Infos zu Geländespielen

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Dieser Beitrag bietet hilfreiche Tipps und Tricks für eine gute Vorbereitung und Durchführung von Geländespielen. Mit ausreichend Know-how geht die Planung und der Ablauf gleich leichter von der Hand.

Spannung und Erfolg hängen ab von

  • einer interessanten, altersgerechten und gut verpackten Spielidee (Story).
  • gut durchdachten und gut erklärten Spielregeln.
  • der Spielleitung.
  • der Geländegröße und Geländeform.
  • dem Spielgeist und Motivation der Spieler und Mitarbeiter.
  • der Beschäftigung der einzelnen Spieler.

Vorbereitung

  • Gelände auskundschaften (Wo sind Gefahren? Schonungen?)

  • Abklären, ob es ein Jagdrevier, Militärschießplatz oder Naturschutzgebiet ist, evtl. Personen informieren

  • Wenn nötig das Spielfeld abgrenzen, Stationen markieren

  • Mitarbeitern das Spiel erklären, Aufgaben verteilen, vorher definieren, was erlaubt ist an Hilfestellung,...

  • Benötigtes Material richten

Einstieg

  • Einstimmung der Spieler

  • Ausgangslage wird vertraut gemacht

  • Annehmen einer Rolle (Einheitsprogramm,...)

Spielerklärung

  • Spielgebiet mit Posten und Stationen skizzieren, Spielfeldgrenzen und Gefahrenzonen einzeichnen, Erste-Hilfe-Station bekannt geben
  • Für alle sicht- und hörbar erklären, auf Wortwahl achten
  • Spiel von verschiedenen Standpunkten aus erklären
  • Genügend Zeit einräumen und Fragen stellen lassen
  • Für Ruhe sorgen

Spielregeln

  • Sorgfältig durchdenken, auf Details achten, Graubereiche versuchen zu benennen
  • Was nicht verboten wurde, ist erlaubt (Graubereich)
  • Es gibt Regeln, die die Spieldynamik beeinflussen und solche, die zur Sicherheit dienen.
  • Ausartungen verhindern, aber genügend Spielraum gewähren,
    um Strategien entwickeln zu können

Gruppenbildung

  • Braucht es gleich starke oder zufällig zusammengesetzte Gruppen?

  • Vor Spielbeginn Zeit zum Verteilen der Rollen und Besprechen der Strategie in der Gruppe lassen

  • Der Reihe altersgemäß aufstellen lassen (von jung bis alt) und dann durchzählen lassen. Das ist meistens gerecht…

  • Kennzeichnung der Gruppe

Spielleitung

  • Sie und die Erste-Hilfe-Ausrüstung befinden sich an einem zentralen Punkt und können von den Spielern jederzeit aufgesucht werden
  • Wenn nötig, durchstreifen weitere Mitarbeiter das Spielgelände, um Unklarheiten auszuräumen.

Spielgelände

  • Die Grenzen auf einer Karte einzeichnen, gut sichtbar markieren (mit Absperrband, Fähnchen,..)

  • Möglichst markante natürliche Grenzen nutzen (Wege, Gräben, Lichtungen,...)

  • Vorsicht: Das Spielfeld wird meistens zu groß gewählt!

  • Gefahrenzonen markieren

Spielbeginn und Spielende

  • müssen eindeutig sein, akustisches Signal ausmachen
  • Den Spielern soll klar sein, wo sie sich bei Spielbeginn/-ende hinbegeben müssen.

 

Spieldauer

  • Gesamtzeit setzt sich zusammen aus der Spielerklärung, Gruppeneinteilung, Spielzeit, Wegezeit zum Spielfeld und Schlusspunkt
  • Spannung geht manchmal bei längeren Spielen verloren, Aufgabe der Mitarbeiter ist, zu motivieren
  • evtl. Spielzeit bekannt geben

Schlusspunkt

  • Beruhigungsphase (speziell bei Nachtgeländespielen), z.B. Tee am Lagerfeuer, ruhiger Heimmarsch, zwischen den Parteien muss eine Versöhnung stattfinden (auch bei Mitarbeitern!)
  • Spielergebnis bekannt geben, Rollen ablegen und Gespräche zulassen, das gemeinsame Ergebnis/Erlebnis in den Vordergrund stellen anstatt die Siegermannschaft
  • Siegerehrung und Preisverleihung
  • Versuchen den Ernst aus dem Spiel zu nehmen, indem man gewisse Dinge mit Humor nimmt.

Oft begangene Fehler

  • Grauzonen, nicht genug durchdachte Regeln, die im Laufe des Spieles auftauchen, und welche die Mitarbeiter in den Stationen dann irgendwie regeln (Frust)
  • Bei Spielen, in denen Mitarbeiter „Kontrolleure“ sind, muss das Verhältnis Mitarbeiter:Spieler angepasst werden. Es artet manchmal aus in: „Wer fängt die meisten Teilnehmer?“ und kann damit Frust für Spieler bedeuten. Lieber weniger Mitarbeiter einsetzen, weil man sich da nur schwer beherrschen kann.
  • Mitarbeiter sind nicht ausreichend informiert, vor allem über Details.
  • Man setzt beim Erklären automatisch sein eigenes Verständnis und Wissen voraus, oft verstehen andere unter den gleichen Worten jedoch andere Dinge/Handhabungen, z.B. Handhabung mit Lebensbändel, Vorzeigen des gegnerischen Bandes beim Abgeben,...
  • Strecken sind zu lang, führen durch unterschiedliche Geländebeschaffenheiten, z.B. durch Dickicht, Dornen, Gräben,...
  • An Trinken denken bei Rennspielen
  • Zu wenig Zeit berechnet, vor allem für Vorbereitungen bis Spielbeginn, oft nicht bei der eigentlichen Spielzeit miteingeplant (Stress)
  • Auf Gruppen-Anordnung und Kreuzung zwischen den Gruppen achten, am Rand angeordnete Gruppen haben evtl. einen Vorteil
  • Gruppen, die oben oder unten am Hang ihre Station haben sind evtl. bevor- oder benachteiligt
  • Nicht benötigte Mitarbeiter sitzen rum (Frust, Motivation sinkt)
  • Material nicht gründlich vorbereitet (Stifte fehlen,...)
  • Mitarbeiter reden nach einem Spiel vor den Spielern über schiefgegangene Dinge, und kippen damit die Stimmung
  • Wenn Beschwerden, dann nicht vor den Teilnehmern und konstruktiv an den Verantwortlichen, außer bei sehr schwerwiegenden Fehlern

Geländespielarten

  • Schmuggelspiele: Ein Gegenstand muss irgendwohin geschmuggelt werden.
  • Kampfspiele+Taktikspiele: Angreifen und Verteidigen mit List und Tücke.
  • Schnitzeljagd: Suchen und Aufgaben lösen.

Quellennachweis

  • Titelbild: Clipart mit freundlicher Genehmigung des Verlages buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart - www.ejw-buch.de aus: Jungscharleiter Grafik-CD plus; Zweite überarbeitete Auflage 2002 © buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart

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