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Biwakbau

Zuletzt bearbeitet am 02. November 2011
Biwakbau

In diesem Artikel möchten wir einige Tips und Tricks, wie auch Unerlässliches zum Thema Biwakbau weitergeben.


Was ist ein Biwak

Als Biwak wird ein Unterschlupf bezeichnet, der Mensch und Material vor Umwelteinflüssen schützt. Das Wort Biwak kommt aus dem französisch "bivouac" was soviel heisst wie Nacht- oder Feldlager.

Am geläufigsten ist die Bezeichnung Biwak für eine Konstruktion aus Militärblachen. Bezeichnet aber grundsätzlich ein Lager, im Freien oder in Hütten oder eben in Zelten.


Anforderungen an einen Biwakplatz

Um in einem Biwak leben und ruhen zu können, muss dieses vier Bedingungen erfüllen:

  • Schutz gegen die Witterung. Das Biwak muss ein Dach und Wände haben. Hierzu eignen sich die Zelte, der Fels, der Schnee und der Wald.
  • Schutz gegen Bodenkälte und Feuchtigkeit. In erster Linie mit Heu, Stroh, Stauden, Ästen oder Skiern.
  • Wärme im Innern: Kerzen, Petrol- oder Benzinlampen, improvisierte Öfen und heisse Steine geben die notwendige Wärme ab. Achrung beim beheizen von Biwak's!
  • Gute, flache Liegestellen.

Für den Bau eines Biwaks muss man wissen

  • Trockene, unbewegte Luft ist ein schlechter Wärmeleiter.
  • Kalte Luft ist schwer und sinkt, warme Luft ist leichter und steigt.
  • Feuchtigkeit fördert den Wärmeverlust. Ziehe desshalb nasse oder feuchte Kleider aus, wenn du in den Schlafsack schlüpfst.
  • Schnee ab mindestens 30 cm Tiefe ist ein guter Isolator. Wo Licht durch den Schnee schimmert, dringt auch die Kälte ein.

Umwelteinflüsse auf ein Biwak

  • Im Biwak bildet die kalte Luft einen Kältesee am Boden. Durch Heben der Schlafstellen (Stroh, mätteli, Decken) kommt der Körper oberhalb des Kältegrabens zu liegen.
  • Wind und Sturm beschleunigen den Wärmeverlust. Natürlichen Schutz vor dem Wind bieten: Wald, Felsblöcke, Felsspalten, Felsriegel, Blockfelder, vom Wind abgekehrte Hänge. Möglichst zu meiden sind: Pässe, Lücken, Kreten und dem Wind ausgesetzte Hänge. Die richtige Standortwahl schützt auch beim Biwakbau vor der Kälte.
  • Die kalte Luft strömt in die Talsohlen. Sie zieht warme Luftmassen nach sich. Dadurch entstehen in den Talsohlen Kälteseen. Die Hänge sind dem Frost und Reif weniger ausgesetzt. Die wärmste Zone befindet sich meistens oberhalb der Hangmitte. Diese Zone ist auch dem Kretenwind weniger ausgesetzt.
  • Durch Abstrahlung verliert der Boden die gespeicherte Wärme. Je freier sich die Abstrahlung auswirken kann, desto grösser ist die Bodenabkühlung.
  • Das Biwak muss vor Lawinen und Steinschlag geschützt sein. Überhängende Felsen und Grotten, bieten guten Schutz dagegen, ebenfalls der untere Rand eines dichten Hangwaldes.
  • Wälder, Bäume, Wolkenschichten reduzieren den Wärmeverlust. Unbedecktes Gelände kühlt sich deshalb rascher ab als bedecktes.
  • Buschgelände und Wiesen mit hohem Gras speichern die Feuchtigkeit.
  • Auf wasserfestem Boden fliesst das Regen- und Schmelzwasser ab und sammelt sich in Mulden, Senken und Löchern. Desshalb Biwakiere dort besser nicht.

Biwakarten

Verschiedene Arten und Formen von Biwak's


Die Autoren: Fuchs45, jsschinznach
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