, aber anders zu beantworten! In beiden Fällen ist es von grossem Vorteil zuerst herauszufinden, warum die Frage gestellt wird. Stelle Rückfragen (im Heft „Antworten auf oft gestellte Fragen, von Campus für Christus findest du einige Beispiele)!

    Die Menschen, zumindest die in der Schweiz, stehen heutzutage nicht mehr vor dem Kreuz. Bei uns stehen zwischen den Menschen und dem Kreuz ein Kirchenkultur-graben und einige Mauern, welche Fragen, Zweifel und von der Aufklärung eingetrichterte Argumente bezüglich dem Gott der Bibel symbolisieren.

    Diese Mauern können extrem verhärten, wenn wir Menschen nicht in Liebe begegnen und ihre Fragen nicht ernst nehmen. Beispielsweise werden Menschen, die von der Evolutionstheorie überzeugt sind, nur zu oft mit dem Argument abgespeist: „Wenn du vom Affen abstammen willst, ist das deine Sache – ich stamme jedoch nicht vom Affen ab!“ Was das bei einem tiefgründig denkenden Menschen, der sich in irgend einer Weise auf dem Gebiet der Naturwissenschaften klug gemacht hat, auslösen kann, ist bestimmt nicht besonders günstig für weitere Gespräche über den Glauben.

     

    Wichtige Grundsätze

    Drei Dinge sollen im Hinterkopf behalten werden, wenn wir dann auf die Beantwortung der Fragen eingehen.

    Keine der schwierigsten Fragen kann man ganz beantworten. Dies muss uns aber nicht beunruhigen, denn unser Auftrag ist es mit der Weisheit durch den heiligen Geist zu helfen, dass Menschen die Mauern so weit abtragen können, damit es möglich ist, einen glaubensschritt über den Rest der Mauer zu machen.  Über die Mauer hinweg – hin zum Kreuz! Für diesen Schritt sind nicht wir verantwortlich, sondern können das dem Wirken des Heiligen Geistes komplett überlassen – respektive liegt diese Entscheidung bei der Person selbst.

    Für jedes Gespräch gilt: Nicht die Person mit der anderen Meinung ist der Gegner, sondern der Kampf läuft auf der geistlichen Ebene ab! Gebet ist auf keinen Fall, auch bei noch so guten Argumenten, zu vernachlässigen!

    Man muss in jedem Fall der Person mit der Liebe begegnen und versuchen dessen Freundschaft zu gewinnen: Freundschaftsevangelisation! Menschen mit der Liebe Jesus als Freunde gewinnen, ihnen die Liebe Jesus vorleben und das Evangelium näher bringen – das ist Freundschaftsevangelium. In einer solchen Beziehung hat auch eine angeregte Diskussion, bei der man die Person etwas herausfordert, durchaus seinen Platz! Die Angst, die Freunde deswegen zu verlieren, ist verständlich, aber unbedingt am Kreuz zu deponieren!

     

    Ohne Fleiss kein Preis!

    Viel zu oft argumentieren wir mit Wissen vom „hören Sagen“ – was andere Religionen, die Wissenschaft und z.T. sogar was unseren eigenen Glauben an Jesus und das Wort Gottes angeht! Uns fehlt das Basiswissen, das Fundament, mit dem kein Erdbeben der Welt das Glaubens-Haus zerstören kann.

    Um das nötige Wissen und die nötigen Erfahrungen zu erlangen gibt es nichts anderes als „hart Arbeiten“! Die Bibel lesen und studieren, im Gebet die Fragen Gott hinzugeben, Bücher lesen, mit Menschen anderer und gleicher Ansicht über Themen diskutieren etc. Es lohnt sich nur schon, weil man näher an den Punkt kommt, die Welt mit Gottes Augen zu sehen, da wir so sehr auf seine Weisheit angewiesen sind. Weiter sieht man durch das Studieren z.B. anderer Religionen, dass man Gemeinsamkeiten hat. Ein Gespräch mit Gemeinsamkeiten zu beginnen ist bei weitem produktiver, da man über die Gemeinsamkeiten auf die Unterschiede zu sprechen kommen kann, um diese dann zu begründen. 

     

    Die drei Hauptgruppen der Fragen

    Es gibt drei Hauptgruppen von Fragen, die Menschen bezüglich dem Glauben an Gott haben:

    1. 1.Gott und das Leiden der Menschheit
    2. 2.Religionen und die Glaubwürdigkeit der Bibel
    3. 3.Schöpfung oder Evolution

     

    1. Gott und das Leiden der Menschheit
    Provokative Fragen und Aussagen

    • Kann es einen liebenden Gott geben, wenn es doch das Böse und das Leid gibt?
    • Würde ein liebender Gott jemals Menschen in der Hölle quälen?
    • Wo ist Gott, wenn unschuldige Kinder ums Leben kommen (Krieg, Krankheit, Hungersnot)?
      Entweder ist Gott nicht vollkommen GUT oder nicht vollkommen ALLMÄCHTIG – wäre Er beides, gäbe es kein Leid auf der Welt!

    Diese sind vermutlich die am häufigsten gestellten Fragen, da jeder Mensch irgendwann mit Leid persönlich konfrontiert wird! Zudem ist „Leid“ auch der häufigste gegen den christlichen Glauben vorgebrachte Einwand. Hier einige Ansätze, um die Fragen zu beantworten.

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    Freier Wille des Menschen

    „Ohne Freiheit keine Liebe – Freiheit ist der Preis der Liebe! Weil Gott die Liebe will, will Er die Freiheit, auch wenn in der Freiheit die Möglichkeit steckt, sie zu missbrauchen und so einander Leid zuzufügen“. J.B.Brantschen (14)

     

    Man stelle sich eine vollkommen gerechte Welt vor, die ganz ohne Leid ist. In dieser imaginären Welt müsste auch die Moral nach festen Gesetzen funktionieren, so wie unsere Naturgesetze. Die Strafe für falsches Verhalten würde sich wie körperlicher Schmerz auswirken. Wenn man in eine Flamme greift, wird man sofort mit einem warnenden Schmerz „bestraft“. Eine faire und gerechte Welt würde die Sünde ebenso sicher und schnell bestrafen. Diese Welt wäre gerecht und logisch – jeder würde wissen, was Gott erwartet. Es gäbe also keine echte Freiheit.  Alle Menschen würden richtig handeln, weil sie davon einen Nutzen hätten. Jede noch so gute Tat würde von unseren selbstsüchtigen Motiven sofort verunreinigt werden. Zudem würde es unmöglich sein, dass die Menschen Gott aus freien Stücken lieben und ihm deshalb gehorsam sind. Diese Anschauung ist schon sehr alt: Satan machte Gott den Vorwurf, dass Hiob Gott nur liebe, weil er ihn mit Segen und Reichtum „bestochen“ habe und behauptet damit, dass Gott es nicht Wert sei, um seiner selbst willen geliebt zu werden.

    Die freiwillige Liebe ist Gott so wichtig, dass Er all die Angriffe auf Hiob zulässt und es sogar in Kauf nimmt, dass unsere Welt zu dem wurde, was wir heute vorfinden. Um diese Liebe zu veranschaulichen benutzt die Bibel das Bild des Bräutigams und der Braut, welche sich aus freien Stücken lieben. In der imaginären Welt wäre Jesus hingegen der Bräutigam und die Gemeinde eine Mätresse: Die Mätresse wird vom Liebhaber verwöhnt, bestochen und eingesperrt!

    Philip Yancey benutzt folgendes Bild um zu veranschaulichen, was Gott für uns möchte:

    „Ein Vater, der seine geliebte kleine Tochter vor allem Schmerz bewahren möchte, würde sie unter Umständen daran hindern, laufen zu lernen. Sie könnte ja fallen! Er trägt sie deshalb ständig in seinen Armen herum. Mit der Zeit würde aus diesem verwöhnten Kind ein völlig lebensunfähiges Wesen, da nicht laufen kann und vollständig vom Vater abhängig ist.

     

    Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Um der freiwilligen Liebe willen schenkt Er dem Menschen den Freien Willen im Wissen, dass die Möglichkeit besteht, dass sich Menschen von Gott abwenden. Wenn wir davon ausgehen, dass Gott allwissend ist, d.h. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennt, wusste Gott in dem Moment, als Er die Schöpfung schuf, wie die ganze „STORY“ ausgehen würde. Gott schuf auch die Engel mit einem freien Willen, sonst hätte sich Luzifer (ein Cherubim) nicht gegen Gott auflehnen können, indem er sich über Gott stellen wollte. Gott stellte auch den Baum der Erkenntnis zwischen Gut und Bose in den Garten und wusste, dass beim Freien Willen des Menschen die Möglichkeit bestand, dass von dem verbotenen Baum gegessen werden könnte.

    Nun ist auch klar, dass es nicht geht, dass Menschen von Gott eine in ihren Augen „heile“ Welt bekommen, gleichzeitig aber mit Gott nichts zu tun haben wollen, geschweige denn eine persönliche (Liebes)-Beziehung!

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    Sündenfall

    Mit dem Essen der Frucht vom verbotenen Baum der Erkenntnis von Gut und Böse machten sich Adam und Eva sündig und mussten das Paradies verlassen, da Gott ganz ohne Sünde ist! Der Mensch und die ganze Schöpfung (1. Mose 3, 14-18) wurden bestraft und warteten seither auf die Erlösung (Röm. 8, 19-23) welche in Jesus vollbracht wurde. Der Mensch hat also seine Freiheit missbraucht und man kann vereinfacht sagen, dass der Mensch durch die Sünde (gr. Harmatia= „Ziel verfehlt“ oder in anderen Worten „getrennt  sein von Gott“) all das Leid in die Welt gebracht hat. Dass wir in einer sündigen Welt leben beschreibt Jesaja in 64, 5: „Wir alle sind von Unrecht befleckt, selbst unsre allerbesten Taten sind unrein wie ein schmutziges Kleid. Gewisse Menschen sind der uralten Meinung, dass jedem der Gutes tut, auch Gutes widerfährt, und wer Böses tut, auch bestraft wird. Dass dem nicht so ist, steht in Hiob 42, 6, als Elihu von Gott zurecht gewiesen wird. Es gibt wohl Fälle in der Bibel, bei denen aufgrund von Sünde von einzelnen das Gericht Gottes kam, jedoch kann nicht jedes Leid unmittelbare Folge persönlicher Sünde sein. Petrus unterscheidet zwischen Leiden als Folge persönlicher Sünde (1. Petrus 2, 20a), Leid, das nicht mit unserer Sünde zu tun hat (1. Petrus 2, 19) sowie der Möglichkeit, Gutes zu tun und (dafür) zu leiden (1. Petrus 2, 20, b)

    Leiden gibt es auf globaler, kommunaler und persönlicher Ebene. Der grösste Teil all dieser Leiden kann zurück geführt werden auf Sünde, respektive sünd- oder fehlerhaftes Handeln von Menschen. Beispiele in der Bibel gibt es viele: Die Amalekiter, Sodom und Gomorra und das Volk Israel kurz vor der Verschleppung durch die Assyrer. Das waren Menschen, die grausame Dinge taten wie Menschen opfern, wilde Orgien feiern etc., was Gott missfällt. Die Kriege und Katastrophen waren nicht einfach Völkermord an Unschuldigen – Gott benutzte sein Volk als seinen Gerichtsvollstrecker!

    Was ist nun aber mit dem restlichen Leid, was nicht direkt mit Sünde in Zusammenhang steht?

    Gott liess also die Möglichkeit wegen dem freien Willen offen, dass Böses geschehen kann. Das Böse kommt, so könnte man sagen, wenn sich Menschen für Böses entscheiden -  es entsteht Leid. Man kann deshalb jedoch nicht sagen, dass Gott das Böse geschaffen hat!

    Das Thema Leid wird in der Bibel nicht systematisch, philosophisch abgehandelt. Die Bibel ist ein praktisches Buch. Dennoch gibt es einige Stellungnahmen:

    1. Mose 1-2: Das Leid ist nicht Teil der ursprünglichen Schöpfungsordnung Gottes. Es gab kein Leid auf der Welt, bevor der Mensch sich gegen Gott auflehnte.

    Offenb. 21: Es wird kein Leid mehr geben, wenn Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen hat. Es ist also nicht Gottes Wille, dass die Menschen leiden müssen, aber Gott lässt Leiden zu.

     

     

  4. 4

    Allwissenheit Gottes versus Beschränktheit des Menschen

    Wenn man die wahren Begebenheiten der Bibel etwas im Überblick anschaut, erkennt man klar die Handschrift Gottes. Wir sind privilegiert, das Wort Gottes zu haben, das uns einen solch starken Einblick in Gottes Handeln gibt! Es stellt sich nun die Frage, was für ein Recht wir haben, den Schöpfer für etwas zu beschuldigen, das wir einfach nicht verstehen!

    Philip Yancey (2) behandelt ausführlich das Buch Hiob und kommt zum Schluss, dass das Buch die Frage nach dem „Warum“ nicht wirklich beantwortet, sondern vielmehr über den Umgang mit Leid spricht. Es ist ein Buch über den Glauben an Gott. Gott lässt uns in den ersten 2 Kapiteln hinter den Vorhang schauen, aber Hiob erfuhr bis zuletzt nichts von der „Wette zwischen Luzifer und Gott“! Ganz eindrücklich ist, obwohl es über 36 Kapitel hinweg um Leiden geht, beantwortet Gott die „Leidensfrage“ nicht, sondern Gott sagt zu Hiob in gekürzter Fassung: Bevor DU nicht ein wenig mehr verstehst, wie das physikalische Universum am laufen zu halten ist, sag mir nicht, wie ich das moralische Universum handhaben soll. Gott beschreibt in Hiob 38-41 seine Grösse, Allmacht, Allwissenheit, aber gibt im Kapitel darauf Hiob recht, seine Freunde waren falsch mit ihrem Gerede!

    À propos Unrecht. Im AT gibt es einige Berichte darüber, beispielsweise die vielen Frauen von Salomo, Ehebruch, gewisse Kriege, eine Hellseherin aufsuchen etc. Nur weil diese schlechten Dinge in der Bibel stehen, heisst dies noch lange nicht, dass Gott sie gut heisst!

     

  5. 5

    Leid kann uns zum Guten dienen

    Philip Yancey beschreibt sehr ausführlich, dass Schmerz als Ursache von Leiden, im Grunde genommen etwas Positives ist. Leprakranke Menschen haben kein Schmerzempfinden mehr und verstümmeln sich unbewusst indem sie z.B. mit der Hand zu nahe ans Feuer greifen. Ohne medizinische Behandlung werden die Extremitäten sehr schnell verfaulen. Schmerz ist also ein sehr nützliches Warnsystem. Durch den Schmerz ziehen wir die Hand sofort zurück. Es sind übrigens dieselben Zellen, die einen Schmerz weiterleiten, welche auch eine sanfte romantische Streicheleinheit weiterleiten. Faszinierend! Auch das Leiden (Schmerz) der Welt, kann als Warnsignal dafür betrachtet werden, dass etwas mit der Welt nicht stimmt.

    Wenn einen Leiden persönlich trifft:

    Wenn einen das Leid persönlich trifft, wird mit Sicherheit die Frage kommen: „Wieso ich? Wieso ist mir das passiert?“ Oft beginnen Menschen erst in schwerem Leid über Gott, den Tod und den Sinn des Lebens nachzudenken! Auch für Christen bedeutet von einem schweren Leid getroffen zu werden, sein Herz zu erforschen, ob wohl in irgend einem Lebensbereich Busse getan werden sollte. Jedoch ist höchste Vorsicht geboten bei Erklärungen für das Leid insbesondere anderer Menschen! Das Leiden wird also oft zum Megaphon Gottes, damit die Menschen sich endlich über Gott Gedanken machen.

    Philip Yancey (1) widmet einen Grossteil seines Buches der Frage, wie man Menschen im Leid begegnen und selber mit Leid umgehen kann. Unsere Reaktion gegenüber dem Leid kann enorm entscheidend sein über das zukünftige Leben – entweder man wird verbittert, wächst enorm im Glauben oder wird gar vom Leid befreit!

     

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    Das Leid bekämpfen

    „Sagt die eine Schildkröte zur anderen: „Manchmal möchte ich fragen, warum Gott Armut, Hunger und Ungerechtigkeit zulässt, wo Er doch etwas dagegen tun könnte.“

    Und die andere Schildkröte sagt: „Ich fürchte, Gott könnte mir dieselbe Frage stellen.“

     

    Interessanterweise kommen Anklagen wie z.B. „Wieso lässt Gott all dies Hungern in der Welt zu“ oft von Menschen, die nicht in der Situation sind! Genau diese Menschen könnten eigentlich etwas oder meist mehr dagegen tun, als dies der Fall ist!

    Jesus hat die Leiden der Welt durchgemacht. Jesus ist da, Er ist in den tiefsten Tiefen unseres Lebens neben uns. Sind wir gebrochen? Er wurde wie Brot für uns geberochen. Werden wir von anderen verachtet? Er wurde verachtet. Jesus ist mit Schmerz, Leid, Trauer und Tod bekannt. Jesus hat sogar die Bedeutung des Todes verändert! Jede Träne der Welt ist auch seine Träne. Jesus hat das Leid mit all seinen Wundern bekämpft. Dieser Jesus hat uns Christen berufen, nach seinem Vorbild zu handeln. Durch die ganze Bibel hindurch kann man etwas feststellen: Gott benutzt Menschen, um sein Reich zu bauen. Er könnte das alles vermutlich auch von Engeln machen lassen. Gottes Plan isst, dass Menschen seine Liebe in Wort und Tat in die Welt tragen mit der Hilfe und Kraft des Heiligen Geistes! Dies ist natürlich für den Menschen nur möglich, da Gott den ersten Schritt auf den Menschen zu macht mit seiner Liebe und Gnade.

    Es ist kein Geheimnis, dass die Welt genug Nahrung hervorbringt, um jeden Menschen der Welt zu ernähren. Das Problem liegt beim Menschen!

     

    Anwendung

    Versucht nun gegenseitig (im Team, unter Freunden, in der Familie) den provokativen Fragen mit den erwähnten Argumenten zu begegnen. Benutzt dabei die Bibel so oft als möglich!

     


Religionen und die Glaubwürdigkeit der Bibel


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    Provokative Fragen und Aussagen

    • Führt letztendlich nicht jede Religion zu demselben Gott?
    • Es ist pure Arroganz zu behaupten, dass Jesus der einzige Weg ist!
    • Die Bibel wurde zuerst mündliche überliefert, später niedergeschrieben und zu guter Letzt wurden Korrekturen bei den Abschriften gemacht – da wurde doch sicher Allerhand verändert!
    • Können sich die Religionsvertreter einander nicht einfach in Ruhe lassen? Man kann ja voneinander lernen, anstatt einander zu bekriegen!
    • Wie ist der Kreuzzug mit der christlichen Nächstenliebe zu vereinbaren (Kirchengeschichte ist voller Gewalt und Unterdrückung)?
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    Ist die Bibel Gottes Wort

    Im Buch „Die Fakten des Glaubens“ von Josh McDowell (5) findet man ganz ausführlich die Antwort auf die Frage, wie die Bibel entstanden ist – ein Muss für jeden, der zu diesem Thema Argumente finden möchte!

    Zur Zeit Abrahams wurde nicht einfach mündlich überliefert, sondern es gab schon die Keilschrift.

    Es ist erwiesen, dass zur Zeit von Moses schon auf Sein und Papyrus geschrieben werden konnte. Später wurde Pergament benutzt.

    Da all diese Medien die Zeitspanne von 3000 Jahren nicht ohne komplettes Vergilben überstehen, gab es in jeder Zeitepoche eine Art Berufsgattung, die für das Abschreiben der Texte verantwortlich war.

    • Um 200 v. Chr. wurde das AT zusammen gestellt., d.h. die vielen Schriften wurden von den Schriftgelehrten zu einem Paket zusammengestellt. Es gab auch für das NT einen Beschluss, was alles hinein gehört. Diesmal waren es die damaligen Kirchenväter (200-400 n. Chr.). Das war nötig, damit nichts zum Wort Gottes hinzugefügt werden konnte und kann.
    • Die älteste fast vollständige Bibel findet man in der Britischen Bibliothek in London. Den „Codex Alexandrinus“, geschrieben um 400 n. Chr. – also noch bevor Mohammed zur Welt kam!
    • Der wertvollste Fund sind die Schriftrollen vom Toten Meer, welche in der Zeit zwischen 200 v. Chr. und 100 n. Chr. abgeschrieben wurden. Es wurden auch viele ausserbiblische Bücher entdeckt, die in das religiöse Zusammenleben Einblick verschaffen. Diese Schriftrollen stimmen mit dem ersten vollständigen AT aus 900 n. Chr. überein.

    Viele Historische Beweise belegen die Zuverlässigkeit der Bibel – um nur einige zu nennen:

    • Abfolge der Könige und biblische Städte (überzeugen durch due Übereinstimmung mit archäologischen Funden)
    • Jericho (alle Mauern fielen nach aussen, was durch Ausgrabungen bestätigt wurde – normalerweise fallen Mauern nach innen!)
    • Sintflut
    • Stammfolge Abrahams
    • Der Einzug von Jacobs Familie nach Ägypten & Josephs Grab
    • Assyrische Invasion und Babylonische Gefangenschaft

     

    Wenn man über die Entstehung der Bibel gut informiert ist (von 40 Autoren über einen Zeitraum von 1500 Jahren geschrieben), ist das Argument, dass die Prophetien des AT im NT in Erfüllung gehen, ein sehr starkes Argument! Wir können mit den Schriften vom Toten Meer belegen, dass die Prophetien unmöglich nachträglich nachgebessert werden konnten.

    Auch für das Neue Testament findet man viele ausserbiblische Beweise für die Echtheit der Geschehnisse (Lee Strobel / Josh McDowell). Insbesondere was Jesus betrifft, gibt es viele ausserbiblische Berichterstatter, die über ihn berichteten. Z.B. Tacitus, ein Römer aus dem 1. Jh., der als einer der genauesten Historiker er antiken Welt gilt, der Jude Josephus (90 n Chr.) oder ein weiterer Römer namens Thallus (52 n. Chr.)

     

    Mit all den Argumenten kann man entweder glauben, dass die Bibel wahr ist, oder nicht. Falls man glaubt, dass die Bibel Gottes Wort ist und von der Echtheit der Überlieferung überzeugt ist, gibt es keine Möglichkeit für eine andere Religion, denn Jesus macht den Absolutheitsanspruch. „Ich  bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh. 14, 6)!

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    Hauptunterschiede zu anderen Religionen

    Der Hauptunterschied zwischen dem Glauben an die Bibel und den anderer Religionen ist, dass wir durch den Tod Jesu die Erlösung haben und nicht durch gute Werke uns selbst erlösen können. Wir sind teuer erkauft (1. Kor. 6, 20).

    Jesus ist im Gegensatz zu den „Religionsgründern“ der einzige, der von sich sagt, Gott zu sein. Alle anderen waren nur Lehrer oder Propheten, deren Grab nebenbei bemerkt auch nicht leer ist!

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    Was lehrt der Islam

    Aus all den Religionen, Sekten und Splittergruppen soll der Islam für einen Vergleich herbeigezogen werden, denn im Islam sehen wir uns mit vielen Argumentationen konfrontiert.

    Mohammed ist 570 n. Chr. zur Welt gekommen und heiratete mit 25 eine reiche Witwe. Mohammed musste nicht mehr arbeiten und hatte mehr Zeit für Meditation. In Mekka herrschte Polytheismus (der Glaube an viele Götter) und Mohammed kam zur Überzeugung, dass es einen einzigen Gott gibt, vermutlich beeinflusst von den dort lebenden Juden und Christen. Mit 40 Jahren erhielt er nach eigenen Angaben die erste Offenbarung durch den Engel Gabriel und war der Überzeugung, ein Prophet zu sein.

    Die Muslime glauben, dass Mohammed der letzte und somit der wichtigste Prophet ist – alle anderen Propheten der Bibel (Adam, Abraham, David und sogar Jesus, der aber nur als Prophet angeschaut wird), werden akzeptiert. Wenn es einen Widerspruch gibt, gilt das, was Mohammed gesagt hat.

    Im Islam gibt es auch unterschiedliche Richtungen, dennoch haben alle Muslime folgendes gemeinsam:

    • Sie glauben an einen Gott (Allah)
    • Sie glauben an Engel (Gabriel, der den Koran überliefert hat und zwei Engel, die jedem Menschen folgen: Der eine schreibt das Gute auf, der andere die schlechten Taten.)
    • Sie glauben an sie heiligen Bücher: Eines bekam Mose (5 Bücher Mose – „Torah“), eines David (Psalmen „Zabur“), eines Jesus Evangelien – „Injil“) und das letzte Mohammed – der Qur’an.
    • Sie glauben wie erwähnt an die Propheten, den Tag des Gerichts und an die Vorherbestimmung. Die Muslime haben keine Gewissheit darüber, ob sie gerettet werden oder nicht!
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    Missverständnisse der Muslime bezüglich der Bibel

    • Die meisten glauben, dass Christen an drei Götter glauben: Gott, Maria und Jesus
    • Der Ausdruck „Sohn Gottes“ wird verstanden, dass Gott eine Frau (Maria) genommen hat und einen Sohn produziert hat.
    • Der Tod von Jesus am Kreuz ist für den Muslim ein unwürdiges Ende für einen Gott! Der Tod von Jesus am Kreuz ist für Muslime nicht nötig für die Vergebung der Sünden.
    • Das Christentum ist eine westliche Religion. (Dem ist ja offensichtlich nicht so, da unsere Glaubens-Wurzeln im Volk Israel sind!)
    • Die Bibel ist nicht vertrauenswürdig – sie wurde über die Jahre hinweg vom Original abweichend verändert.

    Der Koran selbst ermutigt aber (in den Suren 5, 43-52, 70-72), an die Schriften (Bibel) zu glauben!

     

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    Das Evangelium von Barnabas

    Muslime behaupten, dass das Evangelium von Barnabas das einzig wahre sei. Darin wird behauptet, dass Jesus nicht der Sohn Gottes sei, Judas Iskariot, und nicht Jesus am Kreuz gestorben sei und dass Jesus das Kommen von Mohammed prophezeie.

    Die einzig bekannte Schrift des Barnabas-Evangeliums befindet sich in Venedig. In der Einleitung dieser Schrift werden Beweise geliefert, welche zeigen, dass diese Schrift eine Fälschung ist. Muslime haben jedoch die Einleitung weggelassen und diese Schrift publiziert! Barnabas war zudem auch nicht einer der zwölf Jünger. Dazu kommt, dass in keiner der alten Schriften vor dem 5. Jh. auch nur einmal das Evangelium des Barnabas vorkommt.

  7. 7

    Mohammed sei in der Bibel vorausgesagt

    Muslime behaupten, dass die Bibel den Propheten Mohammed voraussagt in 5. Mose 18, 15+18. In Jesus geht jedoch die Prophezeiung in Erfüllung als Er in Joh. 5, 46 sagt: „Wenn ihr Mose glaubet, so glaubet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben.“ Solch eine Referenz findet man nirgends im Koran!

    Man könnte noch auf viele weitere Argumente der Muslime gegen die Bibel eingehen. Ich möchte dich aber ermutigen, die Bibel gut zu studieren und wenn du in Kontakt mit Muslimen kommst, eines der am Ende aufgeführten Bücher zu lesen.

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    Wie erzähle ich einem Muslim von Gott

    Wichtig ist, wie ich in der Einleitung erwähnt habe, nicht primär zu argumentieren, aber in Liebe zuerst zuhören und heraus finden, was der Muslime genau glaubt. Nicht jeder Muslime glaubt genau gleich!

    Beginne mit den Gemeinsamkeiten wie z.B. Abraham, zeige dann den Heilsweg über David hin zu Jesus auf. Sprich auch darüber, wie du persönlich mit Gott betest – über die Beziehung zu Gott, wie man die Weisheiten von Gott im Alltag umsetzt und wie Jesus dein Leben persönlich verändert hat!


Schöpfung oder Evolution?

  • Provokative Fragen und Aussagen:
  • Braucht es einen Gott, wenn man die Naturgesetze und das Leben durch die Evolution erklären kann?
  • Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alle „Wunder“ der Natur durch die Wissenschaft enthüllt werden! Ist es nicht etwas naiv, beim heutigen Stand der Wissenschaft an Adam und Eva zu glauben?
  •  Glaube an Gott ist etwas für die Schwachen, die einen Lückenbüsser brauchen für alles, was sie nicht verstehen!
  • Die Entstehung und Weiterentwicklung der Organismen ist bewiesen!

Der grösste Fehler ist, wenn wir die Argumente der Evolutionisten aus Unwissenheit auf die leichte Schulter nehmen. Bei Evolution und Schöpfungslehre (= Kreationismus) wird oft auf dieselben Fakten geschaut, einfach mit einer anderen „Sonnenbrille“. Es werden andere Annahmen getroffen und dadurch entstehen andere Hypothesen.  


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    Ursprung – Urknallmodell mit vielen Lücken

    Wenn es einen Urknall gegeben hat, woher kommt dann die Materie für den Urknall und woher kommt die Ursuppe?

    Gott schuf die Welt aus dem Nichts durch sein WORT: Gott und die Bibel sind für uns kein Lückenbüsser, weil wir keine wissenschaftlichen Argumente für den Ursprung finden. Wir (Kreationisten) gehen von der Bibel als Fundament aus und versuchen wissenschaftliche Argumente für die Echtheit des Wortes Gottes zu finden – nicht umgekehrt!

     

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    Zeitrechnung

    Die gängigen Methoden wie z.B. die C14 Methode sind für die Zeitberechnungen über 1'000 Jahr hinaus äusserst ungenau, gerade, weil bei dieser Methode angenommen wird, dass in der Vergangenheit derselbe Anteil von radioaktivem C14 in der Atmosphäre war, was ja wirklich nicht der Fall sein muss. Die Evolutionisten halten sich (stur) an die Jahrmillionen-Einteilung der Gesteinsschichten und alles was nicht da hinein passt, wird verworfen.

     

    Man hat die Abtragung der Bergspitzen ausgemessen, welche 0,2 mm pro Jahr beträgt. Wären diese Berge 5 Millionen Jahre alt, wären diese Berge schon längst abgetragen! An anderen Orten in den Alpen werden die Berge noch immer ca. 1mm pro Jahr angehoben. Man stelle sich vor, wie hoch die Alpen sein sollten, wenn sie 10 Millionen Jahre alt wären: nämlich 10'000 m!

    Wenn die ersten Menschen vor 40'000 Jahren gelebt haben, so müssten heute 430 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Nun – man könnte annehmen, dass die Menschheit oft fast bis aufs Letzte ausgerottet wurde. Jedoch müssten wir dann tonnenweise Knochen vorfinden, was jedoch nicht der Fall ist.

    Ein etwas anderes Argument gegen die Zeitrechnung ist der Kambrium-Sprung:

    Im Präkambrium (vor 570 Mio. Jahren v. Chr.) gab es nur einzellige Organismen. Im Kambrium (ab 570 Mio. Jahr v. Chr.) fand man die ersten Versteinerungen, wie plötzlich aus dem Nichts. Diese Lücke in der Entwicklung von Einzeller bis zum Menschen, sogenannte Missing-Links sind ein weiteres Argument gegen die Evolutionstheorie. Diese fehlenden Bindeglieder (z.B. von Flugsaurier zu Vogel) werfen viele Fragen auf. Nur schon beim Übergang von Wassertieren zu Landtieren müssten enorm viele Anpassungen stattfinden wie z.B. müsste die höhere Eigenlast überwunden, ein neues Atmungskonzept erfunden und das Verdunstungsproblem gelöst werden.

     

  3. 3

    Zufall als Hauptargument der Evolutionstheorie

    Man muss wissen, dass die Evolutionstheorie den Zufall als treibende und den Selektionsdruck (der Fittere überlebt) als Richtung gebende Kraft sieht. Vereinfacht gesagt die Evolution möglich, wenn viel Zeit vorausgesetzt wird, da man mit gewissen Annahmen in der Wahrscheinlichkeit aufzeigen kann, dass der Zufall mit einer Richtung gebenden Kraft eine Veränderung möglich macht.

    Zur Wahrscheinlichkeitsrechnung muss man sagen, dass immer Annahmen getroffen werden, je nachdem wie man die annahmen trifft, wird die Evolution mittels Jahrmillionen möglich oder eben unmöglich. Da ich dich aber nicht mit Mathematik belästigen möchte, ein Beispiel zur Veranschaulichung:

    Das System unserer menschlichen „Anleitung“ (DNS) in der Zelle ist ähnlich wie der Morse-Code. Anstatt Punkt und Strich haben wir die vier Basen (hier als Buchstaben abgekürzt) A, T, G und C in unserem Code. Diese werden aneinander gereiht und damit können „Wörter und Sätze“ (Gene) geschrieben werden wie z.B. „Dieser Mensch hat braune Augen“. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich sinnlos Punkte und Striche morse und durch Entschlüsseln des Morsecodes ein sinnvolles Buch entsteht aus Wörtern und Sätzen? Die DNS in jeder winzigen Zelle ist, auseinander gerollt, durchschnittlich 6 cm lang. Ein Modell der DNS mit einem Meter Durchmesser müsste 1350 Millionen Kilometer emporragen – also rund 2000 mal zum Mond und zurück! Dieses „Wunder“, behauptet die Evolutionstheorie, sei nach einem Urknall über Jahrmillionen entstanden – als ob der Urknall nicht „Wunder“ genug wäre!

     

    Darwin hatte die Theorie, welche durchaus ihre Richtigkeit hat, aufgestellt, dass der „Fittere“ überlebt. Im Klartext heisst das, dass die Tierarten, welche gegenüber anderen einen Vorteil haben, eher überleben. Dadurch werden die fitteren Tiere selektioniert und damit auch diejenigen Gene, welche das Tier oder die Pflanze fitter machen! Will man aber mit dieser Theorie die Artenbildung erklären, wie z.B. vom Wassertier zum Landtier oder gar die Bildung eines komplexen Organs wie z.B. das Auge, so wird es äusserst schwierig. Die Evolutionstheorie versucht jedoch über viele kleine Änderungen in der DNS (Mutationen) Schritt für Schritt Veränderungen zu vollbringen. Das Problem ist jedoch, dass eine Änderung, welche zu einer Zwischenform führt, denn auch „fitter“ sein muss (ein Fisch, der beginnt, seine Kiemen Richtung Lunge zu bilden oder seinen Flossen Krallenstrukturen zu geben, ist nicht wirklich fitter). Dies wiederum setzt voraus, dass einige Änderungen, welche alle eine Verbesserung hervorbringen müssen, gleichzeitig geschehen müssen. Dagegen spricht jedoch wieder die Wahrscheinlichkeit. Somit werden dann auch die „kleinsten Evolutionsschritte“ oft viel zu gross, um statt zu finden.

     

  4. 4

    Makro - Mikroevolution

    Mikroevolution = Tiere und Pflanzen haben sich an die Umwelt angepasst und dadurch verändert, jedoch nur innerhalb einer Art

    Makroevolution = Tiere und Pflanzen haben sich angeblich durch Konkurrenzdruck über Jahrmillionen so verändert, dass neue Tier- und Pflanzenarten entstanden sind.

     

    Da die Mikroevolution in der Natur beobachtet ist und mit der Bibel auch nicht im Widerspruch steht, kann man die Mikroevolution als Tatsache annehmen. Die Makroevolution ist jedoch noch nie bewiesen worden! Warum sind denn die Neuerrungenschaften, die Bindeglieder zwischen den neuen Arten, so selten, wenn sie doch grossen Konkurrenzvorteil haben sollten? Aus diesem Grund und weil die Bibel sagt, dass die Entstehung der Schöpfung jedes nach seiner Art ist (1. Mose 1, 24) ist die Makroevolution als Kreationist nicht tragbar.

     

    Was Darwin beobachtete ist lediglich die Mikroevolution. Darwin schloss dann von der Mikroevolution auf die Makroevolution, welche dann einfach sehr viel mehr Zeit brauche, wie er sagt.

    Wichtig: Es ist durchaus nicht so einfach, den Unterschied auf molekularer Ebene zu sehen. Es ist keineswegs „dumm“, an die Evolutionstheorie zu glauben, da es auf molekularer Ebene komplexe Dinge gibt, die man, je nach Brille, die man auf hat, ganz anders  interpretieren kann:

    Bei Bakterien finden wir, dass die DANN in verschiedenen Prozessen neue Kombinationen hervorruft, um gewissen Stress (z.B. Antibiotika) abzuwehren! Die DNS ist also weitaus flexibler, als wir uns oft vorstellen.

    Man hat erst kürzlich ein „Master-Gen“ gefunden, welches andere Gene steuert. Wird dies Gen mutiert, entstehen viele Mutationen gleichzeitig. Wird nachher das Gen wieder repariert, bleiben die anderen Mutationen bestehen. Dies ist für die Evolutionisten ein Hinweis für die sprunghafte Evolution. Natürlich findet man in mind. 99.999% der Fälle nur negative Mutationen. Aber Wissenschaftler halten sich dann an den Zufall, die Wahrscheinlichkeit und viel Zeit, welche dann die Möglichkeit einer positiven Mutation zulässt.

    Anhand dieser kurz gefassten Beispiele erkennen wir, dass Organismen auch auf molekularer ebene extrem anpassungsfähig sind. Nun muss man im Hinterkopf behalten, dass es einschneidende Konsequenzen hat, an einen Gott zu glauben. Dies würde heissen, dass z.B. die Bibel wahr ist und man somit alles was darin steht!. Wenn man dann auch noch eine falsche Vorstellung von Gott hat, ist der Trugschluss, dass der Ausweg die Wissenschaft isst, gewissermassen nachvollziehbar!

     

    Wissenschaft und die Bibel

    Die Bibel hat vielmehr da Ziel, warum wir leben, als unser Leben wissenschaftlich zu erklären!

     

  5. 5

     Komplexität der Organismen

    Gene sind der Bauplan der Proteine. Proteine zusammen mit Hormonen starten wiederum Gene. Hormone beeinflussen die Produktion von Proteinen. Hormone werden durch Enzyme, welche aus Proteinen bestehen, gebildet. Nun sag mir einer, wo das Leben anfängt! Kurz: Unser Organismus ist enorm komplex und noch bei weitem nicht verstanden -  da soll einfach so entstanden sein? Die Bibel sagt (Röm. 1, 18-25) dass wir nur die Natur und uns selbst anschauen sollen und dann erkennen würden, dass es einen Schöpfer gibt!

     

    Entstehung der Schöpfung

    Jedes Tier wurde nach seiner Art geschaffen (1. Mose 1, 24)! Dies schliesst die Anpassung an die Umwelt wie gesagt (Mikroevolution) nicht aus. Übrigens sind Drachen und Dinosaurier in der Bibel erwähnt (Hiob 40, 15-24 / Hiob 40, 25 – 41, 26 / Ps. 74, 13 / Jes. 14, 29).

     

    Die Kreationistische Sicht der heutigen wissenschaftlichen Fakten

    Die Kontinentalverschiebung kann man in der Bibel ansatzweise finden. (Urtextnahe Übersetzungen benutzen: 1. Mose 10, 25 od. 1. Chr. 1, 19). Ungefähr 100 Jahre nach der Sintflut (Berechnung siehe 1. Mos 11, 10-16 von Sem) bis Peleg wurden Eber zwei Söhne geboren. Einer hiess Peleg, weil zu seiner Zeit die Erde zerteilt wurde. Damit ist nicht der Turmbau zu Babel gemeint, der auch bald nach der Sintflut statt fand

    Die Menschen verteilten sich mit ihren verschiedenen Sprachen auf der ganzen Erde (da sie ja noch zusammenhängend war) und durch die Kontinentalverschiebung wurden die Völker getrennt. Wissenschaftler berechnen mit der jetzigen Geschwindigkeit der erdplatten die Zeit, die es bräuchte, bis die Platten soweit voneinander entfernt sind. Dies beruht aber auf der Annahme, dass die erdplatten sich immer mit derselben Geschwindigkeit bewegt haben, was nicht der Fall sein muss!

    Die Sintflut: Versteinerungen können nur dann entstehen, wenn ein Tier oder eine Pflanze sehr abrupt von Sand oder sonstiger Erde bedeckt werden und kein Sauerstoff mehr dazu kommt. Dies ist der Fall, wenn eine Katastrophe wie z.B. eine Überschwemmung geschieht. Wissenschaftler und Vertreter der schöpfungslehre haben viele Hinweise dafür, dass die meisten Fossilien, die wir heute ausgraben, in einer grossen Katastrophe entstanden sind: Der Sintflut! Zwei Beispiele:

    Es wurde ein Baum gefunden, welcher über mehrere Schichten versteinert wurde (nach der Wissenschaft ist jede der Schichten mehrere 100'000 Jahre alt – nach 1'000 Jahren ist noch jeder Baum vollkommen abgebaut!) Aus diesem Grund müssen diese Erdschichten innerhalb einer kurzen Zeit aufgeschüttet worden sein.

    Weiter gibt es viele Hinweise darauf, dass das Klima früher anders war, z.B. findet man in den Alpen Gestein aus tropischem Gebiet! Dies könnte man auf den grossen Wassermantel, der bei der Schöpfung um die Erde gelegt wurde zurückführen
    (1. Mose 1, 6), Ein solcher Wassermantel würde das Klima komplett verändern und unter anderem die UV-Strahlung enorm verringern. In der Bibel wurden die Menschen bis zu Noahs Zeiten viel älter – danach nimmt das Alter der Menschen drastisch ab! Ein Teil des Wassermantels wurde vermutlich bei der Sintflut auf die Erde geregnet (1. Mose 7, 11), der  andere Teil ist bis heute noch in der Atmosphäre. Da die Erde komplett mit Wasser bedeckt war, haben sich die Erdplatten durch Gottes Einwirken gleich nach der Sintflut verschoben, so dass die Landmassen emporgehoben wurden. Ein teil des Wassers ist vermutlich auch eingesickert, der Rest ist immer noch in den Weltmeeren. Da nach der Sintflut recht sicher ein anderes Klima vorherrschte, wäre dies auch ein Grund für das Aussterben der Dinosaurier, welche mit auf Noahs Arche waren.

    Auch dis sind nur „Vermutungen“, welche sich aber mit wissenschaftlichen Entdeckungen und der Bibel decken!

     

    Literatur

    (1) Philip Yancey: Wo ist Gott in meinem Leid (zum Thema 1)

    (2) Philip Yancey: The Bibel Jesus read (zum Thema 1)

    (14) J.B.Brantschen: Warum lässt der gute Gott uns leiden (zum Thema 1)



Quellennachweis:

Autor:  Philippe Diener

Inhalt, Titelbild, copyright: www.besj.ch  


Die Autoren: Irmgard
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